Berlin: U6 Tegel – Humboldt-Klinikum

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Beschreibung des Vorschlags

In Berlin Tegel gibt es einen S-Bahnhof Tegel und einen U-Bahnhof Alt-Tegel, der Endpunkt der U6 ist. Beide liegen zwar nicht weit von einander, jedoch auch nicht am selben Punkt und man muss beim Umsteigen zwischen S-Bahn und U6 immer an einem Häuserblock vorbei. Deswegen möchte ich vorschlagen, die U6 zum S-Bahnhof Tegel umzuklappen, damit sie direkt in einem neuen U-Bahnhof Tegel unter dem S-Bahnhof hält.

Weil allein das unterirdische Umklappen viel Kohle kosten würde, möchte ich die U6 noch bis zum nahegelegenen Humboldt-Klinikum führen. So erhält das wichtige Krankenhaus Tegels einen Schienenanschluss.

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12 Kommentare zu “Berlin: U6 Tegel – Humboldt-Klinikum

  1. Tatsache ist, dass die Umsteigewege nicht gerade optimal sind. Die Frage ist allerdings auch, ob sie in dem Bereich das sein müssen. Betreffend einer Verlängerung zum Humboldt-Klinikum bin ich strikt dagegen (erst recht oberirdisch), da

    1. eine Krankenheilanstalt von Menschen mit Ruhebedürfnis benutzt wird. Da muss auch die U-Bahn Rücksicht nehmen
    2. durch die Stromschiene elektrische Störungen auftreten könnten, das Klinikum müsste hierfür extra geschützt werden
    3. dies ist erst recht bei Kliniken mit intensivmedizinischer Behandlung der Fall
    4. es eine Klinikum mit psychiatrischer Behandlungsmöglichkeiten (auch bei depressiven Störungen, das sollte Station vier sein) ist. Damit einhergeht eine im Vergleich zum Bestand höhere Pu-Wahrscheinlichkeit, welche die Betriebssicherheit gefährden würde
    5. Trotz 40’000/65’000 ambulanten Behandlungen pro Jahr sich solch eine Verbindung einfach nicht auszahlt. Man hätte pro Tag im Schnitt zusätzlich zu eventuell anfahrendem Personal ca. 219 Benutzer (ca. 109 pro Richtung).

    Daher mein Vorschlag: Lassen wir es einfach so wie es ist. So schlimm ists ja auch nicht und die Mehrkosten stehen auch nicht recht in einer Relation.

    1. Diese Argumente finde ich jetzt aber seltsam.

      zu 1: Das ehemalige Krankenhaus Oskar-Helene-Heim konnte jahrzehntelang neben der oberirdisch verlaufenden U-Bahn existieren.

      zu 2: Was sollen denn da für Störungen auftreten? Straßenbahnen fahren ja auch an Krankenhäusern vorbei. Erst vor kurzem ging die Strecke zum HBF in betrieb, die an der Charité vorbei führt. Das dürfte keine Probleme bereiten.

      zu 3: Straßenbahnen fahren auch an solchen Kliniken vorbei. Warum sollte das bei U-Bahnen nicht gehen?

      zu 4: Wenn jemand vor eine U-Bahn springen will, dann findet er auch eine. Dieses Argument finde ich schon sehr weit hergeholt.

      zu 5: Woher weißt du, wie viele der Behandelten mit der U-Bahn kämen? Außerdem sollte man nicht nur die Nutzung durch das Krankenhauspersonal nicht unterschätzen, sondern auch noch die zahlreichen besucher der Patienten berücksichtigen. Eine U-Bahn kann durchaus ein Krankenhaus als Endpunkt haben, wie z. B. in München, am Klinikum Großhadern.

      Mit diesen Einwänden will ich nun aber nicht ebenfalls die U-Bahn fordern, ich wollte nur meine Zweifel äußern. Prinzipiell halte ich jedoch nicht viel von dem Vorschlag, da auch unklar ist, was mit dem U-Bf. Alt-Tegel passieren soll, der das Zentrum von Tegel besser bedient.

      Von den Baukosten will ich gar nicht erst schreiben.

      1. 1. Das ist richtig.

        2. Dein Vergleich ist falsch. Die Charité liegt dann doch sehr weit weg von der Straßenbahntrasse. Soweit reichen die Felder nicht, dass dies eine Störung verursachen würde (gilt natürlich erst Recht, wenn meterweiese Erde und Beton dazwischen sind).

        5. Sehe ich anders als du. Die Arbeitnehmer dort arbeiten im 3 Schichtsystem. Sprich du hast 3 Stoßzeiten und keine konstante Auslastung. Ich bezweifle, dass dort so viele Menschen arbeiten, dass eine U-Bahn lohnt. Patienten wechseln nicht täglich zu Tausenden, sondern daas sind vlt. am Tag 100 oder 200. Ein paar Besucher on top und das wars. Eine Krankenhaus alleine rechtfertigt kein U-Bahnanschluss.

  2. Der seltsame Verlauf der nördlichen U6 ohne Anschluss an die S-Bahn hat übrigens einen – wenn auch nicht sonderlich guten – Grund.

    Gebaut wurde das noch zu Mauerzeiten, als die S-Bahn aus politischen Gründen – nach Besatzungsstatut auch im Westen von der ostdeutschen Reichsbahn betrieben – in Berlin-West absichtlich geschnitten und ignoriert wurde. Soll heißen, es wurde so getan als wäre sie nicht existent, da unerwünscht. Daher der U6-Verlauf, der die S-Bahn nicht ergänzen, sondern ersetzen und obsolet machen sollte. Die Strecke der U7 entlang der Siemensstadt hat z.b. einen ähnlichen Zweck.

          1. Die U6 nach Tegel wurde 1958 fertig, die Mauer kam 1961 und dann erst der S-Bahnboykott. Die U-Bahn wurde vor allem errichtet, weil der Abschnitt bis Rehberge schon vor dem Krieg in Bau war und weil man die Straßenbahn ersetzen wollte. So wurden mit dem Eröffnungstag der U6-Verlängerung (damals noch Linie C) die Straßenbahnstrecken nach Heiligensee, Tegelort, Tegel und Wittenau stillgelegt.

            1. Bei Baubeginn der U6-Nord war noch nicht einmal die Ablösung der Straßenbahn beschlossen und die 68 hat man ja trotz der Eröffnung der Strecke bis zum Kurt-Schumacher-Platz 1956 noch zwei Jahre weiterfahren lassen. Natürlich kam dann die im Bau befindliche U-Bahnverlängerung den Stillegungsplänen der Straßenbahn gelegen und die Nordstrecken verschwanden zuerst.

  3. Ich verstehe den Sinn hinter der Idee nicht. Warum sollte man so viel Geld ausgeben, für eine S-Bahn, die leider mittlerfristig auch nur im 20 min Takt aus Hennigsdorf kommt? Warum sollte man den Anschluss an die ganzen Busse torpedieren? Warum sollte man Alt-Tegel nicht mehr erreichen oder planst du beides zu befahren? Gerade der Teil um den U-Bahnhof ist sehr belebt und damit auch wichtig für die U-Bahn.

    Ich sehe hier leider nur Geldverschwendung. Sorry das ich das so hart formuliere, aber das ist meine Einschätzung der Idee.

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