Berlin Teil 1 Spandau Straßenbahn U Paulsternstraße – Heerstraße Nord (Staaken, Hahneberg) 2026 – 2030

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Beschreibung des Vorschlags

Berlin  Teil 1 Spandau Straßenbahn U Paulsternstraße – Heerstraße Nord (Staaken, Hahneberg) 2026 – 2030

Vorzugtrassen nach derzeitigen Plaungsstand, und legt keine endgültige Trassierung da oder fest?

Hier wird der Abschnitt S+U Rathaus Spandau – Heerstraße Nord (Staaken, Hahneberg) die Metrobus M37 auf Metrotram M37 umgestellt und der andere Abschnitt S+U Rathaus Spandau – U Paulsternstraße via S Gartenfeld wird jetzt von der Busexpress X36 und Buslinie 236 zwischen S+U Rathaus Spandau – Hugo-Cassirer-Straße weiter nach U Haselhorst befahren, wobei die Buslinie 236 von Gatower Straße/Heerstraße via Alt-Pichelsdortkommt  wird hier denn auf Metrobus M36 umgestellt.

Wird denn auch weiter die Busexpress X36 auch nach 2030 fahren, dies weiss man ja vorher nicht!

Der Abschnitt von Hugo-Cassirer-Straße über Gartenfeld Neubau-Wohngebiet, S Gartenfeld nach U Paulsternstraße wird die neue Metrotram M38 fahren, sowie den Abschnitt Huga-Cassirer-Straße – S+U Rathaus Spandau, um den umgestellen Metrobus M37 auf Metrotram  als Metrotam M37 oder gleich als neue Metrotram M38 nach Heerstraße Nord (Staaken, Hahneberg) geführt wird.

 

Zeitungen Nahverkehrsplan oder Machbarkeitsstudio

25. Februar 2019 14:43 B Z

Bis 2021 gehen drei neue Strecken in Betrieb: Das Ostkreuz bekommt wieder einen Tram-Anschluss. Vom Hauptbahnhof  bis U-Turmstraße erfolgt die Verknüpfung mit der U9, in Adlershof wird die Wissenschaftsstadt erschlossen. In Mahlsdorf ruht die Planung fürs 2. Gleis, mit der die Linie 62 den 10-Minuten-Takt hätte.

Vordringlich ab 2026 bis 2030: Alex bis Kulturforum +++ Blankenburger Süden +++ Weißensee bis Pankow +++ Turmstraße bis Jungfernheide +++ Rathaus Spandau bis Heerstraße Nord +++ Potsdamer Platz bis Schöneweide +++ Paulsternstraße bis Rathaus Spandau.

Bis 2035 soll das Netz von 194 auf 267 Kilometer wachsen. Als erstes werden 2021 die Strecken zum Ostkreuz, vom Hauptbahnhof zur Turmstraße und von der Wissenschaftsstadt Adlershof nach Schöneweide eröffnet. Turmstraße– Jungfernheide (2024) und die Trassezum Bahnhof Mahlsdorf (2025) sollen folgen. Die Neubaustrecken vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz und zum Kulturforum sowie von der Warschauer Straße zum Hermannplatz könnten 2026/27 fertig werden. In Spandau sollen von 2029 an wieder Straßenbahnen fahren – zunächst von der Paulsternstraße nach Heerstraße Nord. Andere Bereiche im Westen Berlins bekommen ebenfalls Tram-Anschluss, zum Beispiel Steglitz (2030) und Zoo (2035) . Drei neue Betriebshöfe sind vorgesehen.

So soll das Berliner Straßenbahnnetz erweitert werden:

26.02. 2019 Der Tagesspiegel

Nahverkehrsplan

Die Streckenkilometer sollen von derzeit 194 auf 267 bei der Straßenbahn wachsen. Die bereits durchgeplanten Neubaustrecken Hauptbahnhof – Turmstraße, Ostkreuz-Anbindung und Adlershof – Schöneweide sollen 2021 in Betrieb gehen, danach sollen bis 2016/27 sieben weitere Strecken realisiert werden, darunter die M 27 Turmstraße – Jungfernheide, und die M 48 Alexanderplatz – Potsdamer Platz. Insgesamt sind bei der Straßenbahn 16 Neubauprojekte bis 2035 geplant.

 

Berliner Morgenpost  25.02.2018

Straßenbahn

Die Tram soll nach dem Willen von Rot-Rot-Grün die Hauptlast des zusätzlichen Angebotes bewältigen. 16 Projekte von vordringlicher Bedeutung haben die Planer identifiziert, drei davon sollen noch in dieser Wahlperiode bis 2021 in Betrieb gehen. Die Planfeststellungsverfahren laufen. Es sind dies die Verlängerung der M10 vom Hauptbahnhof bis zur Turmstraße, die Anbindung des Bahnhofes Ostkreuz an die Linien 21 und 22 und die Verlängerung der Linie M17 in Adlershof. Jedes dieser Projekte kostet 30 Millionen Euro.

Für die nächste Wahlperiode sind sieben neue Strecken vorgesehen

Die M27 zwischen Turmstraße und Jungfernheide (50 Millionen Kosten), die Linie 62/63 in Mahlsdorf (20 Mio.), die Verbindung von der Jungfernheide zum neuen Gewerbegebiet Urban Tech Republic auf dem Tegeler Flughafengelände und weiter zum neuen Kurt-Schumacher-Quartier (90 Mio.): Diese drei Strecken sollen bis 2025 fertig sein.

Ein Jahr später kommen laut Nahverkehrsplan die Anbindung des geplanten Wohngebietes Blankenburger Südens mit der M2 (60 Mio.) hinzu sowie die Linie 12 zwischen Weißensee, Heinersdorf und Pankow. Bis 2027 ist die Linie M 48 vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz geplant (65 Mio.) und die Bahn zwischen der Warschauer Straße und dem Neuköllner Hermannplatz (55 Mio.).

Die Planer denken aber noch weiter voraus und planen für die Jahre bis 2029/2030 die Erschließung Spandaus mit der Straßenbahn. Gedacht wird an eine Linie vom Rathaus Spandau bis zur Heerstraße Nord für 70 Millionen Euro und an die Anbindung der Paulsternstraße und des Gartenfeldes ans Rathaus Spandau (120 Mio.).

Ebenfalls zu den Mittelfrist-Vorhaben zählen die Verlängerung der M48 vom Potsdamer Platz zum Rathaus Steglitz (135 Mio.), die die chronisch überlastete und unpünktliche Buslinie 48 ersetzen soll. Zudem soll die Tram auch als Linie 248 vom Spittelmarkt über das Hallesche Tor zum Mehringdamm rollen.

Bis 2035 soll es vom Potsdamer Platz mit der M41 nach Schöneweide gehen (175 Mio.) und vom Rathaus Spandau zum Falkenhagener Feld (65 Mio.). Über Spandau müssten die Planer in den nächsten Jahren verschärft nachdenken, sagte Günther. Noch offen sei, ob das System dort ans bestehende Netz angebunden oder ob es eine Insellösung geben werde. In jedem Fall würden aber weitere Betriebshöfe benötigt.

U-Bahn

Das gesamte Netz soll bis 2025 barrierefrei ausgebaut sein. Die neuen Wagen sollen 2,3 Milliarden Euro kosten. Für Instandsetzung der Tunnel und Bahnhöfe sind im Ostteil der Stadt 190 Millionen und im Westen 1,55 Milliarden Euro vorgesehen. Über mögliche Verlängerungen von Linien streitet die Koalition.

Für viele Linien wird aber die Machbarkeit in Studien ermittelt: Von Rudow zum Bahnhof Schönefeld (geschätzte Kosten: 900 Millionen Euro), von Wittenau zum Märkischen Viertel (240 Mio.), vom Kurt-Schumacher-Platz zur Urban Tech Republic auf dem früheren Flughafen (405 Mio.) sowie die U-Bahnvariante für die auch für die Straßenbahn erwogene Verbindung vom Rathaus Spandau zur Heerstraße Nord

 

 

PDF]

Nahverkehrsplan Berlin 2019 – 2023 – Berlin.de

 

https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/…2023/NVP_2019-2023.pdf

Nahverkehrsplan Berlin 2019-2023 Stand: 25. Februar 2019

IV.1.5 Ausbau und Optimierung der Straßenbahninfrastruktur

Der Straßenbahnausbau in Berlin wird mit Priorität vorangetrieben. Hierbei werden unterschiedliche Zielsetzungen verfolgt. Mit der Erweiterung des Netzes soll einerseits eine bedarfsgerechte Erschließung von Wohnneubaustandorten und Entwicklungsgebieten sichergestellt werden. Andererseits sollen wichtige Buslinien, die infolge kontinuierlicher Nachfragesteigerungen in der wachsenden Stadt an ihre Kapazitätsgrenze gelangen, auf Straßenbahnbetrieb umgestellt werden. Auch die Realisierung von Netzverknüpfungen zur Gewährleistung übergeordneter Direktverbindungen ist ein wesentliches Ziel beim Neubau der Straßenbahninfrastruktur (vgl. Abbildung 54 und Abbildung 55)

Seite 234 Nahverkehrsplan Berlin 2019-2023 (Stand: 27. Februar 2019)

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Abbildung 54: Neubau- und Ausbaumaßnahmen im Straßenbahnnetz

Abbildung 54: Neubau- und Ausbaumaßnahmen im Straßenbahnnetz

Seite 235 Nahverkehrsplan Berlin 2019-2023 (Stand: 27. Februar 2019)

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IV.1.5.1 Laufende Neubauprojekte (Inbetriebnahme bis 2021)

Bis 2021 werden folgende Straßenbahnneubaumaßnahmen realisiert:

 Mit der Anbindung Ostkreuz erhält dieser wichtige S-Bahn- und Regionalzugbahnhof erstmals eine Straßenbahnanbindung, mit der die Umsteigewege erheblich verkürzt und der Einzugsbereich des Bahnhofs ausdehnt wird.

 Die Neubaustrecke Adlershof II von der Karl-Ziegler-Straße zum S-Bahnhof Schöneweide soll als Tangentialverbindung von Nordosten in Richtung Adlershof, zur Erschließung der Bereiche der Wissenschaftsstadt um den Groß-Berliner Damm und als leistungsfähige Anbindung des wichtigen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes an den Bahnhof Schöneweide dienen.

Die Straßenbahnneubaumaßnahme Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße (Turmstraße I) knüpft an die 2015 realisierte Neubaustrecke zum Hauptbahnhof an. Sie erschließt den dicht bevölkerten Stadtteil Moabit und verbindet den Hauptbahnhof mit der U9. Der Abschnitt ist die Voraussetzungen für die Straßenbahnerweiterung in Richtung Mierendorffplatz bzw. S- und U-Bahnhof Jungfernheide.

 

IV.1.5.2 Laufende Planungsprozesse zum Netzausbau (Inbetriebnahme 2024-2030)

Es wird angestrebt, dass bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2021 die Planung folgender Strecken beginnt. Ziel ist die Inbetriebnahme zwischen 2024 und 2030 (Stand Februar 2019):

 Die planerische Voruntersuchung für den Ausbau der Straßenbahnlinie 62 in Mahlsdorf ist bereits erfolgreich abgeschlossen, weitere Planungsschritte sind schon in Vorbereitung. Der zweigleisige Ausbau soll eine Taktverdichtung (10-Minuten-Takt) ermöglichen. Vorgesehen ist begleitend die Verlegung der Endstelle an den Bahnhof zur Verbesserung der Umsteigebeziehung zwischen Straßenbahn, S-Bahn und Regionalverkehr.

 Die Inbetriebnahme der Neubaustrecke vom Alexanderplatz zum Kulturforum/Potsdamer Platz über Molkenmarkt und Spittelmarkt im Zuge der Leipziger Straße ist nach Fertigstellung der oberirdischen Bauarbeiten der U5 geplant. Die Einleitung der Planfeststellung kann in der Laufzeit des NVP erfolgen. Der Abschnitt ist die Voraussetzung für die Straßenbahnnetzerweiterung Richtung Rathaus Steglitz.

 Die Neubaustrecke Turmstraße II vom U-Bahnhof Turmstraße in Richtung U-Bahnhof Mierendorffplatz/S- und U-Bahnhof Jungfernheide stellt die Verlängerung der geplanten Neubaustrecke Turmstraße I dar. Mit dieser Verlängerung ergibt sich eine leistungsfähige Schienenanbindung von Moabit in Richtung Hauptbahnhof. Sie stellt die Voraussetzung für eine Straßenbahnanbindung des Entwicklungsgebietes „Urban Tech Republic“ (UTR) auf dem Gelände des heutigen Flughafens Tegel dar.

 Mit der Verlängerung der Straßenbahn vom S- und U-Bahnhof Warschauer Straße zum U-Bahnhof Hermannplatz wird eine umsteigefreie Direktverbindung zwischen den Stadtteilen Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg ermöglicht. Darüber hinaus wird durch die Straßenbahnanbindung eine bessere Erschließung des Wohngebietes um die Reichenberger Straße und den Görlitzer Park gewährleistet.

Seite 236 Nahverkehrsplan Berlin 2019-2023 (Stand: 27. Februar 2019)

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 Die Verlängerung der Straßenbahn von Heinersdorf zum S-Bahnhof Blankenburg dient der Erschließung des Wohnneubaugebiets im Blankenburger Süden für bis zu 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Der Straßenbahnbau ist integraler Bestandteil des städtebaulichen Wettbewerbs zur Bebauung des Entwicklungsgebiets. Damit wird eine leistungsfähige Trassierung der Straßenbahnstrecke sichergestellt. Nach Norden besteht die Möglichkeit, die Trasse an den S-Bahnhof Blankenburg anzubinden und in die Linie 50 in Richtung Französisch Buchholz einzufädeln, nach Süden wird die Neubaustrecke als Abzweig an die M2 in Heinersdorf angebunden.

 Die Straßenbahnneubaustrecke von S- und U-Bahnhof Pankow nach Pasedagplatz stellt als Nord-Ost-Tangente den Lückenschluss zwischen Pankow und Weißensee über Heinersdorf her. Mit diesem leistungsfähigen ÖV-Angebot kann das zu erwartende Nutzeraufkommen infolge der städtebaulichen Verdichtung im Bereich Krieger-Gelände, Rennbahnstraße und Romain-Rolland-Straße aufgenommen und die betriebliche Flexibilität im Pankower Straßenbahnteilnetz verbessert werden. Mit der Strecke ergibt sich zudem eine zweite Zuführung für das Pankower Straßenbahnnetz.

 Die Straßenbahnneubaustrecke Potsdamer Platz Richtung Wittenbergplatz/Zoologischer Garten stellt eine zusätzliche Verbindung zwischen der City-West und der City-Ost mit Entlastungswirkung für die bestehenden ÖV-Angebote der U2 sowie der Buslinien 200 und M29 dar. Die Strecke eröffnet zudem weitere Optionen zur Weiterentwicklung des Straßenbahnangebots in der City-West.

 Die Straßenbahnstrecke zwischen Johannisthal und dem U-Bahnhof Johannisthaler Chaussee stellt mit der Verlängerung der Osttangente von Hohenschönhausen über Friedrichsfelde, Karlshorst und Schöneweide nach Gropiusstadt eine umsteigefreie überbezirkliche Verbindung her.

 Die Straßenbahnneubaustrecke von Spittelmarkt über Hallesches Tor zum U-Bahnhof Mehringdamm zweigt von der ebenfalls in Planung befindlichen Neubaustrecke vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz ab. Mit der Strecke wird eine leistungsfähige Erschließung der Wohn- und Arbeitsplatzstandorte sowie der Kultureinrichtungen um den Bereich Spittelmarkt und Axel-Springer-Straße erreicht. Ferner ergibt sich eine Entlastungsfunktion für die U2 und U6 auf ihren jeweils hochbelasteten Querschnitten. Die Straßenbahnneubaustrecke vom Mierendorffplatz über S- und U-Bahnhof Jungfernheide und UTR (ehemaliger Flughafen Tegel) bis Schumacher Quartier dient der leistungsfähigen Erschließung des Entwicklungsgebiets mit direkter Anschlussmöglichkeit an den Regionalund S-Bahnhof Jungfernheide. Die Strecke eröffnet zudem weitere Streckenerweiterungsoptionen in Richtung Wittenau. Die Realisierung der Teilstrecke UTR – Schumacher Quartier als Straßenbahn ist abhängig von den Bewertungsergebnissen einer alternativen Zweigstrecke der U6 ab Kurt-Schumacher-Platz in Richtung UTR.

 Im Anschluss an die Erweiterung des Straßenbahnnetzes vom Alexanderplatz zum Kulturforum/Potsdamer Platz wird die Verlängerung der Straßenbahn bis Rathaus Steglitz angestrebt. Damit kann das ÖPNV-Angebot auf diesem Korridor gegenüber dem derzeitigen Busverkehr deutlich leistungsfähiger und attraktiver gestaltet werden.

Seite 237 Nahverkehrsplan Berlin 2019-2023 (Stand: 27. Februar 2019)

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IV.1.5.3 Mittelfristiger Netzausbau und weitere Vorhaben (Inbetriebnahme 2026-2035)

Der ÖPNV-Bedarfsplan sieht weitere Straßenbahnprojekte vor, die zwar erst in den Jahren 2026 bis 2035 in Betrieb genommen werden, für die aber in der Laufzeit des Nahverkehrsplans 2019-2023 die verkehrsvertragliche Absicherung erforderlich ist.

 

Es wird angestrebt, dass bis zum Ende der Legislaturperiode die Planung folgender Strecken beginnt:

 Mit der Straßenbahnneubaustrecke Potsdamer Platz über Sonnenallee zum S-Bahnhof Schöneweide kann die stark belastete Buslinie M41 auf Straßenbahnbetrieb umgestellt werden. Durch die Umstellung wird neben einer Kapazitätserweiterung auch eine höhere Zuverlässigkeit und Attraktivität des ÖV-Angebots auf dieser Relation angestrebt.

 Die Straßenbahnneubaustrecke von Pankow über Wollankstraße, U-Bahnhof Turmstraße und U-Bahnhof Mierendorffplatz sieht die Umstellung der stark belasteten Buslinie M27 auf Straßenbahnbetrieb vor. Durch die Umstellung wird neben einer Kapazitätserweiterung auch eine höhere Zuverlässigkeit und Attraktivität des ÖV-Angebots auf dieser Relation angestrebt. Zwischen Turmstraße und Mierendorffplatz ist die Nutzung der ebenfalls in Planung befindlichen Neubaustrecke Turmstraße II vorgesehen.

 

Bei den folgenden Strecken richtet sich der Planungsbeginn nach dem vorgesehenen Inbetriebnahmezeitpunkt:

 Gemeinsam mit der Verlängerung der Straßenbahn zum Hermannplatz ist aufgrund der baulichen Zusammenhänge die Neubaustrecke von der Warschauer Straße bis zum Ostbahnhof umzusetzen. Diese dient der Erschließung des Quartiers entlang der Spree mit seiner hohen Wohn- und Arbeitsplatzdichte und der Verbesserung der Umsteigebeziehungen am Knoten Warschauer Straße.

 Das Entwicklungsgebiet in der Heidestraße, in dem bis zu 6.000 Wohneinheiten und zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen werden, soll eine leistungsfähige Straßenbahnanbindung vom Berliner Hauptbahnhof erhalten. Eine solche Stichstrecke bietet im Zusammenhang mit der Neubaustrecke von Pankow in Richtung Turmstraße – Mierendorffplatz zudem eine Redundanz zwischen Hauptbahnhof und Moabit im Falle von Havarien oder Bauarbeiten. Die Entwicklung eines Straßenbahnnetzes im Bezirk Spandau wird angestrebt, bestehend aus den folgenden Teilstrecken:

U-Bahnhof Paulsternstraße über Gartenfeld und Wasserstadt: Mit dieser Strecke soll eine leistungsfähige Erschließung des sogenannten Entwicklungsbands West (insbesondere Gartenfeld und Wasserstadt Oberhavel), in dem bis zu 10.000 Wohneinheiten entstehen, sichergestellt werden. Durch die Reaktivierung der Siemensbahn auf der Strecke Gartenfeld – S Jungfernheide wird diese Strecke nicht wie ursprünglich vorgesehen bis zum Nordring durchgebunden. Eine Anbindung an das Schnellbahnnetz soll nun mit der Umsteigemöglichkeit in Gartenfeld über die Siemensbahn erfolgen.

 Auch für den Korridor Rathaus Spandau bis Heerstraße Nord kann durch Umstellung der stark belasteten Buslinien M37 und 137 auf Straßenbahnbetrieb sowohl die Kapazität erweitert werden, als auch Zuverlässigkeit und Attraktivität des ÖPNV-Angebots erhöht

Seite 238 Nahverkehrsplan Berlin 2019-2023 (Stand: 27. Februar 2019)

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werden. Die Realisierung der Strecke als Straßenbahn und/oder U-Bahn wird in Zusammenhang mit einer alternativen Verlängerung der U7 in Richtung Heerstraße Nord bewertet.

 Mit einer Straßenbahnneubaustrecke zwischen Rathaus Spandau und Falkenhagener Feld kann eine vollständige Umstellung der stark belasteten Buslinien M37, 137 und 337 auf Straßenbahnbetrieb erfolgen. Durch die Umstellung wird neben einer Kapazitätserweiterung auch eine höhere Zuverlässigkeit und Attraktivität des ÖV-Angebots auf dieser Relation angestrebt.

 Auf dem Geländer der UTR ist ein neuer Betriebshof vorgesehen. Die Verbindungsstrecke zu den Spandauer Straßenbahnlinien ermöglicht bei einer Verknüpfung mit der Straßenbahnerschließung der UTR zudem die Verbindung zum restlichen Netz. Damit wäre auch eine leistungsfähige tangentiale Verbindung zwischen Reinickendorf und Spandau, sowie eine leistungsfähige Anbindung des UTR-Bereichs auch an die Spandauer Wohnquartiere möglich.

 

IV.1.5.4 Weiterentwicklung und Leistungsfähigkeitserhöhung des Bestandsnetzes

Mit der Ausweitung des Straßenbahnnetzes und der generellen Erhöhung des Leistungsvolumens in der wachsenden Stadt müssen auch entsprechende infrastrukturelle Anpassungen der Infrastruktur einhergehen, um das geplante Verkehrsangebot stabil und zuverlässig erbringen zu können. Das betrifft die Erhöhung der Leistungsfähigkeit an Netzknoten zugunsten der Straßenbahn, die Erweiterung der Bahnstromversorgung durch die Implementierung neuer Gleichrichterwerke im Netz sowie weitere kleinteilige Maßnahmen zur Optimierung der Straßenbahninfrastruktur.

 

IV.1.5.4.1 Kehrgleise und Gleiswechsel

Im Wesentlichen hat Berlin derzeit in den von der Straßenbahn erschlossenen Gebieten ein verkehrlich und betrieblich anforderungsgerecht strukturiertes Verkehrsangebot. Grundlegende Umstellungen des Netzes sind insofern nicht erforderlich. Dennoch entsteht aus der unterschiedlich ausgeprägten Dynamik der Verkehrsentwicklung und aus der Stadtentwicklung heraus die Notwendigkeit, durch eine örtliche Anpassung der Infrastruktur im Einzelfall eine effizientere Betriebsführung bei anforderungsgerechter Gestaltung des Platzangebots umzusetzen.

Bei der Straßenbahn können Linien oder Fahrten grundsätzlich nur dort enden oder beginnen, wo mittels Gleisschleifen, Gleisdreiecken oder Kehrgleisen eine Wendemöglichkeit für die Fahrzeuge besteht. Die Schaffung zusätzlicher Kehrgleise bzw. Zwischenendstellen dient daher der Umsetzung von Angebotsmaßnahmen (vgl. Kapitel V.5). Folgende Maßnahmen sollen innerhalb der Laufzeit des Nahverkehrsplans fertiggestellt werden:

Kehrgleis Friedrichsfelde Ost: Diese Maßnahme wird ermöglichen, das Angebot auf der Nord-Süd-Tangente Hohenschönhausen – Schöneweide auf dem am stärksten nachgefragten Streckenabschnitt im Bereich Karlshorst zu verdichten. Die Umsetzung erfolgt in Abhängigkeit von Brückenerneuerungsmaßnahmen am S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost

Seite 239 Nahverkehrsplan Berlin 2019-2023 (Stand: 27. Februar 2019)

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Wendeanlage am U-Bahnhof Warschauer Straße: Mit der Verlängerung der M10 vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße wird zur Stabilisierung der Linie auch am UBahnhof Warschauer Straße ein zusätzliches Wendegleis für die dort endenden Fahrten notwendig. Langfristig besteht zudem weiterhin die Zielsetzung, neben der Straßenbahnlinie M10 auch die Straßenbahnlinie M13 direkt an den U-Bahnhof Warschauer Straße heranzuführen und somit die Umsteigewege deutlich zu verkürzen. Mögliche Lösungsvarianten werden im Zusammenhang mit den Untersuchungen zur Neubaustrecke Warschauer Straße – Hermannplatz geprüft.

Kehrgleis südlich des Bahnhofs Pankow: Bereits heute sind die nördlich des S- und UBahnhofs Pankow verkehrenden Straßenbahnlinien stark nachgefragt. Zudem wird für den Bereich ein starkes Bevölkerungswachstum prognostiziert. Das Kehrgleis dient einer entsprechenden nachfragegerechten Stärkung des Straßenbahnangebots. Dadurch kann der heutige Busparallelverkehr in Pankow reduziert werden. Darüber hinaus besteht für weitere Maßnahmen das Ziel, innerhalb der Laufzeit des NVP den Baubeginn der Maßnahme zu realisieren:

Kehrgleis Blockdammweg: Für das geplante Angebotskonzept (vgl. Kapitel V.5) soll eine Kehranlage östlich des Blockdammweges/Ehrlichstraße angelegt werden, um dort Fahrten der neu einzurichtenden Linie 22 beginnen oder enden zu lassen.

 An der Alten Försterei sind Kehrmöglichkeiten für Stadionsonderverkehre an Spieltagen des 1. FC Union Berlin einzurichten. Mit den bestehenden infrastrukturellen Voraussetzungen kann derzeit kein bedarfsgerechtes Angebot gewährleistet werden.

 Am S-Bahnhof Grünau ist zur nachfragegerechten Verdichtung des Angebots zwischen Grünau und Köpenick eine Zwischenendstelle für die Linie 68 einzurichten. Infolge der infrastrukturbedingt vermehrten Beschaffung von Zweirichtungsfahrzeugen bei der Straßenbahn ergeben sich darüber hinaus Potenziale zur Flexibilisierung des Straßenbahnbetriebs. Mit der Einrichtung von Gleiswechseln an störungsanfälligen Punkten im Netz lassen sich Ausfälle oder betriebliche Einschränkungen auf ein nicht vermeidbares Minimum reduzieren. Insbesondere aus Großveranstaltungen oder Demonstrationen in der Innenstadt resultieren regelmäßig großräumige Einschränkungen des Straßenbahnbetriebs. Mit Priorität sollen daher der Gleiswechsel auf den in die Innenstadt führenden Radiallinien sowie an den Ringbahnstationen geprüft werden. Auf dieser Grundlage ist eine sukzessive Erweiterung des Netzes mit entsprechenden operativen Kehrmöglichkeiten vorgesehen.

 

IV.1.5.4.2 Anpassung der Nutzlänge von Haltestellen

Für den Einsatz großer Fahrzeuge mit einer Länge von ca. 55 m auf den laststärksten Straßenbahnlinien ist eine entsprechende Haltestelleninfrastruktur erforderlich. Bereits heute verkehren auf der Linie M4 Züge mit dieser Länge. Um die Fahrgastnachfrage in der wachsenden Stadt adäquat bewältigen zu können, ist der Einsatz dieser Straßenbahnen perspektivisch auf weiteren Linien zu erwarten. Straßenbahnhaltestellen sollen daher bei Neueinrichtung oder der barrierefreien Umrüstung mit einer nutzbaren Länge von 60 m ausgestattet werden. In Ausnahmefällen ist eine nutzbare Länge von 40 m möglich, sofern langfristig kein Einsatz von längeren Zügen geplant ist.

Seite 240 Nahverkehrsplan Berlin 2019-2023 (Stand: 27. Februar 2019)

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IV.1.5.4.3 Erweiterung von Betriebshofflächen

Infolge des dauerhaften Anstieges der Fahrzeugflotte werden zusätzliche Betriebshoffllächen bzw. -standorte für Reinigung, Wartung und Instandhaltung der zusätzlichen Fahrzeuge benötigt. Die Bedarfe sind frühzeitig mit den zuständigen Stellen des Landes gesamtstädtisch abzustimmen und in der Fortschreibung des FNP zu beachten:

 Da der bestehende Betriebshof Köpenick aus Denkmalschutzgründen weder kapazitativ erweitert noch für die Behandlung von Flexity-Fahrzeugen ertüchtigt werden kann, wird in Adlershof ein Ersatzstandort in der Laufzeit des NVP realisiert.

 Im Blankenburger Süden wird bereits im Zusammenhang mit der Neubaustrecke ein neuer Betriebshof geplant. Die Realisierung soll in der Laufzeit des NVP begonnen werden.

 Mit der Ausdehnung des Straßenbahnnetzes in Richtung Westen wird auch ein zusätzlicher Betriebshof UTR notwendig. Dessen Realisierung ist aufgrund der zentralen Lage zwischen dem geplanten Spandauer Straßenbahnnetz und den restlichen Strecken sowie aufgrund der Verfügbarkeit geeigneter landeseigener Flächen im westlichen Teil des Flughafengeländes Tegel geplant. Auf einer bis zu 10 Hektar großen Fläche sollen neben einer Verwaltungs- und Wartungsinfrastruktur Abstellmöglichkeiten für bis zu 100 Straßenbahnen verwirklicht werden.

Seite 241 Nahverkehrsplan Berlin 2019-2023 (Stand: 27. Februar 2019)

 

 

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2 Kommentare zu “Berlin Teil 1 Spandau Straßenbahn U Paulsternstraße – Heerstraße Nord (Staaken, Hahneberg) 2026 – 2030

  1. Ich verstehe nicht so ganz was du hiermit sagen willst.
    Warum ist das als U-Bahn dargestellt, wenn es eine Straßenbahn sein soll?
    Ist es eine Linie oder eine Strecke?
    Was hat es hier zu suchen, wenn es teil einer schon feststehenden Planung ist?
    Soll ich mir den gesamten zusammenkopierten Text, der kaum was mit dem Vorschlag zu tun hat durchlesen?

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