Beschreibung des Vorschlags
Für Teilstücke dieser geplanten Strecke bestehen zwar schon Vorschläge, aber es gibt noch keinen für die komplette Strecke in dieser Variante. Der erste Teil bis zum Zwickauer Damm bzw. weiter zum U Johannisthaler Chaussee ist schon in diesem Vorschlag enthalten. Auf dieser Strecke ist langfristig auch eine Straßenbahn geplant (Baubeginn könnte 2026 sein), so hat man schon 2004 gute Voraussetzungen dafür geschaffen und auf der damals neu gebauten Massantebrücke über den Teltowkanal und die A113 in der Mitte Platz für eine mögliche Straßenbahntrasse gelassen. Hinter der Massantebrücke müsste man das Gleisbett der Industriebahn nutzen (alllerdings müsste man das zweigleisig ausbauen). Hinter der Johannisthaler Chaussee geht es auf der M11-Trasse weiter über Alt-Buckow, Buckower Chaussee, Nahmitzer Damm und Hildburghauser Straße. Von da habe ist die Linienführung wie auch beim M11/X11 durch die Mariannen- und Lorenzstraße zum S Lichterfelde Ost. Man könnte auch parallel dazu durch den Oberhofer Weg fahren, aber dann wäre es schwierig den wichtigen Knotenpunkt S Lichterfelde Ost direkt anzubinden, weswegen ich die Linienführung vom M11 beibehalten würde. Für die Linienführung auf der M11-Trasse bis Goerzallee/Drakestr. gibt es bereits einen anderen Vorschlag. Ab Goerzallee/Drakestr. folgt die Trasse der Buslinie M85 über den Hindenburg- und Wolfensteindamm zum S+U Rathaus Steglitz, wo die Linie enden soll. Dort müsste eine Wende- oder Kehranlage am Busbahnhof existieren, zumal dann auch die geplante M4??? (Ersatz für Buslinie M48) vom Alexanderplatz, Potsdamer Platz, Kleistpark und Innsbrucker Platz kommend am Rathaus Steglitz enden soll, zumindest ist dies in den Planungen so vorgesehen. So könnte die Buslinie M11 östlich von Goerzallee/Drakestr. und auch der Mittelteil der Linie X11 zwischen Gropiusstadt und Goerzallee/Drakestr. im größten Teil ersetzt werden. Die Straßenbahnlinie M11 sollte in Schöneweide oder Adlershof (über die neue Strecke dann nach Schöneweide) beginnen, dann reicht es auch schon von der Länge aus (die Linie sollte nicht unbedingt noch länger werden). Mögliche Wende- oder Kehranlagen auf der Strecke könnte man in Alt-Buckow einrichten, hier schlage ich aufgrund der engen Straße auch eine Richtungsführung vor, nur Richtung Schöneweide soll auf der Hauptstraße fahren, die Richtung Steglitz würde auf der Nebenstraße etwas weiter nördlich fahren. Mit Alt-Buckow bin ich mir noch nicht so sicher, ob das wirklich so sinnvoll ist mit der Linienführung in Alt-Buckow oder man doch in beide Richtungen auf der Hauptstraße fahren sollte. Eine weitere Wende- oder Kehranlage könnte man am Kranoldplatz/S Lichtefelde Ost einrichten, allerdings ist es auch da recht eng, der Platz müsste umgestaltet werden. Es wäre auch möglich eine Stichfahrt für wendende Bahnen zum Oberhofer Platz zu machen, auch in Marienfelde Waldsassener Str. (etwas abseits der Strecke) wäre eine Wende- oder Kehranlage möglich. Für einfache Kehranlagen könnte vielleicht auch auf der Strecke Platz sein, wie z.B. am U Johannisthaler Chaussee wäre es sinnvoll, dann könnte man auch auf die in Alt-Buckow verzichten.
Natürlich könnte man auch von Marienfelde direkt über Lankwitz zum Rathaus Steglitz fahren, auf der Strecke der Buslinien X83 und M82, allerdings sprachen für mich einige Gründe dagegen.
Die Straßen sind deutlich enger, eine eigene Trasse auf dem Mittelstreifen könnte nur auf dem Großteil der Malteserstraße (hier fährt heute der X83) und auf einem Teil der Albrechtstraße realisiert werden. Die Gallwitzallee (parallel zur Malteserstr., hier fährt der M82), scheint mir zu eng. Wenn man durch die Malteserstr. fahren würde, müsste man durch die Paul Schneider Str., auch hier gibt es eher wenig Platz. Auch am Bahnhof Lankwitz in der Leonorenstr. und vor dem Rathaus Steglitz in der Albrechtstr. ist die Situation nicht besser, die Straßenbahn müsste sich hier die Straße mit den Autos teilen und hätte keine eigene Trasse. Gerade die Leonorenstr. und die Albrechtstr. (vor allem vor dem Rathaus Steglitz) sind oft recht zugestaut, hier würde die Straßenbahn immer drin stehen und Verspätungen bekommen. Auch auf meiner vorgeschlagenen Strecke gibt es engere Stücke wie die Hildburghauser Str. hinter der Weskammstr. Richtung Lichterfelde, den Bereich um den S Lichterfelde Ost und die Mariannen-/Lorenzstraße. Richtig hohes Verkehrsaufkommen mit möglichem Stau gibt es vor allem um den Bhf. Lichterfelde Ost und weiter in der Königsberger Str., letztere könnte man vielleicht straßenbahngerecht ausbauen, es gibt da ja auch eine Busspur. Im weiteren Verlauf auf dem Hindenburg- und Wolfensteindamm gibt es einen breiten Mittelstreifen, hier hätte eine eigene Trasse größtenteils gut Platz. Dadurch glaube ich schon, dass diese Variante besser ist als die Strecke über Lankwitz. Zudem wird der wichtige Verkehrsknotenpunkt Lichterfelde Ost (auch RE-Halt) erschlossen und die Wohngebiete rund um die Mariannenstraße und Lichterfelde Ost haben eine bessere Verbindung zum Rathaus Steglitz als bisher mit dem Bus. So groß ist der Umweg von Marienfelde (Weskammstr.) über Lichterfelde Ost und Hindenburgdamm zum Rathaus Steglitz auch nicht und die Buslinien X83 und M82 bleiben ja erhalten und stehen den Fahrgästen weiterhin als Möglichkeit zur Verfügung.
Durch diese Strecke könnte man weitere Verlängerungen im Berliner Süden und Südwesten (z.B. Richtung Lichtenrade, Mariendorf, Dahlem und Zehlendorf) anschließen und so das Straßenbahnnetz im Berliner Süden und Südwesten erweitern. Die Linie M11 (S Adlershof bzw. S Schöneweide-S+U Rathaus Steglitz sollte im 10-Minuten Takt fahren. Wenn es zwischendrin Kehranlagen gibt (die es auf jeden Fall geben sollte, am besten eine im Bereich U Johannisthaler Ch./Alt Buckow und eine an der Waldsassener Str. oder am S Lichterfelde Ost /Kranoldplatz bzw. Oberhofer Platz, so zumindest meine ersten Ideen dafür) können weitere Linien nur auf Teilstücken der Strecke fahren. So könnte beispielsweise die 60 alle 20 Minuten von Friedrichshagen über Köpenick, Schöneweide und Johannisthal bis Gropiusstadt/Alt-Buckow verlängert werden (endet derzeit in Haeckelstr.). Man könnte auch die Linie 37 oder 63 (über die neue Strecke von Adlershof bis Schöneweide kommend) weiter nach Gropiusstadt verlängern, hier bin ich offen. Für neue, weitere Linien auf dem westlichen Abschnitt habe ich noch keine so genaue Idee, kann man vielleicht mit anderen Vorschlägen von Streckenerweiterungen kombinieren.
Diese neue Linie soll die Lücke im Berliner Straßenbahnnetz im Süd- und Südwestteil Berlins schließen. Wenn man die Linie M4 (heute Bus M48) vom Alexanderplatz über Potsdamer Platz, Kleistpark und Innsbrucker Platz nach Rathaus Steglitz verlängert hätte und noch meine vorgeschlagene Linie M11 vervollständigt wäre, dann würde man einen großen Kreis im Straßenbahnnetz zwischen Mitte/Ost (Bestandsnetz), Steglitz, Lichterfelde und Marienfelde (Süd-/Südwest, neue Strecken) und Schöneweide und Adlershof im Südosten (Bestandsnetz) haben. Von diesem Kreis ausgehend könnten dann auch immer wieder neue Erweiterungen im Berliner Westteil folgen, um wieder ein leistungsfähiges Straßenbahnnetz zu haben, dass das gesamte Stadtgebiet größtenteils abdeckt.

Ein interressanter Vorschlag, wobei ich aber betonen möchte, dass es keine Buslinien gibt, die von der Königsbnerger Straße in den Hindenburgdamm abbiegen. Dieser Bedarf ist nicht gegeben. Statt dessen wäre es wichtig den M11 mindestens bis Lichterfelde West zu ersetzen. Steglitz wird von Lichterfelde Ost und Marienfelde besser auf anderen Wegen erreicht. Außerdem wäre es fatal, wenn man den Zehlendorfern schon die direkte Verbindung nach Buckow, zur Gropiusstadt und nach Schöneweide nehmen will, nicht wenigstens in Lichterfelde West einen Anschluss zur S-Bahn zu ermöglichen, über die Zehlendorf erreichbar wäre. Über Steglitz würde der Umweg unzumutbar groß werden.
Mein Vorschlag wäre daher die Straßenbahn zum Bahnhof Lichterfelde West zu führen, und dort, von der Drakestraße kommend, direkt vor dem Bahnhof, in der Hans-Sachs-Straße, enden zu lassen. Zurück könnte man dann über Baseler Straße und Curtiussraße zur Drakestraße fahren. Die Umsteigewege zur S-Bahn wären weitaus kürzer und für das Busnetz würde ich folgendes vorschlagen:
Für die Verbindung nach Dahlem:
101er ab Habelschwerder Allee zum S-Bf. Lichterfelde-West, Ersatz zur Sachtlebenstraße durch dorthin zu verlängernden M48er. (Der 101er ist ohnehin viel zu lang für einen pünktlichen Betrieb und der M48er wird durch die Straßenbahn nach Steglitz deutlich verkürzt werden können. Mit einer Verlängerung könnte er in Zehlendorf den 101er perfekt ersetzen.)
110er ab Thielallee über Habelschwerdter Allee nach Lichterfelder West (gerne über U-Bahnhof Dahlem-Dorf, wie M11)
Für Verbindung zum M48er:
M48er über Wolfensteindamm – Gardeschützenweg – Drakestraße (Ersatz durch 188er)
188er über Drakestraße – Unter den Eichen – Schlossstraße (Ersatz durch M48)
Für Verbindung nach Zehlendorf:
118er ab Krumme Lanke – wie X11 – Lichterfelde Ost (Dadurch umsteigefreie Erreichbarkeit des Regionalverkehrs in Lichterfelde Ost aus einem größeren Einzugsgebiet, bis hin nach Wannsee und Babelsberg.
285er: Als Ersatz für den 118er in der Riemeisterstraße sollte er statt über Clayallee über Riemeisterstraße – Argentinische Allee – Am Waldfriedhof fahren. (Dadurch bessere Erreichbarkeit des Einkaufszentrums im U-Bahnhof Onkel Toms Hütte aus Richtung Dahlem, Waldfriedhof und Zehlendorf Süd)
622er: Verlängerung über Krumme Lanke bis Oskar-Helene-Heim (Ersatz des 118ers und durchgehende Verbindung zu einer Straßenbahn in der Clayallee)
Richtig, zudem hätte man die Möglichkeit, mit einer separaten Linie, aber auf dem gleichen Netz die Strecke von Lichterfelde West bis nach Teltow, über das alte Gleis zu betreiben.
Du hast natürlich recht, derzeit fahren keine Buslinien von Lichterfelde Ost auf der Westseite des Teltowkanals (über Drakestr/Goerzallee-Hindenburgdamm-Wolfensteindamm) nach Steglitz. Dafür wird das komplette Umzugsgebiet des Ostpreußendamms mit der Linie 186 nach Steglitz angeschlossen. Von Lichterfelde Ost (östlich der S-Bahn Trasse, rund um den S Bahnhof) gibt es mit den Buslinien 284 und 380 zwei Linien nach Steglitz, die aber beide über Lankwitz und dann über die Albrechtstr. nach Steglitz fahren. Von der Fahrzeit dürfte es mit der Straßenbahn von S Lichterfelde Ost über den Hindenburgdamm nicht unbedingt langsamer sein als mit dem Bus über Lankwitz (284 oder 380), zumal die Albrechtstr. und auf der Linie 284 die Leonorenstr. auch gerne mal zugestaut sind und die Straßenbahn ab Goerzallee/Drakestr. auf eigener Trasse fahren könnte. Insofern könnte die Straßenbahn von Fahrgästen aus Lichterfelde Ost, die zum Rathaus Steglitz (und auch zum Hindenburgdamm) wollen, schon nachgefragt werden. Aber du hast recht, dass man damit keine Buslinie ersetzen kann, da sonst ja Anbindungen auf der anderen Seite des Teltowkanals einfach wegfallen würden (wenn man z.B. die 380 ersetzen würde), das geht also nicht.
Ich könnte mir aber vorstellen (weiß es jedoch nicht), dass es von Buckow, Gropiusstadt und auch dem Bereich an der Marienfelder/Buckower Chaussee möglicherweise mehr Nachfrage Richtung Rathaus Steglitz (großer Umsteigeknoten und viele Einkaufsmöglichkeiten in der Schloßstr.) als in Richtung Zehlendorf, Lichterfelde West und Dahlem gibt, allerdings das nur unter Vorbehalt, genau weiß ich das natürlich nicht. Von Marienfelde rede ich nicht, da hier ja schon die Buslinien X83 und M82 eine gute Verbindung nach Steglitz sicherstellen, aus Lichterfelde Ost tun das derzeit die Buslinien 284, 380 und auch 186.
Allerdings finde ich auch deine Idee sehr interessant, ich würde aber sagen, wenn man schonmal in Lichterfelde West ist, kann man auch gleich bis Dahlem Dorf durchfahren, wie es ja der Bus M11 derzeit auch tut. So ist immerhin noch die Freie Universität in Dahlem mit den südlichen Berliner Stadtteilen wie Lichterfelde, Marienfelde oder Buckow gut verbunden. Dann würde es über Drakestr.-Habelschwerdter Allee-Thielallee bis zur Königin Luise Str. weitergehen. Dann wird eine Schleife gedreht wie beim M11 über Fabeckstr.-Brümmerstr. zur heutigen Busendstelle, die dann eine Straßenbahn-Endstelle wäre. Ich weiß, dass es da alles recht eng ist für eine Endstelle, aber es schien mir die beste Lösung. Es wäre nicht unbedingt vorteilhaft, wenn die Straßenbahn in Lichterfelde West, so kurz vor Dahlem Dorf endet und man dann noch in den Bus umsteigen muss (wenn man z.B. von Lichterfelde Ost oder Buckow nach Dahlem Dorf will). Natürlich wird so der S Lichterfelde West nicht direkt bedient, was sicher nachteilig ist. Vielleicht sollte man langfristig eher über einen Bahnhofsumbau nachdenken und den Bahnsteig nach Nordosten hin verschieben, sodass es einen direkten Ausgang zur Drakestr. und zu den Haltestellen gibt.
Dein Bus-Konzept finde ich soweit sehr gut, gerade das der westliche Teil der X11 durch die 118 ersetzt wird und so die X11 (bis auf den Teil von Schöneweide nach Gropiusstadt via Johannisthaler Chaussee) wegfallen kann. Nur wenn die Tram tatsächlich nach Dahlem Dorf kommen sollte, kann man natürlich die Linie 110 wie gehabt zum Oskar Helene Heim fahren lassen.
Ob es unbedingt eine Straßenbahn entlang des Dahlemer Weges nach Teltow braucht, bin ich mir nicht so ganz sicher. Dort fährt derzeit auch keine Buslinie, die kreuzen alle den Dahlemer Weg. Man könnte nach Lichterfelde West oder weiter über die Thielallee nach Dahlem Dorf. Aber ich glaube nicht, dass sich da eine Straßenbahn lohnen wird. Die Buslinien 112, 188 und X11 (nach dem neuen Buskonzept dann die 118) binden den Großteil der Wohngebiete mit den nächsten S-Bahnhöfen Zehlendorf (112), Sundgauer Str. (X11/dann 118) und Lichterfelde West (188) an. Auch von der Wupperstr./Goerzallee ist man mit der Linie 285 vergleichsweise auch gut mit dem S Zehlendorf und auch noch Richtung Steglitz angebunden, auch wenn es mit dem Bus von dort länger dauert, denke ich nicht, dass sich dafür die Straßenbahn lohnt. Eine Verlängerung nach Teltow wäre recht kostspielig, da existiert kein Gleis bzw. keine mögliche Trasse mehr. Es müsste eine neue Brücke über den Teltowkanal gebaut werden und auch in Teltow könnte sich die Streckenführung schwer gestalten. Ich glaube nicht, dass sich die Stadt Teltow an so hohen Kosten für eine Straßenbahn beteiligen will. Teltow hat einen recht stadtnahen S Bahnhof mit gutem 10-Minuten Takt stadteinwärts, auch gibt es regelmäßigen, gut ausgebauten Busverkehr zum S Bahnhof Teltow Stadt. Mit dem Bus X10 gibt es (zumindest innerhalb der Woche, wenn er im 20-Minuten Takt ab Teltow fährt, am Wochenende ja nur im 60-Minuten Takt) von Teltow auch eine gute Verbindung zum S Zehlendorf zur S1 und zum U Oskar Helene Heim zur U3. Wer von Teltow nach Dahlem oder Lichterfelde West will, muss also einmal umsteigen, was vertretbar ist. Eine Straßenbahn am Dahlemer Weg halte ich für nicht zwingend notwendig, weiter nach Teltow wegen der hohen Baukosten schon gar nicht.
Wenn man die Straßenbahn nach Teltow reinbaut rechnet es sich mehr als man denken würde, weil u.a. die Fahrgastströme neu verteilte
werden
Na gut, stellt sich nur die Frage, wo man den Teltowkanal queren will. Entweder man baut eine neue Brücke an der südlichen Verlängerung der Wupperstr., da gab es auch früher mal eine Brücke (Fritz-Schweitzer-Brücke oder Wupperbrücke), die man wieder neu aufbauen müsste. Man könnte auch über den Beeskowdamm und den Teltower Damm über die Knesebeckbrücke nach Teltow rein fahren. Allerdings ist die Brücke recht schmal, hier müsste die Straßenbahn direkt auf der Straße fahren. Hat den Nachteil, dass sie verkehrsabhängiger ist als auf eigener Trasse, aber den Vorteil, dass man keine komplett neue Brücke bauen muss. Mit „nach Teltow rein“ meinst du dann wahrscheinlich einmal durch den Ort bis zur Warthestraße. Wobei wenn man dann theoretisch auch Stahnsdorf noch anbinden könnte und von Stahnsdorf kann man dann eigentlich auch weiter nach Potsdam/Am Stern könnte, wo man ans Potsdamer Netz der Linie 92/96 anschließen kann (etwa an der Ecke Gaußstr./Galileistr., wo die 92/96 die Kurve macht, könnte von Osten die Strecke aus Stahnsdorf/Teltow/Lichterfelde West dann theoretisch kommen). So hätte man dann auch die Straßenbahnnetze Berlin und Potsdam miteinander verbunden.
Theoretisch hört sich das alles zwar ganz gut an, ich zweifle aber etwas daran. Ob sich Teltow (und Stahnsdorf vielleicht auch) und das Land Brandenburg an den Kosten für eine Straßenbahn nach Berlin beteiligen wollen, bin ich mir nicht so sicher. Anders sähe das aus, wenn die Straßenbahn, von Teltow und Stahnsdorf auch in die „eigene“ Landeshauptstadt Potsdam fahren würde. Gerade unter dem Aspekt der möglichen Verlängerung nach Stahnsdorf und Potsdam ist die Idee mit der Straßenbahn von Lichterfelde West nach Teltow vielleicht doch gar nicht so schlecht, wie ich anfangs dachte.
Was die Idee einer Straßenbahn nach teltow betrifft, möchte ich darauf hinweisen, dass auch die Knesebeckbrücke (am Teltower Damm) nur ein Provisorium aus der Zeit des Mauerfalls ist und ersetzt werden soll. Eine neue Brücker käme alöso so oder so, nur leider sicherlich ohne Vorbereitung für eine Straßenbahn.
Eine Straßenbahnlinie entlang des Dahlemer Wegs halte ich für ganz abwegig. Dort verlaufen die Verkehrsströme nicht. Lichterfelde West ist als Unterzentrum nur für die Nahversorgung von gewisser Bedeutung, aber nicht aus Teltow. Von dort orientiert man sich zum Zehlendorfer Ortskern, das für die Versorgung von regionaler Bedeutung, bis hin nach TKS ist. Der S-Bahnhof Zehlendorf zeigt auch mit seinen täglich über 20.000 Fahrgästen (vor Coronazeiten!) die Bedeutung dieses Standorts. Auch aus Lichterfelde fahren viele Menschen in das Zentrum von Zehlendorf.
Natürlich wäre auch für Teltow eine Straßenbahn nach Potsdam sinnvoll, denn dort fahren wochentags Gelenkbusse alle 10 min. Okay, nicht ganz im Takt, weil das Eine eine Expresslinie ist, aber im Durchschnitt. Das Potenzial wäre also gegeben. Auch der X10er fährt zumindest im Berufsverkehr alle 10 min nach Teltow, teilt sich dort allerdings auf in einen Ast zum S-Bahnhof und einen zur Rammrathbrücke. nach Berlin sollte eine Straßenbahn im Zuge des X10ers zum Zoo geführt werden, da dieser Bus alle wichtigen Punkte in dieser Relation bedient.
Das sehe ich ganz anders. In Lichterfelde ist die expandierende FU, welche auch Teltow zu einem attraktiven Wohnort für Studenten und Professoren machen würde. Ich habe Kontakte dorthin und weiß wie schwierig es um Studentenwohnungen im Umfeld steht. Das wäre eine Chance auf Entlastung.
Des weiteren ist die Verbindung von Teltow in Richtung Steglitz heutzutage völlig unzureichend!
Die Verkehrsströme werden verlagert, es ist nicht so, dass sie fest auf Achsen verlaufen. Daher würde ich diese Strecke durchaus mit Potenzial sehen, auch von den geringen Baukosten her.
Die Brücke muss ja nicht zwingend einen besonderen Bahnkörper vorsehen (das wird in Teltow auch weniger möglich sein), sollte aber dennoch der Belastung von Straßenbahnfahrzeugen stand halten…!
Eine Verlegung des Bahnhofs Lichterfelde West über die Drakestraße wäre zwar möglich, aber eine Straßenbahnhaltestelle unter der S-Bahn auf Grund der geringen Straßenbreite wohl kaum denkbar. Es wären also trotzdem gewisse Fußwege erforderlich, dennoch hätte diese teure Lösung ihren Reiz. Eine Weiterführung der Straßenbahn nach Dahlem wäre dann denkbar, eine weitere Fortsetung nach Steglitz böte sich jedoch nicht an, weil eine Führung von Lichterfelde West nach Steglitz über Dahlem, wegen des Umwegs, kaum sinnvoll wäre.
Klar, die Fußwege wären natürlich länger als bei einem Halt in der Wendeschleife direkt vor dem Bahnhof, dennoch finde ich, dass man dann schon die Straßenbahn bis Dahlem Dorf weiterfahren lassen sollte, so wie es der Bus M11 ja zurzeit auch tut. Durch die direkte Verbindung zur Freien Universität könnten auch Stadtteile wie Buckow, Mariendorf und Marienfelde als attraktive Wohnorte für Studierende werden (vor allem, da die Mieten in diesen Stadtteilen im Gegensatz zum Rest der Stadtteile im Südwesten Berlins (z.B. Zehlendorf, Dahlem) noch erschwinglicher sind). Die Straßenbahn von Dahlem nach Steglitz zu verlängern macht eher wenig Sinn (höchstens wenn ab Steglitz weitere Straßenbahnverbindungen bestehen, aber auch dann eher wenig). Es geht ja nur um die Anbindung von Dahlem an die anderen Stadtteile im Süden Berlins (Lichterfelde, Marienfelde, Buckow usw.), aus der Stadt ist Dahlem ja mit der U3 sehr gut angebunden.
Gute Idee aber die Haltestellenabstände sind mir da teilweise ein bisschen zu klein.
Desweiteren würde ich die Strecke eher durch die Rudower Straße führen.
Das mit den Haltestellenabständen dachte ich mir auch schon, ich habe erstmal alle Haltestellen der M11 übernommen. Es gibt sicherlich einige, die man rauslassen kann wie Petunienweg, Pfarrer Vogelsang Weg, Delmer Steig, Halker Zeile, Nahmitzer Damm, Sondershauser Str. oder Marienstr. oder Carmerplatz bzw. Schlossparktheater nur um mal so ein paar zu nennen. Als Kompromiss könnte man die jeweils nächstliegende Haltestelle ein Stück in Richtung der wegfallenden Haltestelle verschieben. Vielleicht bearbeite ich die Haltestellen nochmal und lasse noch ein paar raus. Ich habe die Linienführung der M11 zwischen Schöneweide und Goerzallee/Drakestr. exakt übernommen, daher geht es bei mir durch die Fritz Erler Allee. Klar ist die Fritz Erler Allee etwas weniger geeignet, da die Straßenbahn hier fast parallel zur U7 fahren würde.
Aber in der Fritz Erler Allee ist es durch die Hochhäuser der Gropiusstadt viel dichter besiedelt als an der Rudower und Neuköllner Straße. Die Gropiusstadt wird so zumindest deutlich besser erschlossen. Auf der Neuköllner und Rudower Str. bleibt der 171, der ja sonst den Schlenker durch die Gropiusstadt machen müsste, wenn die Straßenbahn durch die Rudower Str. fährt. Man könnte ja eine der Rudower Ringlinien (z.B. die 371) von U Rudow via Alt Rudow (da fuhr ja auch mal die 171, bevor sie direkt durch die Neuköllner Str. geführt wurde)-Neuköllner Str.-Rudower Str.-Johannisthaler Chaussee bis zum U Johannisthaler Chaussee fahren lassen, um die Neuköllner und Rudower Str. mit dem U Johannisthaler Chaussee zu verbinden.
Die Straßenbahn würde ich aber durch die Fritz Erler Allee führen, zum einen ist dies die kürzere Strecke, zum anderen gibt es da in der Gropiusstadt, die so besser erschlossen wird, deutlich mehr Nachfrage und Fahrgäste als in der Einfamilienhaussiedlung entlang der Rudower Straße.