Beschreibung des Vorschlags
Derzeit gibt es keine direkte Verbindung zwischen dem Ernst-Reuter-Platz und dem Brandenburger Tor. Es wären zwei Umstiege: Einmal am zoologischen Garten und einmal an der Friedrichstraße erforderlich. Fahrtzeit: 23 Minuten. Diese Ministraßenbahn nach dem Vorbild der U55 bietet eine schnelle und umweltfreundliche Verbindung quer durch den Tiergarten und verkürzt die Fahrtzeit auf gerade einmal 12 Minuten, sodass mit zwei Fahrzeugen ein 15-Minuten-Takt realisierbar ist. Es besteht ein direkter Anschluss von der Linie U2. Zudem wird der S-Bahn-Verkehr am Tiergarten und am Brandenburger Tor mit eingebunden.

„Derzeit gibt es keine direkte Verbindung zwischen dem Ernst-Reuter-Platz und dem Brandenburger Tor. Es wären zwei Umstiege“
1x Umsteigen am Potsdamer Platz (U2 <-> S-Bahn). Alternativ mit 245/M45 – 200 aber auch Bus-Bus möglich.
„Zudem wird der S-Bahn-Verkehr am Tiergarten und am Brandenburger Tor mit eingebunden.“
Wer braucht den Umstieg? Vom Ernst-Reuter-Platz kann man jetzt schon am Zoo umsteigen, vom Brandenburger Tor aus am Hauptbahnhof bzw. Friedrichstraße.
“ […] und verkürzt die Fahrtzeit auf gerade einmal 12 Minuten, sodass mit zwei Fahrzeugen ein 15-Minuten-Takt realisierbar ist.“
Und da wären wir wieder: Alle 15 Minuten eine 12-Minuten-Verbindung oder alle 4-5 Minuten eine 19 Minuten-Verbindung. Addiert man nämlich die durchschnittlichen Wartezeiten zu den Verbindungen (7,5 bzw. 2,5 Minuten), sind die Reisezeiten 19,5 Minuten bzw. 21,5 Minuten und der eigentlich Fahrzeitvorteil schrumpf auf ein Minimum.
Verkehrlich macht es auch überhaupt keinen Sinn, da die Straße des 17. Juni gerade um den Ernst-Reuter-Platz in der HVZ ganz gut ausgelastet ist, und der Verkehr schnell ziemlich unzuverlässig wird. Außerdem kannst du die Wilhelmstr. zwischen Unter den Linden und Behrenstraße so aktuell nicht befahren, und die Alternativen sind auch gut ausgelastet. Und zuletzt ist die Straße des 17. Junis am Brandenburger Tor auch ziemlich oft gesperrt, und dann ist die Tiergartenstraße auch nicht wirklich gut für den ÖV geeignet.
Insofern sieht das vielleicht auf der Karte ganz schön aus, aber in der Praxis ziemlich überflüssig.
Einen Großteil der Trasse fährt die Bahn auf einem eingleisigen eigenständigen Bahnkörper, somit kommt sie dem IV nur an den Kreisverkehren, die zugleich Ausweichstellen sind, in die Quere.
Wenn die Wilhelmstraße so nicht befahrbar sein sollte, schlage ich alternativ eine Streckenführung über die Glinkastr. vor, was auch die S- und-U-Bahn am Brandenburger Tor besser anbindet.
… ändert aber nichts daran, dass diese Verbindung in der vorgeschlagenen Form ziemlich Prio Z- hätte und überflüssig ist. Hätte es als Bus noch verstanden, aber als kompletter Straßenbahn-Neubau umso mehr 🙂
Auch noch eingleisig? Da war ja die bis 1934 bestehende Strecke moderner.
Man könnte dort ja Pferdebahnen fahren lassen und so an die erste Straßenbahn Deutschlands erinnern, die dort ab 1865 fuhr. 🙂
Wenn dort ein Bedarf wäre, dann würde dort heute ein Bus fahren. Da es aber nicht einmal den gibt, ist der Bedarf zu gering.
Stimmt. Abgesehen davon, ist eine Straßenbahn vor der britischen Botschaft derzeit undenkbar.
Eine Bushaltestelle ist zumindest am Kleinen Stern vorhanden.
Aber nur für Umleitungszwecke.
So ganz astrein ist die Argumentation nicht… Heute gibt es auch keinen Bus der von U Warschauer Straße zu U Hermannplatz fährt, trotzdem baut man dort eine Straßenbahn. Immer nur Straßenbahnen bestehenden Buslinien nachzubauen hat sich zum Glück nicht bewährt.
In diesem Fall gebe ich euch aber recht, hier brauch es vermutlich keine Straßenbahn, v.a. aber wegen fast keiner Erschließungswirkung – hier wohnt und arbeitet einfach (fast) niemand.
Anders als im Tiergarten kann es auch heute keinen direkten Bus von der Warschauer Straße zum Hermannplatz geben. 😉
In Berlin müssten aber viele Buslinien komplett durch die Straßenbahn ersetzt werden. Da spielt die Geschichte eine Rolle.
Wegen des Görlitzer Parks oder wieso?
Ja, klar. Gibt sicher auch genügend Fälle wo eine 1:1-Umstellung von Buslinien Sinn macht. Ich bin nur mit meinen Berliner Straßenbahnvorschlägen bei Daniel und derPiefke oft auf Widerstands gestoßen, weil sie tw. bestehende Buslinien unberücksichtigt ließen. Dagegen bin ich der Meinung, dass Buslinien immer erst im Nachhinein an einer Straßenbahnstrecke ausgerichtet werden sollten, aber niemals umgekehrt.
Genau, wegen des Parks.
Keine Großveranstaltungen, 42, 5 Km lauf, Silvester usw. können nicht mehr stattfinden, wir brauchen dort keine Straßenbahn