Beschreibung des Vorschlags
Derzeit fährt die Linie 66 noch ein Stückchen auf der Sankt Augustiner Straße mit dem Individualverkehr. Dadurch wird die 66 relativ stark ausgebremst und ist auch vom Individualverkehr abhängig (Unfälle, Stau).
Hierzu gab es von mir schon einmal einen Vorschlag, jedoch mit deutlich längerem Tunnel und nicht kreuzungsfreier Ausfädelung für eine zukünftige Strecke nach Niederkassel.
Deswegen hier eine weit überarbeitete Version des Tunnels:
1. Der Gleiswechsel am Konrad-Adenauer-Platz bleibt an seiner jetzigen Position und die beiden Gleise gehen vor der Kreuzung mit der Combahnstraße in den Tunnel. Hierzu müsste die Linksabbiegerspur in die Rathausstraße ein wenig zum Konrad-Adenauer-Platz hin verlegt werden, um der Rampe den nötigen Platz zu bieten.
2. Nachdem der Tunnel der St. Augustiner Straße weiter folgt beginnt auf Höhe der Einmündung der Kaiser-Konrad-Straße die Ausfädelung für die Linie nach Niederkassel. Während die Strecke nach Niederkassel der St. Augustiner Straße folgt, begeben sich die Gleise der Linie 66 eine Ebene tiefer.
3. Dies ist auf der Höhe des Bröltalbahnweg erreicht (die derzeitige Unterführung muss unter beide Strecken gelegt werden). Dort beginnen auch die Bahnsteige für die zukünftige Haltestelle „Niederkasseler Straße“. Die Bahnsteige der Strecke nach Niederkassel befinden sich an der Seite, die der Linie 66 in der Mitte. Dadurch überlagern sich beide Bahnsteige, wodurch dort Verbindungen hergestellt werden können.
4. Die Gleise nach Niederkassel laufen dann in einen Linksbogen zur Niederkasseler Straße. Dadurch entstehen die zwei Kurvenbahnsteige und rechts neben dem Bahnsteig in Richtung Niederkassel entsteht unter der Autokreuzung eine Verteilerebene. Die Gleise der Linie 66 verschwenken wieder zueinander, sodass am Ende ein gemeinsames Stück Mittelbahnsteig entsteht, an dem auch der Aufgang zur Verteilerebene ist. Die Gleise der 66 begeben sich dann wieder zur Oberfläche und weiter Richtung Siegburg.
Die Ausgänge:
1. Auf der Verteilerebene gibt es drei Ausgänge: einen in Richtung Frankenweg, einen zum Hochhaus hin und einen zum Zugangsweg vom Bröltalweg. Diese könnten zudem die Fußgängerampeln auf der Kreuzung ersetzen.
2. Vom Bröltalbahnweg selbst gelangt man auch über Aufgänge die vier Bahnsteige (der Bröltalbahnweg muss ja unter die Gleise gelegt werden, daher hier Aufgänge)
3. Vom Bahnsteig der Gleise von Oberkassel befindet sich am nördlichen Ende auch ein Ausgang vor das (derzeit entstehende) Wohngebäude. Dieser Ausgang wird zusätzlich durch eine kurze Unterführung unter den Gleisen nach Niederkassel zur Verteilerebene erreicht.
Somit wären die Untertunnelung der Sankt Augustiner Straße und die Ausfädelung sowie eine besser erschließende Haltestelle gebaut, die auch in Zukunft noch gut zu nutzen sind.
Bauverfahren:
Dadurch, dass der Tunnel nicht weit unter der Oberfläche verläuft kann hier auch eine offene Bauweise verwendet werden. Nur für den Abschnitt der Linie 66 in der tieferen Etage wäre wohl ein Tunnelbohrer hilfreich.

Die Idee ist gut. Eine unterirdische Haltestelle mit Tunnel ist zwar teuer, aber das hätte schon einen Nutzen. So eine zweigeteilte Haltestelle wäre aber deutlich zu aufwendig, ich würde die Haltestelle vor dem (möglichen) Abzweig bauen, das wäre deutlich einfacher, wie z.B. die Haltestelle Olof-Palme-Allee.
Ich war mir da auch etwas unsicher, da dann zwei Probleme unweigerlich folgen:
1. Die Haltestelle würde ein großes Stückchen zum Konrad-Adenauer-Platz hinrutschen, und dann wäre noch die Frage, inwieweit sie dann noch von großem Nutzen wäre, wenn sie sich zu weit von der Kreuzung entfernt.
2. Es ist halt auch Auslegungssache, wie die Linie nach Niederkassel (bzw. weiter nach Köln) realisiert wird. Denn wäre es eine Hochflurlinie, wie die 66, und ich würde sofort deinem Vorschlag zustimmen. Dennoch wollen viel eine durchgehende Linie 7 aus Köln und damit ja Niederflur. Durch die unterschiedlichen Einstiegshöhen wäre der Bahnsteig deutlich länger (wenn man schon ne neue Station baut, muss sie nicht für die 66 niederflurig sein, man hat es ja schon jahrelang umgebaut). Dadurch wäre die Station ja weniger hilfreich, da sie schon wieder fast an den Konrad-Adenauer-Platz angrenzt.
Zusammenfassend wären getrennte Bahnsteige schon sinnvoll, um an der Länge zu sparen. Was vielleicht gehen würde: Beide Linien treffen nebeneinander (auf selber Höhe) zusammen und halten jeweils an den zwei Mittelbahnsteigen. Nach dem Halt erfolgt auf Höhe meiner gezeichneten Einfädlung eine kurze Unterquerung des Gleises nach Niederkassel und kurz darauf die Einfädelung.
Naja, die Kreuzung ist ja nicht so dünn besiedelt, da hat eine Haltestelle 100m weiter in Beuel-Mitte mehr Fahrgastpotenzial und liegt immer noch weit genug entfernt zum Konrad-Adenauer-Platz. Hier habe ich das übrigens oberirdisch gelöst.
Langfristig wird man im Stadtbahnnetz bei Hochflur bleiben und in Bonn kann man mit ein wenig Aufwand alle Strecken auf Stadtbahn umstellen.
Ich persönlich würde es bevorzugen, wenn die Straße nach unten wechseln würde und nicht die Stadtbahn. Überlegt doch mal: Unterirdische Haltestellen sehen nicht so hübsch aus und oberirdische Kreuzungen auch nicht. Wenn wir das aber tauschen, haben wir oben eine Haltestelle, an der das Warten Dank vielem Grün drumherum deutlich angenehmer sein dürfte als im düsteren Betontunnel. Außerdem wird eine hässliche Lärmquelle im Viertel entfernt und die Umgebung wird lebenswerter. Auch steigen Menschen eher auf den ÖPNV um, wenn er präsenter ist als die Straße.Auch die Radfahrer auf der ehem. Brohltalbahn dürften sich sehr freuen und mehr werden. Für die Rampen für die Straßenabsenkungen ist dabei genug Platz: Man kann schon an der Combahn-, der Clemens- und der Friedrich-Breuer-Straße beginnen, die Straßen in den Untergrund zu führen; die Anschlüsse an die Straßen dazwischen sind entbehrlich.
Das wäre auch eine interessante Idee. Ich fürchte allerdings, dass es problematisch wäre eine solche Straßenkreuzung in einen Tunnel zu verlegen. Normalerweise verlaufen Straßentunnels kreuzungsfrei. Gibt es für eine solche Kreuzung im Tunnel ein Vorbild? Mir fällt keins ein.
In Tromsø, Norwegen gibts da sogar mit unterirdischen Kreisverkehren.
Der sogennante Altstadtkreisel von Wernigerode – hier hat man sich ebenfalls entschieden, die Bahn oben zu lassen und die Straßen nach unten zu verlegen. Aus der Tunnelkreuzung geht es auch nach allen vier Richtungen direkt wieder nach oben.
Der Aufwand wäre wohl zu groß. da kann man die Straße eher auf eine Spur zurückbauen, was allerdings zugegebenermaßen einen großen Engpass schaffen würde. Daher schlage ich diese Variante vor. Bei Millionen Straßen würde so ein kleiner Straßentunnel kein grundlegendes Problem lösen. Bei neuangelegten Stadtteilen wie z.B. in Freiburg-Vauban kann man über eine veränderte Raumgestaltung nachdenken.
Hä, ich will das Problem doch gar nicht grundlegend lösen, sondern erstmal nur an dieser Stelle. Ich meine nur: Sofern die aktuelle Situation geändert werden muss, dann lieber zugunsten der Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV-Nutzer und Anwohner.
Grundsätzlich finde ich die Idee, die Stadtbahn eine Etage tiefer in den Untergrund zu verlegen gut. Dennoch gibt es mehrere Argumente die dagegensprechen. Zum einen sind Tunnel immer relativ teuer, zum anderen werden dadurch die Wege zur Haltestelle länger, da die Passagiere zunächst Treppen hinunter laufen müssen. Dazu kommt die Wartung der Tunnelanlagen. Das selbe gilt auch für den von Thorben B. vorgeschlagenen Straßentunnel.
Eine Alternative die mir in den Sinn kam war die, die B56 in zwei Einbahnstraßen umzuwandeln und die Straße von Bonn aus kommend in Richtung St. Augustin über die Combahnstraße und Herbert-Rabius-Straße zu führen. In die andere Richtung bleibt die Straßenführung gleich. Dadurch wird Platz geschaffen für einen separaten Bahnkörper, einen Bahnsteig und gleichzeitig wird der Lärm entlang der bisherigen B56 etwas reduziert. Der einzige Nachteil an dieser Variante ist der, dass die Anwohner der Combahnstraße und Herbert-Rabius-Straße etwas mehr Lärm ertragen müssen. Ansonsten dürfte es auch die günstigste Variante sein.
So sähe das ganze auf Google Maps aus.
Sieht sehr schön aus. Für Autofahrer wäre die neue Verkehrsführung aber nicht ganz so optimal. Was hältst du von dieser Variante?
Deine Variante ist grundsätzlich nicht schlecht und für alle Autofahrer sicherlich die beste Lösung ohne Tunnel, die Frage ist nur ob die Anwohner der 5 abzureißenden Häuser so einfach da raus zu bekommen sind. Ansonsten wäre das eine gute Lösung, zumal die Häuser dort eh nicht zu den schönsten gehören. Man könnte, wenn man schonmal dabei ist, auch das gesamte Dreieck einreißen und einen neuen Platz bzw. Park schaffen, ähnlich wie es am Konrad Adenauer Platz gemacht wurde.