Beschreibung des Vorschlags
Moin!
In diesem Vorschlag geht es um eine neue Quartiersbuslinie im Bremer Zentrum. Dabei lässt sie sich vor allem durch 2 Punkte begründen.
1. Der Bremer Stadtwerder ist aktuell nahezu vollständig vom ÖPNV ausgeschlossen. Lediglich am äußersten Rande befindet sich die Straßenbahnhaltestelle Wilhelm-Kaisen-Brücke. Vom eigentlichen Stadtwerder sind es dadurch rund 15 Minuten Fußweg bis zur nächsten Haltestelle. Bis in die Innenstadt benötigt man also fast 20 Minuten, obwohl sich das Viertel, nur von der Weser getrennt, in direkter Nachbarschaft zur Stadtmitte befindet. Diese Buslinie würde dieses Problem lösen und nicht nur den Stadtwerder an den ÖPNV anbinden, sondern die Fahrzeit damit auf 5 Minuten verkürzen.
2. Der Werdersee ist einer der beliebtesten Bade- und Ausflugsseen in Bremen. Dabei profitiert er vor allem von der zentralen Lage. Angrenzend befindet sich ein beliebtes Naherholungsgebiet, sowie das größte Kleingartengebiet nahe der Innenstadt. Trotz dieser theoretisch gewaltigen Standortvorteile gegenüber anderer Gebiete dieser Art, besteht keine ÖPNV-Anbindung. Durch diese Buslinie kann der Autoverkehr in der Innenstadt ein wenig reduziert werden, den Werdersee an den ÖPNV angebunden werden sowie die Fahrzeit mit dem ÖPNV von 25/15 Minuten auf 5-10 Minuten verkürzt werden.
Ein weiterer Vorteil ist: Das Fahrgastaufkommen zur Endhaltestelle konzentriert sich vor allem auf die Sommermonate sowie auf Wochenenden. Dadurch eignet sich eine flexible Buslinie besonders gut. In genannter Zeit sollte diese Linie im T20 betrieben werden, außerhalb dieser Zeiten seltener.
Viele Grüße

Klingt plausibel, das Gebiet ist ja wirklich nicht gut erschlossen.
Eine Frage zum Betrieb. Die Buslinie soll, so verstehe ich dich, komplett eigenständig betrieben werden. Eigenes Fahrzeug, eigenes Fahrpersonal. Dann stelle ich mir die Frage, wieso du maximal einen T30 vorsiehst. Die Fahrstrecke dauert laut Maps 5 Minuten, mit Zwischenhalten also immer noch klar unter 10 Minuten, das heißt, mit einem Fahrzeug ließe sich gut ein T20 realisieren, ohne signifikante Mehrkosten. Vor allem muss der Bus auch nicht irgendwo für gut 10 Minuten an der Endhaltestelle warten bevor es weitergeht. Mit einem T60 außerhalb der Hauptsaison wäre das Problem noch gravierender.
Außerdem müssten an der Domsheide noch die baulichen Voraussetzungen für eine Buswende geschaffen werden. Das geht bestimmt, aber so wie eingezeichnet sind die Kurven nicht fahrbar. Besser wäre eine Blockschleife über die Dechanatstraße und dann links abbiegen in die Ostertorstraße.
Vielen Dank für den Kommentar!
Da hast du auf jeden Fall Recht. Mein Grund für den T30 war lediglich die Fahrgasteinschätzung, wobei ich weiteres nicht berücksichtigt habe. Spricht aber tatsächlich wenig für den T30.
Auf jeden Fall. In meinem ersten Betriebskonzept habe ich, für mich persönlich, allerdings auch nicht einen 30-Minuten-Takt außerhalb der Hauptsaison ausgeschlossen, sondern nur im Gesamten weniger, also anderes Betriebsende und gleichmäßiger. Auch da würde ich jetzt aber ebenfalls einen T20 befürworten.
Ist mit der Blockumfahrung auch eine gute, bzw. kurzfristig gesehen schon bessere Option. Sollte aber direkt an der Haltestelle auch mehr oder weniger ohne Umbauten machbar sein, da sich am Rand der eingezeichneten Straße kein wirklicher Straßenrand (Bordstein) befindet. Dadurch halte ich es für einen Midibus durchaus befahrbar.