Beschreibung des Vorschlags
Ich hatte vor zwei Jahren schonmal einen ähnlichen Vorschlag gemacht, aber mit Blick auf die Entwicklungen seitdem und insbesondere den in Abstimmung befindlichen Nahverkehrsplan, möchte ich diesen einmal überarbeiten. Dabei geht es zum einen um den Lückenschluss von Linie 3 und Linie 4 durch Babenhausen statt durch das Dürerstraßen-Viertel und zum anderen um eine innenstadtnähere Führung durch Sieker und Bielefeld Ost.
Verlauf:
Von der Station Sieker mit dem Betriebshof geht es nach Norden durch die Otto-Brenner-Straße. Wo diese heute die Linie 4 überquert, wird die Straße abgesenkt, sodass es bloß noch einen Bahnübergang gibt und meine Linie hier in die Seitenlage ausfädeln kann. Das hat den Vorteil, das Einsetzer-Fahrten direkt aus Sieker möglich werden, mit denen ab Sieker Mitte Richtung Innenstadt ein 5-Minutentakt geschaffen wird. Vor der Einfädelung entsteht ein Haltepunkt „Luther-Kirche“ an dem zur 4 umgestiegen werden kann.
Mit einem kurzen Knick durch die Oldentruper Straße, geht es weiter auf der Otto-Brenner-Straße zum Ostmarkt. Dort befindet sich zur Zeit noch ein Bahnübergang der Begatalbahn. Diese soll aber mittelfristig elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut werden, wodurch m.E. der Ersatz des Bahnüberganges mit einer Straßenunterführung sinnvoll wird, diese muss schon groß genug für die Stadtbahn sein.
An der Lohbreite biegt die Strecke auf die Heeper Straße ein, hier ist bis zur Realisierung bereits eine Stadtbahn Linie 5 entstanden die Heepen mit der Innenstadt verbindet. Meine Strecke teilt sich die Gleise mit der 5 bis zur Radrennbahn, dann biegt sie in die Ziegelstraße ein. Der folgt sie bis zur Herforder Straße, wo sie auf den Nord-Ast der Linie 2 trifft. Optimalerweise, möchte ich die Station Ziegelstraße auf die andere Seite des Knotenpunktes verlegen, sodass beide Strecken hier halten können. In jedem Fall wechselt die Strecke dann in Seitenlage, um an der Station Schüco zu halten. Von dort wird die B61 unterquert, die hier in ihrem tiefsten Punkt für ein kurzes Stück aufgeständert werden müsste. Im Notfall tut es aber auch ein Bahnübergang.
Es geht weiter übers Feld zum Halldorf und dann entlang der Talbrückenstraße und Westerfeldstraße (mit Umstieg zur 1 nach Vilsendorf am Knotenpunkt Apfelstraße). An der Kreuzung mit der Jöllenbecker Straße trifft die Strecke auf den in einem ersten Schritt gebauten Ringschluss von Linie 4 und 3 durch Babenhausen. Dieser ist bereits anvisiert, um eine Bebauung der Felder westlich von Babenhausen zu ermöglichen. Enden kann die Strecke in der Kehranlage zwischen den Stationen Universität und Wellensiek.
Takt und Nachfrageprognose:
Ich denke, dass man hier durchaus im zehn-Minutentakt fahren kann, viele der Teilstrecken (etwa Schildesche-Obersee-Baumheide, entlang der Ziegelstraße, entlang der Otto-Brenner-Straße) sind bereits mit einer größeren Zahl Busse befahren. Die Strecke profitiert von neuem Wohnungsbau in Babenhausen und östlich des Schildescher Viadukts.
Ich plane die Strecke zeitlich nach der Umsetzung diverser radialer Verlängerungen (Heepen, Jöllenbeck, Hillegossen, Vilsendorf) über den Innenstadtkern hinaus. Durch die begrenzten Kapazitäten in der Innenstadt braucht es dann auch tangentiale Verbindungen, die die Leute von einem der äußeren Stadtteile zum anderen bringen.
Der Nahverkehrsplan (Seite 121) weist die Nachfrage für eine ähnliche Strecke als größer aus, als die Nachfrage für verschiedene andere Strecken, die oft in der Diskussion sind (etwa nach Werther, nach Brake, nach Ummeln oder nach Quelle). Darüber hinaus gibt es erhebliche betriebliche Vorteile, dadurch, dass nun alle Strecken erreicht werden können, ohne, dass durch den (komplett vollen) Jahnplatz-Tunnel gefahren werden muss.

Teilweise ist die Trassierung bautechnisch sehr schwierig bzw. nicht möglich. Beispiel der Abschnitt zwischen Lutherkirche und Otto-Brenner-Straße.
Das mag sein, aber es wäre gut, wenn du eine solche Feststellung auch begründen würdest. Warum ist die Trassierung dort bautechnisch sehr schwierig bzw. nicht möglich?
Die Trassierung der Linie 4 zwischen Lutherkirche und Sieker Mitte unterquert die Otto-Brenner-Straße, weshalb ein Zulauf auf diese Trasse nicht möglich ist. Dazu gibt es auf Höhe der Meisenstraße einen Bahnübergang.
Hi, danke für den Hinweis, ich bin auf beide Stellen in meiner Begründung eingegangen.
Der Zulauf der Linie 4 auf die Otto-Brenner-Straße wäre hlaueb ich nicht möglich. Die Steigung wäre ziemlich hoch.
Ich sehe den Vorschlag auch nicht als sinvoll.
Die Strecke wäre nicht genug ausgelastet um wirtschaftlich rentabel zu sein. Die einzelnen Endpunkte der bestehenden Stadtbahnlinien sind ausreichend vernetzt um von jedem Punkt aus in viele Richtungen gut vernetzt zu sein.
Aufwand und Nutzen dieser Linie wären in keinem wirtschaftlichen Rahmen.
Das ist natürlich möglich, hängt aber denke ich stark von der zukünftigen Entwicklung ab, insbesondere davon, ob nördlich der Innenstadt tatsächlich soviel Wohnraum entsteht, wie aktuell avisiert. Außerdem ist die Strecke erst dann angedacht, wenn die vermutlich nachgefragteren Strecken (nach Jöllenbeck, Hillegossen, Heepen) bereits gebaut sind.
Eine frage. Soll es eine Hochflur oder Niederflur Linie werden?
Na Hochflur, deshalb auch die Symbolik als Stadtbahn. Da in Bielefeld auch Hochflurfahrzeuge eingesetzt werden ist das das auch nachvollziehbar, ein neuer Fahrzeugpark (Niederflur) für eine Linie wäre Unsinn
Das ist eine Hochflurstrecke, so wie sie aktuell beschrieben ist. Die Entscheidung gegen ein ergänzendes Niederflurnetz ist mit dem Bürgerentscheid 2014 gefallen.