Citytunnel Jena

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Beschreibung des Vorschlags

Richtig, eigentlich ist eine Tunnelquerung der Innenstadt für eine Stadt wie Jena völlig überdimensioniert. Da allerdings der Umsteigepunkt zwischen den sich in Jena treffenden Strecken weit abseits in Göschwitz liegt, sehe ich hier so die Möglichkeit, diesen an den Westbahnhof zu verlegen, der so zum Hauptbahnhof wird. Für die Regionalzüge entsteht dann zusätzlich die Station Jena Zentrum direkt unter dem Marktplatz, der zweistündliche IC, der bis 2030 eingeführt werden soll, hält ausschließlich am neuen Hbf.

Warum die Westeinführung nach Jena Hbf (tief)?

Auch mit dem zweistündlichen Frankenwald-IC wird der schnellste Weg von Jena nach Bamberg über Erfurt führen. Mit dieser Tunnelrampe ist es möglich, aus Naumburg kommende Fernzüge unter Umgehung der unwichtigeren Stationen Saalfeld und Lichtenfels über den schnelleren Weg nach über Erfurt nach Süden zu führen.

Ich stelle mir ungefähr ein solches Fernzugangebot vor:

2-Stündlicher IC: (Süden) – Bamberg – Lichtenfels – Saalfeld – Jena Hbf – Naumburg – Weißenfels – Leipzig Hbf – (Berlin)

3 ICE-Zugpaar/Tag: (Süden) – Bamberg – Erfurt – Weimar – Jena Hbf – Naumburg – Leipzig/Halle – Berlin

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18 Kommentare zu “Citytunnel Jena

  1. Das wird nichts. Entweder hast du zu wenig bzw. gar keine Überdeckung, oder die Zuführung aus Richtung Weimar wird viel zu steil. Die fällt jetzt schon mit 20 Promille.

    Zum Angebot: Dem IC stimm ich absolut zu. Nach Berlin muss aber nicht zwingend, da wirds genügend passende Anschlüsse geben. Was der Schlängel-ICE bringen soll, ist mir aber nicht so recht klar. Dürfte auch nicht viel schneller sein als der IC übern Frankenwald.

     

    Der Vollständigkeit halber – bisherige Ideen für Jena, zugegeben auch alle nicht das gelbe:
    meinereiner
    Ulrich Conrad
    jonas.borg
    axp
    vrobix

    1. „Dürfte auch nicht viel schneller sein als der IC übern Frankenwald.“

      Aber Hallo! Die schnellsten Direkt-ICEs über den Frankenwald sind Jena – Bamberg in 1:50 gefahren. Heute braucht man über Erfurt 1:36, inklusive 24 Minuten Umsteigezeit, mit einem Direktzug (minus 22 Minuten) ergo 1:14, das ist über eine halbe Stunde schneller!

      Die Steigung sollte eigenlich schon hinhauen …

      1. ok, in puncto Fahrzeit überzeugt. Der eine verbliebene IC braucht sogar 1:58. Aktivieren wir die Neigetechnik, ginge das zwar wieder etwas zugunsten des Frankenwaldes, so viel sparts aber letztlich doch nicht ein. Ob sich allein mit Jena und einer Handvoll Käffern rundum tatsächlich 3 Zugpaare am Tag auslasten lassen, bleibt dennoch offen (Naumburg-Bamberg geht über Apolda definitiv schneller).

        Die Holzlandbahn steiler zu machen als sie jetzt schon ist, bin ich definitiv dagegen. Die wurde mit viel Aufwand zweigleisig ausgebaut und soll, so Gott will, elektrifiziert werden. Das fänd ich sehr blöd, wenn wir uns dann die Möglichkeit verbauen, u.U. mal wieder nen Güterzug da entlang fahren zu lassen.

        1. Ich glaube da liegt ein Missverständnis vor. Die oberirdische Station Jena-West soll als Teil des neuen Hbf bestehen bleiben, die eingleisige Tunnelrampe ist zusätzlich, um von Weimar aus auch die neue Tunnelstation anfahren zu können.

        2. „Ob sich allein mit Jena und einer Handvoll Käffern rundum tatsächlich 3 Zugpaare am Tag auslasten lassen, bleibt dennoch offen“

          Das einzige, was man bei dieser Führung gegenüber dem Frankenwald auslässt, ist Lictenfels und Saalfeld, Lichtenfels ist aber mit Coburg erschlossen, und ob Saalfeld den Unterschied macht ob der Zug sich lohnt oder nicht, bezweifel ich sehr stark.

          1. Nachgereicht: Jena-Bamberg mit Neigetechnik 1:34. Hypothetisch etwa 12min weitere Ersparnis bei Realisierung meines Basistunnels (12km kürzer und höhere Geschwindigkeit – das Ding gefällt mir von Mal zu Mal besser ^^ ), sind wir bei 1:22. Bleiben noch 8 Minuten übrig…

            > auch die neue Tunnelstation
            Also der Tunnel extra für die 3 Zugpaare am Tag, damit die da wenden können?
            Da tun’s doch auch ein paar (Roll-)treppen und Aufzüge und eben der Verzicht auf die ICEs. Werweiß, kommt vielleicht ja nochmal was mit kürzerem Umstieg in Erfurt, in Stein gemeißelt  für die nächsten Jahrhunderte ist der Fahrplan sicher auch noch nicht.

            > ob Saalfeld den Unterschied macht
            Kommt die kürzere Wegstrecke dazu und die geringere Fahrgeschwindigkeit: Ist gleich deutlich weniger Energieaufwand.

            1. Neigetechnik können halt langfristig nur die ICE-T, der Frankenwald ist aber seit der VDE8 eine klassische IC-Strecke. Die können das nicht, der IC2 zeigt ja deutlich, wohin die Reise geht. Von einem Basistunnel halte ich eigentlich gar nichts. Eine Streckengroßinvestition in dem Korridor sollte reichen, zumal man mit dieser bereits eine Strecke mit Maximalsteigung 1,25% geschaffen hat.

              1. … die ICE-T, die für genau solche Verkehre konstruiert wurden und daher auch genau dafür herangezogen werden sollten. Ob man da dann IC dranschreibt oder doch wieder ICE, ist dann Sache der Marketingfritzen. Auf Linien, wo die Dinger heuer zweckentfremdet werden, gehören die durch was anderes ausgetauscht.
                IC2 find ich im Frankenwald deplaziert, genau wie auch auf der MDV, aus genanntem Grund.

                Bei dem Basistunnel würd ich dir recht geben, wenn nicht zwischenzeitlich das EBA gekommen wär und „Tunnelbegegnungsverbot!“ geschrien hätte. Tagsüber passt nun bestenfalls ein einziger Güterzug pro Stunde auf die VDE8, ganz ehrlich: Das nützt gar nichts. Also bleibt der Frankenwald weiterhin bedeutende Güterachse, die mit dem Basistunnel durchlässiger werden soll. Dass da alle 2 Stunden ein IC kommt und auch was davon hat, fällt mehr so unter die Kategorie „gibt’s gratis dazu“.

    1. Wenn ich ihn richtig verstehe, soll die Strecke aus Weimar wohl auch in einen Tunnel führen, jedenfalls ist da ein Tunnelportal eingezeichnet, wodurch der Hauptbahnhof dann eventuell so tief liegen könnte, dass auch die Gleise, die unter dem Stadtzentrum hindurch führen, dort einmünden könnten.

      Insgesamt halte ich ein solches Projekt allerdings kaum für finanzierbar. Da halte ich meinen Vorschlag, den du dankenswerterweise vrlinkt hast, für wesentlich realistischer.

        1. Das bei meinem Vorschlag die Kosten sehr viel höher sind als bei euren, ist mir klar, der Nutzen ist es aber auch. Ich finde, beides ist vetretbar, die kleine Lösung, etwa mit H-Bahn, für weniger Geld, oder meine Tunnelvariante, für mehr Geld, aber auch höherem Nutzen.

  2. Diese Idee hatte ich auch, wobei der Aufwand für eine Stadt ohne FV nicht zu begründen sein kann. Wenn man VDE8 über Jena geführt hätte, dann würde ich diesen Vorschlag unterstützen. So aber wird es aus geologischen Gründen eher bei der ungünstigen Lösung mit Paradies und Westbahnhof bleiben

  3. ich verstehe eins nicht ganz: Was ist an dem jetzigen Haltestellenkonstrukt so schlecht?

    Wer nach Erfurt-Gera will: Fährt zum Westbahnhof
    Wer nach Halle, Leipzig, Saalfeld will: Fährt zum Paradiesbahnhof
    Wer zwischen den Achsen umsteigen will, tut dies in Göschwitz.
    Der Paradiesbahnhof ist super in den ÖPNV eingebunden, der Westbahnhof auf jeden Fall auch nicht schlecht?
    >> Ist doch auf den ersten Eindruck sehr intuitiv und übersichtlich!!

    Okay, dann halten Halt alle Züge, zwischen denen umgestiegen werden muss, halt zweimal in Jena, aber bringen die 2-3 Minuten Fahrtzeitgewinn so große Vorteile?

    1. Das jetzige Haltestellenkonstrukt ist auch nicht schlecht! Der größte Bedarf besteht in der Innenstadt (Paradies und West) und die Jenaer kommen seit Jahrzehnten damit klar. Und wer umsteigt, dem ist es völlig wurscht, wo das passiert. Die vom Land forcierte Hbf-Debatte scheint mir ein Versuch zu sein, die vom ICE abgehängten Jenaer auf andere Gedanken zu bringen. Das klappt ja auch ganz gut. Aber:  Wenn die Millionen in Thüringen übrig sind, wäre Jena mit mehr Zügen (z. B. Pfferminzbahnanschluss) mehr geholfen als mit einem weiteren Bahnhof.

  4. Für einen Außenstehenden mag die Situation in Jena mit den 2 Bahnhöfen und der Verknüpfung in Göschwitz etwas seltsam aussehen, aber ist sie das wirklich?

    Denn ein Großteil der Reisenden wird Jena selbst als Ziel oder Abfahrtspunkt haben. Umsteiger über Eck wohl eher die Ausnahme. Und nur für die würde diese Maßnahme einen Sinn ergeben.

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