Beschreibung des Vorschlags
Bis das Chemnitzer Modell Limbach-Oberfrohna erreicht, werden voraussichtlich noch rund 10 Jahre vergehen.
Gleichzeitig besteht die Chance, Limbach deutlich früher wieder ans Schienennetz anzuschließen: Die ehemalige Strecke Limbach – Wittgensdorf ist größtenteils noch vorhanden und könnte nach gezielten Lückenschlüssen für einen Vorlaufbetrieb genutzt werden.
Derzeit verhindern zwei fehlende Bauwerke eine durchgehende Eisenbahnverbindung:
- Brücke über die Bahnhofstraße bei Kändler
- Querung der Autobahn A72
Nach dem Bau dieser beiden Bauwerke wäre ein Betrieb über die bestehende Eisenbahnstrecke möglich. Damit könnte ein Vorlaufbetrieb starten, bis die Straßenbahnverlängerung bis zum Chemnitz Center und Limbach gebaut ist.
Fahrzeugeinsatz:
- Erstmal Regio-Shuttle RS1
- Später Citylink Hybrid (Diesel/Elektrisch)
Die Citylink Hybrid Fahrzeuge werden voraussichtlich 2027 frei, wenn die Linie C14 zwischen Mittweida und Chemnitz auf eCitylink umgestellt wird. Mit diesen Fahrzeugen ist es auch möglich die Züge direkt in die Chemnitz Innenstadt weiterzuführen, beispielsweise bis zum Annenplatz.
Haltestellen & Fahrzeit:
Auf der Bestandsstrecke sollen alle Stationen bedienen werden. Fahrzeit Chemnitz-Wittgensdorf ob. Bf. ca. 13 Minuten.
Geplante Stationen entlang der ehemaligen Strecke:
- Hartmannsdorf-Tanklager*
- Kändler*
- Limbach Bahnhof
*Zur besseren Erschließung sollte man vielleicht den Haltepunkt Tanklager an die Brücke Chemnitzer Str. verlegen. Ähnlich auch den HP Kändler näher an den Ort Kändler zur Straße Am Bahnhof/Turnstr. (Standorte der alternativen Haltepunkte sind mit ** Markiert)
Fahrzeit Limbach-Wittgensdorf ca. 10 Minuten.
Gesamtfahrzeit Limbach-Chemnitz daher ca. 23 Minuten.
Theoretisch ließe sich so ein Stunden-Takt mit nur einem Fahrzeug abwickeln.
In der Praxis ist aber die Strecke zwischen Chemnitz und Wittgensdorf breits durch RE6 und C13 stark ausgelastet, sodass nur wenige freie Trassen im Fahrplan verfügbar sind.
Daher schlage ich ein Konzept mit 2 Fahrzeugen vor. Beide Fahrzeuge treffen sich zwischen Wittgensdorf Mitte und Wittgensdorf Ob. Bf., bevor die Strecke nach Limbach eingleisig wird.
Möglicher Fahrplan:
Annenplatz: 10:03 | 10:52
Chemnitz Hbf: 10:18 | 10:40
Wittgensdorf Ob.: 10:31 | 10:27
Limbach: 10:41 | 10:17
Für die Innenstadtstrecke in Chemnitz bis Annenplatz (Annenstr.) werden jeweils ca. 12 min Fahrzeit benötigt (Richtung Wittgensdorf +3 min Puffer wie C13).
Mit zwei gezielten Bauwerken (Bahnhofstraße Kändler, A72) kann Limbach viel früher wieder ans Schienennetz angebunden werden. Durch die Nutzung der Citylink Fahrzeuge geht es innerhalb von 30 Minuten von Limbach direkt bis in die Chemnitzer Innenstadt.

Zwei Brücken zu bauen geht in Deutschland in der Regel nicht schneller als eine ganze Strecke zu errichten. Dazu halte ich es auch für fraglich, ob man am Rest der Strecke wirklich keine Bauarbeiten bräuchte. Laut der Karte liegen auf einem großen Teil nicht Mal mehr Gleise. Daher würde ich stark bezweifeln ob man hier tatsächlich schneller wäre als die eigentliche Anbindung der Orte.
Außerdem vermute ich, dass sich der Bau von zwei Brücken mit einer Nutzungsdauer von nur 10 Jahren nicht lohnt. Oder sollen diese danach anders weiter verwendet werden?
In der aktuellen geplanten Hauptvariante soll wohl die Chemnitzbahn ab Hartmannsdorf diese Strecke nach Limbach nutzen. Damit würden sowohl die neu zu errichtenden Brücken als auch die Ertüchtigung der Strecke später dauerhaft genutzt werden.
Laut OpenRailwayMap liegen die Gleise größtenteils noch. Bis Hartmannsdorf scheint die Strecke für Güterzüge noch in Betrieb zu sein. Mir ist bewusst, dass der Bau/Planung der Brücken viel Zeit in Anspruch nimmt. Da sie jedoch für die geplante Hauptvariante ohnehin erforderlich sind, würde man diese Bauwerke lediglich zeitlich vorziehen und früher errichten.