BM/DN/AC: Revierbahn West

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Beschreibung des Vorschlags

Die bestehende Regionalbahnlinie RB38 (Düsseldorf – Neuss – Bedburg) soll künftig im T30 als S-Bahn S36X verkehren. Im Juli 2025 wurde eine Untersuchung der Verlängerung der Revierbahn West bis Aachen in Auftrag gegeben. Ich schlage vor, die Bahnstrecke über die bestehenden Trassen zu reaktivieren und zwar bis Alsdorf-Annapark.

Die Strecke folgt den folgenden Relationen:

  • 2582 Bedburg – Ameln (volle Streckenlänge)
  • 2571 Hochneukirch – Stolberg (zwischen Ameln und Jülich)
  • 9241 Jülich-Nord – Puffendorf (zwischen Jülich und Kirchberg)
  • 2555 Jülich – Aachen Nord (zwischen Kirchberg und Mariagrube)
    • zwischen Aldenhoven und Schleiden Neutrassierung via Niedermerz
  • 2570 Herzogenrath – Stolberg (zwischen Mariagrupe und Alsdorf-Annapark)

Dadurch können bestehende Bahndämme und Schneisen wiederverwendet werden.

Im Gegensatz zu direkten Verbindungen via Titz-Rödingen sind die Baukosten also geringer und die Strecke kann schneller in Betrieb gehen, das geht allerdings auch zu Lasten der Fahrtzeiten.

Mit dieser Trassierungsvariante wird vor allem der ländliche Bereich besser erschlossen (Titz-Ameln, Kirchherten/Grottenherten) während die Ballungszentren (Titz [Hauptort] und Titz-Rödingen) nicht angefahren werden. Hier ist jedoch auch auf das Schnellbusnetz (z. B. Linie SB70) hinzuweisen, wodurch dieser Mangel wieder kompensiert wird.

Während die Linie zwischen Bedburg und Jülich also eher eine Flächenerschließung des ländlichen Raumes bietet, verkehrt sie ab Welldorf-Güsten ganz klassisch im Vorstadtbetrieb wie eine S-Bahn und bietet die Wohngebiete in Aldenhoven und Alsdorf-Hoengen optimal an.

Die verlängerte Linie verkehrt dann im 30-Minuten-Takt von Düsseldorf über Neuss, Grevenbroich, Bedburg und Jülich bis Alsdorf.

  • In Jülich besteht Umsteigemöglichkeit in Richtung Hückelhoven-Baal und Düren. (Linie RB21)
  • In Aldenhoven-Neu-Pattern besteht Umsteigemöglichkeit nach Eschweiler (Linie 6)
  • In Alsdorf-Kellersberg besteht Umsteigemöglichkeit nach Stolberg-Breinig (Linie RB20)
  • In Alsdorf-Annapark besteht Umsteigemöglichkeit nach Aachen (Regiotram sowie Linie RB20) und nach Übach-Palenberg (Linie 433)

Die Linie SB35 fährt eine Schleife über Stetternich, bevor das Forschungszentrum (FZJ) angefahren wird, um Niederzier und das FZJ besser anzubinden.

Die Linie 281 aus Richtung Ederen/Freialdenhoven fährt über den Bahnhof Aldenhoven-Neu-Pattern. Die Umsteigemöglichkeit zur 90 in Richtung Siersdorf wird an der Haltestelle Aldenhoven-Friedhof und zur 220 Richtung Aachen wird an der Haltestelle Aldenhoven Neu-Pattern Bahnhof (statt wie bisher Aldenhoven-Markt) gewährleistet. Die Haltestelle Blumenstraße wird dann aus Fahrtzeitgründen (Anschlusssicherung sonst nicht möglich) nur von der 220 bedient, nicht von der 281.

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11 Kommentare zu “BM/DN/AC: Revierbahn West

  1. 1. Was ist die richtige Kategorie für eine neue Bahnstrecke?
    2. Zu einer NBS auf diesem Korridor gibt es bereits zahlreiche Vorschläge. Was unterscheidet deinen Vorschlag von den bestehenden und warum ist deine Lösung besser als die anderen?
    Doppelte Vorschläge nutzen schließlich niemandem was.

  2. Bei Bedburg (Erft)-Kirdorf soll anscheinend eine Reihe Häuser einmal gedreht werden, nachdem im ehemaligen (rückseitigen) Garten nun eine neue Straße entstanden ist? Ich bezweifele dass die Eigentümer das so machen lassen…

    1. Die Grundstücke an der Straße Im Embegrund würden nur von der anderen Seite erschlossen werden. Klar hätte das Umbauarbeiten zur Folge, aber hier müssen die Häuser nicht „gedreht“ werden, sondern lediglich die Haustür sowie Einfahrten und Gärten auf die jeweils andere Seite verlegt werden. Dafür würden die Anwohnenden eine finanzielle Entschädigung bekommen. Das wäre deutlich günstiger als eine Tunnellösung.

      1. Innerlich müsste an diesen Häusern sehr viel „gedreht“ werden. Wenn ich dort Anwohner wäre würde ich ziemlich sicher gegen die Bahnstrecke klagen, insbesondere weil man die Strecke komplett ohne Tunnel einfach um den Ort herum legen kann? Der Ort ist klein genug um auch durch einen Bahnhof auf der Südseite komplett erschlossen zu werden.

  3. Zwischen Alsdorf-Kellersberg und Jülich bin ich mit Deiner Streckenführung völlig einverstanden.

    Als Alternative könnte ich mir höchstens zwischen Alsdorf-Mariagrube und Aldenhofen eine nordwestlichere Trasse über Siersdorf vorstellen. Die würde insbesondere dann interessant, wenn die im Zielnetz 2040 aufgeführte Verlängerung von der RB20 von Siersdorf nach Baesweiler nicht kommt (z.B. weil die Regiotram Aachen-Würselen-Alsdorf-Baesweiler gebaut wird.)

    Zwischen Jülich und Bedburg gefällt mir Deine Strecke dagegen nicht. Sie ist zu umwegig mit engen Kurven und erschließt nur kleinere Dörfer.

    Dinge, die man dort bei der Trassenplanung berücksichtigen sollte:

    • in Bedburg muss man über die Trasse der ehemaligen Strecke Neuss-Düren aus dem Ort raus. Erst am südlichen Ortsausgang bei der Kreuzung mit der Fernbandtrasse kann man nach Westen verschwenken. Die von Dir vorgeschlagene ehemalige Bahnstrecke Richtung Kirchtroisdorf  ist – wie Jan_Lukas schon feststellte – überbaut.
    • der mit Abstand größte Ort zwischen Bedburg und Jülich ist Elsdorf an der ehemaligen Strecke Neuss-Düren. Diese Trasse quer durch Elsdorf scheint nicht überbaut zu sein. Größtes Hindernis für eine Reaktivierung ist wahrscheinlich die Kreuzung mit der Köln-Aachener-Straße am ehemaligen Bahnhof Elsdorf. Zudem scheinen weiter südlich zwei kleinere Bauten der Zuckerfabrik auf der  ehemaligen Trasse zu stehen, aber drumrum (insbesondere nordwestlich) ist genug Platz für die Strecke. Am Ortsende von Elsdorf endet dann aber auch die ehemalige Trasse in einem großen Loch.
    • auf der Luftlinie zwischen Bedburg und Jülich überragt die Sophienhöhe, ein künstlicher Berg die Landschaft um gut 200m. Man muss sie also nördlich oder südlich umkurven. Eine südliche Trasse zu planen ist aktuell schwierig, weil es die Landschaft noch nicht gibt. Allerdings gibt es vermutlich noch die Option die zukünftige Landschaft an die Bedürfnisse der neuen Eisenbahnstrecke anzupassen. Außerdem könnte ein Halt südlich der Sophienhöhe als Zugang zum geplanten See touristisch interessant sein.
    • die Ausfahrt aus Jülich ist wahrscheinlich – wie in diesem Vorschlag – Richtung Norden über die ehemalige Strecke nach Rheydt am einfachsten. Diese biegt kurz vor der Sophienhöhe nach Norden ab. Wenn man die Sophienhöhe südlich umfahren will, kann man  dieser Trasse bis nördlich Setterich folgen und dann nach Süden entlang der L264 abbiegen.
      Eine weitere Alternative ist die vorhandene Strecke nach Düren zu nutzen und dann bei Jülich-Selgersdorf nach Osten abzuzweigen um zwischen Hambach und Niederzier auf den Tagebau und Elsdorf zuzusteuern. In Jülich müsste man dann Kopf machen.

    Damit ergeben sich aus meiner Sicht für Bedburg-Jülich fünf verschiedene Grobvarianten (von Nord nach Süd):

    • von Bedburg aus entlang der Fernbandtrasse bis zur B55. Dieser folgen bis man südlich von Welldorf auf die ehemalige Eisenbahntrasse nach Jülich stößt, die auch in diesem Vorschlag vorgesehen ist.
      Man könnte Haltepunkte Niederembt, Oberembt, Höllen-Rödingen und Welldorf-Güsten einrichten. Aber das sind alles kleine Dörfer und die Haltepunkte lägen bei einer Führung entlang der B55 deutlich südlich der Bebauung im Niemandsland. Die B55 hält deutlichen Abstand zu den Dörfern. Ob sich das lohnt?
      Alternativ könnte man auch über eine Trasse weiter nördlich entlang der südlichen Dorfränder nachdenken. Gut erschließen würde man die Orte damit aber nicht. Im Gegenzug wäre der Landschaftsverbrauch deutlich höher.
    • von Bedburg entlang der alten Bahn nach Düren bis an den Rand von Elsdorf. Dort Richtung Norden abbiegen und bei Neu-Etzweiler einen Haltepunkt einrichten. Dann entlang der B55. Ab der Kreuzung mit der L277 wie in der nördlichen Variante.
    • ab Bedburg der alten Strecke nach Düren durch Elsdorf folgen. Dort ein Haltepunkt am ehemaligen Bahnhof (und evtl. ein zweiter im Norden von Elsdorf).  Hinter der Zuckerfabrik dann nach Norden abbiegen, am Rand des Tagebaus lang Richtung Oberembt bis man auf die B55 trifft, Dann weiter wie in der nördlichen Variante
    • wie in der vorigen Variante die Bahnstrecke Bedburg-Elsdorf reaktivieren und dann hinter Elsdorf durch das heutige Tagebaugebiet südlich der Sophienhöhe auf die Lücke zwischen Hambach und Niederzier zu. Westlich des Tagebaus entlang der L264 bis nördlich Setterich. Dort auf die alte Bahntrasse nach Jülich einbiegen. Ein Haltepunkt wäre in Hambach in der Nähe des Sportplatzes möglich.
    • wie im vorherigen Vorschlag von Bedburg durch Elsdorf und das Tagebaugebiet nach Niederzier + Hambach. Dort aber nicht zur L264 nach Norden abbiegen sondern weiter nach Westen. Im Niemandsland zwischen den beiden Orten liegt dann der Haltepunkt Niederzier-Hambach. Schließlich schwenkt man vor Jülich Selgersdorf auf die Bestandsstrecke von Düren ein.
    1. Zwischen Jülich und Baesweiler wäre eine Strecke über Koslar möglich. Allerdings wurde das Viadukt an der Kirchgracht in Barmen im Jahr 2017 abgerissen, müsste dann neu errichtet werden.

      1. Zwischen Jülich und Baesweiler wäre eine Strecke über Koslar möglich.

        Jülich – Baesweiler ginge wohl auch auf direktem Wege schon am Bedarf vorbei. Wenn Du dann noch die alte, umwegige und kurvenreiche Strecke der Jülicher Kreisbahn über Koslar, Barmen, Ederen und Puffendorf reaktivieren willst, bist du endgültig nicht mehr konkurrenzfühig. Die Orte an der Strecke sind deutlich kleiner und in Puffendorf fehlt Dir der Anschluss nach Baesweiler, weil die Geilenkirchener Kreisbahn dort kompltt überbaut wurde.

        Meine Anmerkung im ersten Absatz bezog sich auf die geplante Strecke Aachen-Jülich und dort auf den Abschnitt Alsdorf-Aldenhoven.  Statt der alten Trasse über Hoengen und und Schleiden zu folgen (wie Du das planst), könnte man auch die Strecke Alsdorf-Sierdorf, die gerade reaktiviert wird, nach Aldenhoven (und weiter nach Jülich) verlängern. Ist dann auch betrieblich einfacher, weil die Bahn von Siersdorf im Zielnetz 2040 schon eine Fahrplantrasse bis Aachen hat. Eine weitere Linie von (Jülich-)Aldenhoven über Schleiden und Hoegen bekommst Du auf der Strecke nach Aachen wohl nicht mehr unter. Man müsste dann flügeln.

      1. Unabhängig von der Einwohnerzahl böte die Strecke über Rödingen und Elsdorf  auch eine gute Anbindung an das zukünftige Naherholungsgebiet Sophienhöhe/Hambacher See. Ist natürlich Zukunftsmusik so wie sie Bahntrasse auch aber wenn schon Zukunft dann richtig.

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