Bochum: Nutzung der Kaltehardtstrecke bis Eschweg

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Beschreibung des Vorschlags

Es ist sehr dumm von Bogestra den bestehenden Ast der Kaltehardtstrecke einfach ungenutzt zu lassen nur weil die Straßenbahn nach Witten Heven über Langendreher führt. Jede zweite 302 endet in Laer Mitte stattdessen könnte man sie bis Eschweg fahren lassen also das Stück ohne die für manche Straßenbahnen zu enge Kurve

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8 Kommentare zu “Bochum: Nutzung der Kaltehardtstrecke bis Eschweg

    1. Trotzdem sollte man dieses Stück bestehende Infrastruktur nicht ungenutzt lassen bzw zumindest den Teil nicht der mit modernen Fahrzeugen befahrbar ist.

      Am sinnvollsten wäre es das kurze Stück zwischen Eschweg und der Neubaustrecke an der Hauptstraße ebenfalls zu trassieren und eine durchgehende Alternativstrecke zu haben.

  1. „Sehr dumm von (der) Bogestra“ ist das leider nicht, sondern hinterlistig berechnend! Anstatt die Bestandsstrecke auf eigene Kosten zu sanieren, lässt sich das Unternehmen eine neue Strecke zu 70 (?), 85 (?), 90 (?) Prozent fördern und behauptet nun, dass sich die Alttrasse nicht mehr lohne.

    Es ist wirklich sehr schade, dass in Zeiten von Klimawandel und freitäglichen Protestmärschen eine Schienenstrecke zugunsten von Buslinien stillgelegt wird, zudem zugunsten von Diesel-Buslinien (!).

    Aber: Jede zweite 302, wie im Vorschlag genannt, müsste zwischen (H) Laer-Mitte und (H) Unterstraße eine doch arg lange Zwischenstrecke zurücklegen, welche bereits mehr als ausreichend versorgt ist (2 Fahrten der 305, 2 Fahrten der 310 und 4 Fahrten der 302 macht 8 Fahrten pro Stunde und Richtung).

    Meiner Meinung nach könnte man jedoch eine Linie von der Altstrecke an die Neustrecke Richtung Langendreer (S) anbinden. Wenn ich mich nicht arg irre, soll sowieso irgendwann je eine Weiche von den Richtungsgleisen der neuen Strecke in das dann nur noch als Stumpfgleis fungierende Schienenstück in der Universitätsstr. führen. (Das Schienenstück wurde bis (H) Im Ümminger Feld vor kurzem erneuert, soll somit als Stumpfgleis für besondere Situationen vorgehalten werden.)

    Mit einer Nutzung der Altstrecke von Langendreer (S) aus (Hauptstr. – Unterstr. – Universitätsstr. – Baroper Str.) und zurück würde man die Verkehrsströme meiner Meinung nach optimaler und Kilometer-zu-Nutzen-mäßig „günstiger“ abbilden: Schülerverkehre, kleinere lokale Einkaufsverkehre, Stadtteilbesuche, … Eine Direktverbindung vom Kern Langendreers in seinen Randbereich!

    Es gäbe somit für die Altstrecke zwar weiterhin keine Direktverbindung mehr in die Bochumer Innenstadt. Doch könnte das „Weniger an Fahrgästen“, das nach Bochum-Zentrum will, an einem Mittelbahnsteig der Neubaustrecke relativ bequem umsteigen. Auch ein Umstieg am Langendreer Bahnhof in die zügigere S-Bahn wäre denkbar.

    Man bedenke, dass ja auch das jetzige Busnetz keine schnellen Direktverbindungen in die Bochumer Innenstadt für die Fahrgäste der Altstreckenumgebung vorsieht. Demnach: Zwei Fliegen, eine Klappe.

    Vorschlag: Vorerst schwachen Takt dafür einführen (30-, 45-, 60-, 90- oder 120-Minuten-Takt – alles ist besser als eine Stilllegung!), um die Altstrecke bis zu einer Sanierung in ferner Zukunft zu schonen und so lange wie möglich weiterzunutzen. Die Fahrgäste können dann mit ihren Füßen abstimmen, ob sie die Schienenstrecke bevorzugen oder die angebotenen Buslinien. (Vielleicht mit den alten M6S-Fahrzeugen fahren, um die Kosten weiter zu reduzieren?)

    Vorschlag 2: Zudem könnte man die Weiche in der Straße Am Honnengraben festschweißen, um auch diese Weiche nicht teuer auswechseln zu müssen. Ein Holzpodest auf einem alten Radsatz, den man auf dem nicht mehr nutzbaren Gleis verkeilt, könnte optional die möglicherweise obligatorische Barrierefreiheit relativ kostengünstig ermöglichen.

    Und Vorschlag 3: Ansonsten bleibt ja noch eine Möglichkeit einer Linienverkürzung bis (H) Urbanusstraße, (H) Kaltehardt oder (H) Im Ümminger Feld – je nach Zustand der alten Schienen.

    1. Meines Wissens wäre es hier zu Problemen beim Einsatz gewisser (niederfluriger) Fahrzeugtypen gekommen (meines Wissens konnten nur die alten sechsachsigen Hochflurzüge eingesetzt werden) weshalb sich eine Neutrassierung nicht vermeiden liess. Eine Einstellung ist daher logisch, sinnvoll und wünschenswert, um allen Fahrgästen einen zeitgemässen Fahrkomfort anbieten zu können und gleichzeitig alte Fahrzeugtypen, welche nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind (Stichwort Wartungskosten) somit ausmustern zu können. Eine Förderungsquote von 90% kommt mir übrigens recht hoch vor.

      1. Enthusiasten in einem Straßenbahnforum vermuten, dass der Abschnitt zwischen (H) Am Honnengraben und (H) Papenholz und/oder die Weiche am Beginn der Straße Am Honnengraben die kritische Stelle sind, die die Verwendung der „modernen“ Niederflurbahnen verhindert.

        Der Abschnitt zwischen (H) Urbanusstraße und (H) Unterstraße ist eigentlich nicht viel anders aufgebaut, als andere Streckenabschnitte im Bogestra-Gebiet auch. Daran dürfte es nicht liegen.

        Fakt ist jedenfalls, dass die Infrastruktur auf dem stillzulegenden Abschnitt sehr alt ist und in den letzten Jahren auf Verschleiß gefahren wird.

        Bei der nun einmal regelmäßig alle paar Jahrzehnte erforderlichen Erneuerung hätte man neue Gleise und Elemente selbstverständlich an die zukünftig zu nutzenden Fahrzeuge angepasst – das passiert auch anderswo. Bis dahin fahren die „alten“ Fahrzeuge.

        Die Bogestra wählt jetzt den Weg eines geförderten Neubaus einer Parallelstrecke. Man verstehe mich nicht falsch: Es ist auch gut, dass der Langendreer Kern nun angebunden ist. Gerade die kurze Stichstrecke zum Bahnhof Langendreer (S) ebnet den Weg für eine mögliche Verlängerung gen Castrop-Rauxel.

        Doch viele Leute, ich eingeschlossen, kritisieren die Stilllegung der alten Strecke – wie ich finde, auch zurecht. Wenn man sich „richtige“ Straßenbahnstädte ansieht, dann haben jene viele Abzweige und auch kleine Streckenabschnitte. Straßenbahnlinien fahren kreuz und quer durchs Stadtgebiet. Bochum, Gelsenkirchen und Witten sind da schon sehr einzelstreckenfixiert. Es gibt quasi nur den Abstecher nach Dahlhausen (und nun den zum Bahnhof Langendreer), ansonsten folgt alles jeweils einer Stammstrecke ohne jegliche Abzweige.

        Auch die mögliche Flexibilität im Störungsfall, bei Baustellen oder bei Veranstaltungen Sonderlinien zu fahren, ist gold wert. Doch die Bogestra fährt seit je her bei jeder Kleinigkeit lieber Schienenersatzverkehr mit Bussen, als die Straßenbahnfahrzeuge flexibel einzusetzen (Ausnahme: Fußballveranstaltungen in den Stadien).

        Zum Thema Förderung: Es gibt tatsächlich Förderungen bis 90 Prozent. Wie hoch die Förderung bei der Langendreer Neubaustrecke genau liegt, weiß ich jetzt nicht mehr im Kopf. Ich glaube sie ist niedriger, weil es teilweise eine Reaktivierung ist oder wegen der alten Parallelstrecke.

        Doch Fakt ist, die Bogestra hätte nach derzeitiger Gesetzeslage für die Sanierung der Altstrecke keine direkte Förderung erhalten. Ein paar Prozent von der EU wären wohl für Städte- oder Quartiersbau drin gewesen. Es ist schade, dass Städte noch immer bei vorhandenen Strecken und Tunneln im Regen gelassen werden.

        Doch rechtfertigt das eine Stilllegung und Neuerschließung des Gebiets mit Diesel-Stinkern? Ich sage: Nein!

        1. Gut, so genaue Ortskenntnis habe ich dann nicht, dass ich die kritischen Abschnitte auf Bereiche zwischen Haltestellen eingrenzen kann.

          Dem Wunsch, dass man wieder mehr an Netze und weniger an Stammstrecken denkt kann ich als ehemaliger Linzer (OÖ) nur zustimmen. Ich kann aber auch die Bogestra verstehen, dass sie die für sie wirtschaftlichste Form einer Streckensanierung wählt, nämlich den Neubau.

          Allgemein, aus Interesse: Wie hoch ist das Fahrgastpotential aus Witten nach Bochum denn? Könnte man hier in 1-2 Jahren einen Neubau samt Förderungen damit begründen?

          Deine Abneigung gegen Diesel kann ich nicht wirklich verstehen, ist es doch eine deutlich flexiblere Lösung als hier wieder mit teuren Supercaps zu kommen – und CNG ist nunmal nicht so weit verbreitet, teurer und schränkt die Hersteller unnötig ein.

          EDIT: okay, hab gerade gemerkt dass es da schon was gibt was noch in der ÖPNVkarte einzutragen ist.

    2. Das Problem für die neuen Fahrzeuge dürfte aber eher die Kurve über die Brücke nach „Am Honnegraben“ sein bis da hin könnte man die Streck trotz Neubau nutzen.

      Man könnte die Strecke einfach bis kurz vor der Brücke nutzen wo auch die Bushaltestelle „Eschweg“ ist und wer zu alten Haltestelle „Am Honnegraben“ will läuft eben über die Brücke.

      Eine Anbindung an den S-Bahnhof Langendreher wäre auch eine Lösung sofern man die Weiche an der Unterstraße eh dafür umbauen möchte meine Idee der Anbindung an die Bochumer Innenstadt hatte eher den Hintergrund aus Kostengründen nichts neu bauen zu müssen.

      Wichtig wäre auf jeden Fall, dass man die Möglichkeit für eine spätere Nutzung offen hält indem man die bestehende Infrastruktur wenigstens nicht vernichtet denn das wäre wirklich sehr dumm.

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