Beschreibung des Vorschlags
Die bisherige Straßenbahn-Linie 61 ist sehr langsam. Zwischen der Endhaltestelle in Auerberg und dem Chlodwigplatz in der Nordstadt gibt es schon einen unabhängigen Bahnkörper. Durch einen ca. 500m langen Tunnel vom Stadthaus zum Wilhelmsplatz fahren beide Linien. Hinter der unterirdischen Station folgt eine Verzweigung in zwei ca. 750m lange Tunneläste mit jeweils einer U-Bahn-Station. Danach wird über Rampen eine unabhängige oberirdische Trasse erreicht. Die westliche Strecke muss komplett neu errichtet werden, wofür eine Kapelle weichen muss. Die beiden Äste treffen in Auerberg wieder aufeinander. Alle Haltestellen werden mit Hochbahnsteigen errichtet, da dort dann Hochflur-Stadtbahnwagen verkehren werden. 40.000 Bewohner der Stadtteile Auerberg, Graurheindorf, Castell und Nordstadt profitieren.
Liniennetz Stadtbahn Bonn:
16 Köln – Rheinuferbahn – Bonn West – Bonn Hbf. (- Bad Godesberg Bhf. – Mehlem)
18 Köln – Vorgebirgsbahn – Bonn West – Bonn Hbf.( – Bad Godesberg Bhf. – Mehlem)
61 Auerberg – Stadthaus – Bonn Hbf. – Olof-Palme-Allee – Ramersdorf
62 Auerberg – Stadthaus – Bonn Hbf. – Olof-Palme-Allee – Uniklinikum
63 Brüser Berg- Bonn Hbf. – Tannenbusch Mitte
64 Brüser Berg – Bonn Hbf. – Stadthaus – Konrad-Adenauer-Platz – Beuel Bhf. – Ramersdorf – Königswinter – Bad Honnef
65 Sankt Augustin – Konrad-Adenauer-Platz – Stadthaus – Bonn Hbf. – Dottendorf
66 Siegburg Bhf. – Sankt Augustin – Konrad-Adenauer-Platz – Stadthaus – Bonn Hbf. – Bad Godesberg Bhf. – Heiderhof
10min-Takt auf allen Linien (alternierend zwischen Hbf. und Mehlem 16/18)

Meiner Meinung nach nicht sinnvoll.
Heutzutage wird die Strecke von der Kopenhagener Straße zum Stadthaus in unter einer Viertelstunde bewältigt, zum Hbf in unter 20 Minuten. Das kann man den Fahrgästen schon zumuten. Und wegen den paar Metern auf der Straße die Bagger anzuschmeißen, halte ich für übertrieben.
Nebenbei bemerkt: deine Linie 65 wird so nicht funktionieren, es sei denn, du hast vor, den Abschnitt nach Dottendorf auch auf Hochflur umzubauen.
Meiner Meinung nach schon sinnvoll.
Es kommt nicht nur auf die Fahrtzeit an, auch wenn diese zwischen Stadthaus und Auerberg um ca. 4min sinkt, zum Hbf. nochmal um 1-2min! Die Straßenbahn ist auch relativ verspätungsanfällig durch den straßenbündigen Bahnkörper. Zudem werden deutlich mehr Anwohner erschlossen als von der bisherigen Linie.
Es fehlen noch einige Vorschläge, die Stadtbahn kann ja auch schlecht zum Brüser Berg fahren.
Einen Tunnel könnte ich mir, wenn die Strecke wirklich total stauanfällig ist, vorstellen. Aber die Umstellung auf Hochflur ist meiner Meinung nach problematisch. Dazu müssten sämtliche Haltestellen umgebaut werden, was ich nicht für sinnvoll halte. Vor allem, da, damit die Strecke(n) sich rechnet, wahrscheinlich die Zahl der Haltestellen verringert werden müsste.
Die 2. Strecke zum Auerberg ist auch keine schlechte Idee, jedoch sollte sie niederflurig sein.
Insgesamt halte ich es nicht für sinnvoll, dem Niederflur den Kampf anzusagen und jetzt plötzlich alles hochflurig umzubauen. Natürlich ist ein zweigeteilter Betrieb auch nicht schön, aber sowohl Niederflur wie Hochflur haben ihre Vorteile, und eines der beiden Systeme einfach komplett abzusägen und zu ersetzen, verbessert nicht wirklich viel für sehr viel Geld.
Nebenbei bemerkt (gilt v. a. für den Ast nach Dottendorf): Wie das Beispiel Offenbach bewiesen hat, ist eine oberirdische Tram auch für den Einzelhandel gut und die Feinerschließung ist durch die häufigeren Halte besser. Eine Straßenbahn kann nicht durch eine U-Bahn deckungsgleich ersetzt werden.
In Bonn ist das Stadtbahnnetz schon relativ weit ausgebaut (bis auf 6km Straßenbahn auf straßenbündigem Bahnkörper!). Langfristig ist das Vorhalten von zwei Systemen schon teuer und unzweckmäßig (verschiedene Haltestellen, Fahrzeuge, Betriebshöfe). Hochflur ist das einzige ganz barrierefreie System und die Fahrzeuge bieten mehr Platz. Stadtbahn und U-Bahn sind auch unterschiedliche Dinge. Ein besonderer/unabhängiger Bahnkörper ist an manchen Stellen, gerade in historisch engen Straßen einfach oberirdisch nicht möglich, bringt aber sehr viel. Die Linie 61 (16,5km/h) ist nur halb so schnell wie die anderen Stadtbahnlinien (31-38km/h). Den Vergleich mit Offenbach finde ich unpassend. Dort hat man einen S-Bahn-Tunnel errichtet. Ich bin auch nicht pauschal gegen eine oberirdische Tram, z.B. in Kassel ist sie in der breiten Königsstr. gut untergebracht.