8 Kommentare zu “BRT Landshut

  1. Die Idee ist ja nicht schlecht, aber die Straßen sind allesamt zu eng für Busspuren, und eine Sperrung für den Individualverkehr auf so wichtigen Straßen halte ich für undenkbar. Die Rosengasse ist zudem zu eng für Begegnungen. Da müsste die Gegenrichtung auf jeden Fall woanders verlaufen, aber das tut sie ja auch schon.

    Fazit: Busspuren halte ich hier nur sporadisch für möglich, was am augenblicklichen Zustand kaum etwas ändern würde.

  2. Hier ist mein Vorschlag für einen zusätzlichen Schienengebundenen ÖPNV, der auch das Stadtbusnetz nicht kanibalisieren würde, da die Gleise der Straßenbahnlinie zusätzlich als Busspur dienen könnten. Eine Verkehrsberuhigung von der SeligenTHALERstraße 😉 bis zur Maximiliansstraße geht insofern nicht, da Kloster Seligenthal Kindergarten, Grundschule sowie Gymnasium beinhaltet, und der Regierungsplatz und die Neustadt als wichtige Parkplätze für die Stadt dienen und beide nur einen großen Zulauf haben, außer man reißt Baudenkmäler ab.

    In deinem Vorschlag wäre eine Busspur bis zur Messe noch rätlich, da die Buslinie 3 (welche ich in meinem Vorschlag mit einer Straßenbahn ersetze) die Ader der Stadt ist: Hbf, Altstadt, Regierungsviertel, Messe und Hochschule.

    Für eine Stadtbahn habe ich mich entschieden, denn es leben zwar nur 72000 Menschen (Stand 12.18) in der Stadt aber etwa 100000 im Siedlungsgebiet. Zudem wächst die Stadt jährlich um ca. 1000 Leute und das Wachstum soll laut Prognosen auf alle Fälle bis 2030 anhalten. Eine Straßenbahn hat außerdem ein besseres Image, der sogenannte Schienenbonus.

  3. by the way: wenn ichs richtig im Kopf habe, dann fahren bereits alle Busse richtung Innenstadt von einer Haltestelle am Hbf ab. Was zum besseren Verständnis fehlt, ist ein klarer, ausgedruckter Netzplan mit den 14 Stadtbuslinien, der überall auch im Bahnhof hängt, ein dichterer Takt (was durch ein Bürgerbegehren bereits im Stadtrat behandelt wird) und es sollten keine Sonderlinien wie 520 (von denen die Stadt zu Haufen hat) mehr verkehren, bei denen man nicht nachvollziehen kann, wie sie fahren.

  4. „Die Idee ist ja nicht schlecht, aber die Straßen sind allesamt zu eng für Busspuren, und eine Sperrung für den Individualverkehr auf so wichtigen Straßen halte ich für undenkbar.“

    Rein von der verkehrlichen Bedeutung hat die Seligenthaler Straße ja nur die Aufgabe, die Innenstadt zu erschließen, aber dafür muss man sie nicht als durchgehenden Verkehrsweg für den MIV erhalten, sondern kann sie wie vorgeschlagen teilweise verkehrsberuhigen und dem ÖPNV den Vorrang geben. Es gibt auch viele andere Querstraßen in diesem Bereich, welche nicht vom ÖV genutzt werden, und somit gut auch für die Anbindung der Parkplätze genutzt werden können.

    „Eine Verkehrsberuhigung von der SeligenTHALERstraße ? bis zur Maximiliansstraße geht insofern nicht, da Kloster Seligenthal Kindergarten, Grundschule sowie Gymnasium beinhaltet, und der Regierungsplatz und die Neustadt als wichtige Parkplätze für die Stadt dienen und beide nur einen großen Zulauf haben, außer man reißt Baudenkmäler ab.“

    Bei Kindergärten verstehe ich die Notwendigkeit von kleinen Haltezonen noch für die Beförderung von Kleinkindern, falls diese nicht aus der näheren Umgebung kommen, aber für Schulen sollte der Fokus ganz klar auf dem ÖV liegen und somit kann die straßengebundene Erschließung auch über Seitenstraßen (im Falle des Kloster Seligenthal z.B. über die „Schwestergasse“ erfolgen.

    Die Parkplätze am Regierungsplatz können ja auch weiterhin über andere Straßen erreicht werden – andererseits sehe ich den Sinn des Erhaltes auch nicht so ganz, wenn es in direkter Umgebung ja auch viele größere Parkplätze direkt an den Hauptstraßen gibt (z.B. bei der deutschen Rentenversicherung). Denn solange man mit dem eigenen Auto in der Innenstadt ohne Behinderung überall rumfahren kann und auch überall parken kann, wird man kaum jemand dazu bewegen können, ein gestärktes ÖV-Angebot auch verstärkt zu nutzen.

  5. Die Parkplätze am Regierungsplatz können ja auch weiterhin über andere Straßen erreicht werden – andererseits sehe ich den Sinn des Erhaltes auch nicht so ganz, wenn es in direkter Umgebung ja auch viele größere Parkplätze direkt an den Hauptstraßen gibt (z.B. bei der deutschen Rentenversicherung).

    Für den Regierungsplatz gibt es nur diese Zufahrt außer du stückelst deinen Verkehrberuhigten Bereich. Der Weg über die Freyung (großer Platz) ist nicht aus dem Tunnel erreichbar, zudem ist der Platz nicht ausgelegt für derartigen Verkehr. und von der anderen Seite führt nur ein Fußgängerweg rein.

    Denn solange man mit dem eigenen Auto in der Innenstadt ohne Behinderung überall rumfahren kann und auch überall parken kann, wird man kaum jemand dazu bewegen können, ein gestärktes ÖV-Angebot auch verstärkt zu nutzen.

    Man hat derzeit zwei Linien die auf der Strecke vom Hauptbahnhof bis in die Altstadt fahren und noch eine, die vom Hbf bis in die untere Altstadt fährt. Alle fahren derzeit mit einem 30 Minuten Takt, somit ist der 15 bzw. 10 min Takt bereits gegeben und es bewegt niemanden auf sein Auto zu verzichten. Dein Vorschlag zeigt eigentlich bloß was es derzeit schon gibt. Mach einen 5 min Takt drauß, so dass auf den Außenästen ein 15 Minutentakt geährleistet ist, dann reden wir nochmal über gestärktes ÖPNV-Angebot.

    Wenn du dir die Ineffizienz des Landshuter Busnetzes anschauen willst kann ich dir diese Seite empfehlen und klick einfach mal auf Wege die Menschen machen würden, zB vom Sportzentrum/ Eisstadion zu einer Altstadt-nahen Wohnsiedlung wie zB am Herzog-Georg-Platz: 40 min 2x Umsteigen 1x stündlich für Luftlinie 3 km, und derartige Beispiele gibt es viele.

  6. „Für den Regierungsplatz gibt es nur diese Zufahrt außer du stückelst deinen Verkehrberuhigten Bereich.“

    Genau, während der ÖV durchgehend die Maximiliansgasse nutzen kann, muss halt der verbleibende MIV z.B. über Kramergasse, Jodoksgasse und Freyung anfahren. Verkehrsberuhigung bedeutet ja nicht unbedingt, dass plötzlich gar nichts mehr möglich ist, sondern gezielt bestimmte Relationen für den MIV gesperrt werden (im Zweifel nur durch Busschleusen oder Diagonalsperren) und somit der Verkehr verringert wird.

    „Mach einen 5 min Takt drauß, so dass auf den Außenästen ein 15 Minutentakt geährleistet ist, dann reden wir nochmal über gestärktes ÖPNV-Angebot.“

    Ja, das ist völlig richtig. Ich wollte damit aber eigentlich nur ein Gegenvorschlag zu den Straßenbahn bzw. Vollbahnvorschlägen machen, welche ja noch viel weniger bewirken, da sie maximal das Busnetz kannibalisieren und somit noch unwirtschaftlicher (für eine Stadt solcher Größenordnung) wären. Beim Erarbeiten war mir auch schnell bewusst, dass der Status Quo mit den 15min-Takt ja gar nicht schlecht ist, aber deswegen hab ich das Konzept um die Verkehrsberuhigungs- und BRT-Aspekte ergänzt.

    „Wenn du dir die Ineffizienz des Landshuter Busnetzes anschauen willst kann ich dir diese Seite empfehlen und klick einfach mal auf Wege die Menschen machen würden“

    Die Effizient eine ÖV-Netzes anhand von einzelnen, ausgewählten Relationen zu bewerten, ist ziemlich fragwürdig. Denn zum einen gibt es anhand bestehender Linien genug Relationen, die umsteigefrei und schnell bedient werden, zum anderen funktioniert ja der ÖV auch nur durch Bündelung und kann dementsprechend nicht alles als Direktverbindung anbieten – dafür gibt es z.B. Taxis, aber die haben ihren Preis. Im Vergleich mit anderen Städten scheint aber das Angebot und die Netzdichte nicht überdurchschnittlich schlecht zu sein, da gibt es gleichbedeutende Städte mit deutlich weniger Angebot.

  7. Die Idee mit der einzigen Haltestelle vor dem Bahnhof find ich super. Denn auf den Warteplätzen sich zurechtzufinden ist oft lästig. In die Bahn steigt man ja auch am Bahnsteig ein und nicht in der Abstellanlage.

  8. Beim Erarbeiten war mir auch schnell bewusst, dass der Status Quo mit den 15min-Takt ja gar nicht schlecht ist, aber deswegen hab ich das Konzept um die Verkehrsberuhigungs- und BRT-Aspekte ergänzt.

    Aber durch die Verkehrsberuhigung allein wird der Verkehr leider auch nicht attraktiver wenn man in anderen Stadtteilen außer Nikola nicht in den Genuss von einem 15 oder 10 min Takt kommt. Denn deine anderen Vorschläge sind ja bereits erfüllt:

    Abgestimmter Takt auf der Kernstrecke durch Linienüberlagerung (10min oder 15min-Takt) erfüllt
    Vorrangschaltungen für Busse an Knotenpunkten mit MIV erfüllt
    Fahrkartenautomaten bereits an den Haltestellen (bin mir nicht sicher ob dieser Punkt erfüllt ist)
    Barrierefreiheit! (Die Busse haben standardmäßig Absenktechnik)
    Digitale Fahrgastinformationssysteme (bereits an wichtigen Station und wird Stück für Stück ausgebaut)

    Im Vergleich mit anderen Städten scheint aber das Angebot und die Netzdichte nicht überdurchschnittlich schlecht zu sein, da gibt es gleichbedeutende Städte mit deutlich weniger Angebot.

    Mag sein, dass es Städte gleicher Größe gibt mit schlechterem Angebot aber dafür sollte man hier eigene Beiträge einrichten, dieses zu Verbessern. Lieber schaut man doch auf Städte gleicher Größe mit einem besseren Angebot und versucht sich denen anzugleichen, oder? Städte ähnlicher Größe mit besserem Netz sind Gera, Zwickau und Jena, die in ihrem durchgängigem Siedlungsgebiet jeweils ca. 94000, 100000 und 115000 Menschen aufweisen können, da fällt Landshut mit ca. 100000 direkt in die Mitte. Natürlich befinden sich alle drei im Osten und das erklärt auch warum diese ihre Straßenbahn nie aufgegeben haben, aber es zeigt auch dass der Betrieb sich durchaus lohnen kann (z.B. mit einem 5min Takt in Gera in der HVZ) . Die Stadt Naumburg (Kernstadt mit gerade mal 25000 Einwohnern) zeigt auch, dass der Ausbau des Netzes sich lohnen kann.

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