Beschreibung des Vorschlags
Begründung:
Derzeit kommt man aus Zehlendorf Mitte nur mit Bussen in Richtung Wilmersdorf und City West da die U3 das Zehlendorfer Zentrum verpasst. Jedoch sind die Busse da sie auf Straßenniveau fahren durch Verkehrsstaus und Ampeln oft unpünktlich und unzuverlässig. Die beste Variante für eine Schnellbahn in Zehlendorf Mitte die in Richtung Wilmersdorf und City West führt wäre ein Abzweig aus der U3 am U-Bahnhof Freie Universität (Thielplatz).
Bauliches:
Die Strecke würde kurz vor der Brücke Thielallee (welche neu gebaut werden müsste) beidseitig abzweigen und mit Tunnelrampen unter die Bestandsstrecke führen. Der U-Bahnhof Freie Universität (Thielplatz) müsste komplett neu gebaut werden und unter dem bestehenden U-Bahnhof eine zweite Bahnsteigsebene entstehen. Der Streckenverlauf unter der Ihnestraße würde in offener Bauweise entstehen. Zwischen der Kreuzung Ihnestraße/Schützallee und dem U-Bahnhof Winfriedstraße würde der U-Bahn Tunnel in zwei Röhren aufgeteilt welche im Schildvortrieb die Einfamilienhäuser tief unter den Kellern unterfahren wird, hierfür sind Einigungen mit den jeweiligen Eigentümern oder im schlimmsten Fall sogar Enteignungen nötig (was man lieber mit Einigungen für Lösungen vermeiden wollen würde). Der U-Bahnhof Winfriedstraße würde in offener Bauweise mit einem Mittelbahnsteig errichtet werden. Beim Bau der Strecke unter der Berliner Straße würde man darauf achten so wenig Bäume wie möglich zu fällen, allerdings bietet die Mittelinsel auf der Berliner Straße viel Platz so dass keine großen Veränderungen an den Bäumen nötig werden. Für den U-Bahnhof Zehlendorf Eiche muss das Woolworth Gebäude und das am Teltower Damm abgerissen werden. Das Gebäude soll durch einen Neubau Gebäudekomplex mit integriertem U-Bahn Ausgang ersetzt werden. Der U-Bahnhof soll ebenfalls einen Mittelbahnsteig erhalten. Auch soll der U-Bahn Tunnelbau den früher geplanten Straßentunnel Zehlendorf berücksichtigen und dementsprechend so gebaut werden dass der Platz dafür nicht entfällt. Der Tunnel bis zum Endbahnhof S Zehlendorf sowie der Endbahnhof würden in offener Bauweise entstehen. Hier ist ebenfalls ein Mittelbahnsteig vorgesehen. Am Anfang und Ende des Bahnsteiges entstehen zwei Fußgängerunterführungen mit kleinen Läden die Ausgänge sollen sich an diesen Stellen befinden. Fußgängerunterführung 1: Treppe/Aufzug 1 und Treppe/Aufzug 2 hierfür müsste die Gartenstraße ein Stück zur Fußgängerzone werden und Fußgängerunterführung 2: Treppe/Aufzug 1 und Treppe/Aufzug 2 hierfür müsste der kleine Pizzaladen abgerissen werden. Von den beiden Fußgängertunneln aus würden jeweils eine Fahrtreppe mit Richtungswechsel, eine Treppe und ein Aufzug errichtet werden über welche man den U-Bahnhof erreichen kann. Sind die Unterführungen fertig verschwinden die Fußgängerampeln (Ampel 1 , Ampel 2). Alle U-Bahnhöfe entlang der Neubaustrecke sollen Barrierefrei über Aufzüge und Fahrtreppen erreichbar sein.
Linie und Taktung:
Auf dem Zehlendorfer soll die U3 im 5 Minutentakt verkehren. Ab dem U-Bahnhof Freie Universität (Thielplatz) ergänzen sich beide 5 Minutentakte zu einem 2,5 Minutentakt allerdings sollen U3 Züge die am S Zehlendorf starten nur bis Nollendorfplatz verkehren, da auf der Strecke bis Warschauer Straße die U3 schon zusammen mit der U1 verkehrt.
Finde den Haltestellen-Abstand sehr seltsam. Erst 2km gar nichts, dann 3 Stationen auf kleinster Strecke.
Nach der Verlängerung der U3 zum Mexikoplatz ist das eher dünn besiedelte Zehlendorf mit U- und S-Bahnen eigentlich gut versorgt. Eine Verbindung wie von Dir vorgeschlagen kann ich mir allerhöchstens als Tram vorstellen.
Das liegt an der Besiedlungsdichte an der Oberfläche. Die U-Bahn soll ja das Zehlendorfer Zentrum anbinden
Ja das mag sein, allerdings braucht es auch eine störungsfreie Schnellverbindung zwischen Zehlendorf Mitte und der City West das kann nur eine unabhängig trassierte Bahn leisten. Der X10er ist heute schon ziemlich überlastet vor allem zur HVZ.
Wenn die Besiedlungsdichte an der Oberfläche nicht ausreichend hoch für eine U-Bahn darunter ist, macht es keinen Sinn eine zu bauen!
Du willst 5 km Tunnel graben um die U3 an die S1 anzubinden, während gerade daran gearbeitet wird genau das mit einem 0,8 km langen Tunnel hinzubekommen. Nur ein S-Bahnhof weiter. Sorry, aber dein Vorschlag ist völlig sinnlos bzw der Nutzen steht in keinem auch nur ansatzweise akzeptablen Verhältnis zum Aufwand!
Im Rahmen von S21 ist ein Halt am Gleisdreieck geplant, dort kann man in die U-Bahn zur City West umsteigen und fährt ausschließlich mit S- und U-Bahnen. Auch jetzt ist der Bahnhof Zoo mit Umstieg an der Friedrichstraße erreichbar.
Wieso ist die Verbindung von Zehlendorf zur City West so wichtig, dass es ausgerechnet hier eine Direktverbindung braucht?
Oder anders gefragt: Wieso braucht Zehlendorf eine Direktverbindung zur City West, aber nicht Lichterfelde, Mariendorf, Lankwitz, Tempelhof, Marienfelde oder Lichtenrade?
Dafür braucht es aber trotzdem nicht drei Haltestellen so dicht beieinander.
Außerdem dürfte der Halt Zehlendorf Eiche nur sehr schwer baubar sein, da er sich direkt unter einem Gebäude befindet. Eine offene Bauweise ist da nicht möglich, es muss also eine Station in großer Tiefe mit vielen Säulen entstehen.
Ich würde es daher präferieren, die Stationen Zehlendorf Eiche und Winfriedstraße zusammenzufassen zu einer Station an der Kleinaustraße sowie eine zusätzliche Station an der Kreuzung Ihnestraße / Von-Wettstein-Straße um das Max-Planck-Institut zu erschließen und gleichzeitig einen gleichmäßigeren Haltestellenabstand zu sorgen.
Auch wenn das Gebiet dort eher dünn besiedelt ist, so ist es trotzdem durchgehend besiedelt. Ein Haltestellenabstand von ~1,7km würde das Fahrgastpotential unnötig verringern.
Zudem muss man auch bedenken, dass ein U-Bahnhof auch eine beträchtliche Länge hat: Allein der Zug ist knapp über 100m lang, mit Treppenaufgängen in beide Richtungen ist der Bahnhof schon ~130m lang. Der südöstliche Ausgang kann also schon direkt am Bahnhof Zehlendorf liegen, der nordwestliche Ausgang liegt dann schon auf Höhe der Berliner Volksbank und dem Rossmann.
Dafür brauchst Du gar keinen neuen Halt am Gleisdreieck, der irgendwann mal für die City-S-Bahn eingerichtet ewrden soll / könnte, sondern nimmst einfach die vorhandene U9, die von Zehlendorf aus mit der S1 in Steglitz und der U3 an der Spichernstr erreichbar ist. Außerdem erschließt die U3 bereits jetzt mit dem Wittenbergplatz de facto einen Teil der City-West. Berlin ist halt groß, es gibt nicht von jedem Vorort Direktverbindungen überallhin!
Es gibt hier auf LiniePlus viele unrealistische Ideen, aber der Vorschlag oben ist einfach Quatsch!
Zehlendorf mit seinen gut 50 000 Einwohnern braucht keine zweite U-Bahn, schon gar nicht als Stichstrecke parallel zu einer bestehenden und im Ausbau begriffenen Linie! Und die Planung ist ohnehin völlig mangelhaft, die Haltestellen liegen jeweils nur 200 Meter von den S-Bahnhöfen entfernt. Was soll das?
Deswegen habe ich auch keinen U-Bahnhof im dünn besiedelten Gebiet eingeplant. Die U-Bahn hält dort wo mehr los ist. Ich als Zehlendorfer weiß genau welche Stellen belebt sind und welche eher nicht.
Nochmals: Es geht darum das Zehlendorfer Zentrum schnell mit der City West zu verbinden und das mit einem weitgehend störungsfreien Verkwhrsmittel. Mit meinem Vorschlag hätte die Wohnsiedlung Schönow auch in Zukunft eine Chance einen Schnellbahnanschluss zu erhalten. Gerade in den Außenbezirken ist der Ausbau der U-Bahn in Berlin dringend notwendig!.
Die Verlängerung der U3 zum Mexikoplatz ist allerdings auch sehr wichtig und meiner Meinung nach sogar bis zur Kreuzung Potsdamer Ch./Lindenthaler Allee sinnvoll wegen der Wohnsiedlung nahe der Lissabonallee. Dieser Vorschlag soll sich also keinesfalls gegen die U3 zum Mexikoplatz richten !
Ich bin nicht begeistert von der Idee. Die Verbindung zur S-Bahn soll ja Mexikoplatz hergestellt werden, weshalb die Umsteiger ein Problem kriegen mit diesem Abzweig. Woher sollen sie denn wissen, wo sie jetzt den Zug kriegen? Das bringt nichts. Zudem ist der Aufwand für diese Idee viel höher, als die Verlängerung zum Mexikoplatz. Auch gibt es ein Taktproblem, da du den Abschnitt nicht verdichten musst, da die Nachfrage nicht so gigantisch ist. Dadurch schwächst du aber den anderen Ast und das ist eine Verschlechterung. Gerade im Sommer ist das schon mager, wenn die Menschen zum Baden wollen. Da sind die Bahnen richtig voll. Ein 2,5 min Takt ist wirklich to much für diesen Abschnitt. Mal davon abgesehen kannst du Nollendorfplatz gar nicht diese Züge enden lassen, da du bis dahin keine Lücken für den Abschnitt Uhlandstraße in der Taktung hast. Entweder ziehst du es dann komplett bis Warschauer durch und stellst Uhlandstraße ein oder du endest mit dem dichten Takt schon Wittenbergplatz und baust hier dann noch zusätzlich Infrastruktur damit es überhaupt möglich ist.
Mal abgesehen davon ist vom Mexikoplatz aus die Verlängerung in ein großes Wohngebiet ohne weiteres möglich. Zehlendorf wäre hingegen wirklich komplett das Ende, denn danach kommt nichts was einer U-Bahn würdig wäre und nicht durch die Stammbahn abgeräumt wird.