Beschreibung des Vorschlags
Moderne Zugsicherungssysteme erlauben nicht nur schnelleres Fahren, sondern auch dichtere Zugfolge. So gibt es mit LZB CE auf der Münchner S-Bahn Blockstrecken mit gerade einmal 50 Metern Länge, die ein Aufrücken auf den vorausfahrenden Zug bis fast zu dessen Zugschluss erlauben.
ETCS folgt der LZB nach, bietet die angesprochene Funktionalität selbstverständlich auch, und wird sukzessive Standardausrüstung auf allen Triebfahrzeugen. Das Mittel der Wahl also für die chronisch überlastete Berliner Stadtbahn, die sich aus verständlichen Gründen nicht um weitere Gleise ergänzen lässt, und deren Zulaufstrecken. Also wird’s Zeit, mal ein paar Balisen ins Gleis zu werfen sowie Stellwerke und Zugfunk aufzubohren. Hiermit sei diese Maßnahme angeregt.

Ist so ein Vorschlag aus der Serie „warum nimmt man das eigentlich wirklich nicht in Angriff?“ Die Stadtbahn ist ein grausiges Nadelöhr und der Westeingang Spandau ebenfalls, da würde sich die Investition in dichteren Verkehr wirklich lohnen.
(OT: Ist auch was, wo ich die Berliner S-Bahn nicht verstehe. Mit ihrem autonomen, abgeschlossenen Netz bietet sich die S-Bahn sogar für ETCS L2 oder später 3 mit ATC und teilautonomen Betrieb an.)
Da fällt mir spontan eins ein: Schmeißt mal bitte einer die Fernzüge da oben raus? Betrifft die ICE-Linien 12 und 13 und die ICs nach Amsterdam. Die Fahrt von Spandau nach Hbf (tief) geht eh viel schneller als nach Hbf (hoch), und die Strecke ist weit nicht so überlastet. Gut, Ostbahnhof wird nicht mehr bedient, ok. Sehe ich aber als Verkraftbar an.
Grund ist glaube ich die einfachere Anbindung dies ICE-Werks in Rummelsburg, welches vom Hbf tief nur via Gesundbrunnen einschl. Kopfmachen bewerkstelligen kann.
Sehe ich auch als sehr sinnvoll an. Allerdings würde eine zeitnahe „ETCS-Pflicht“ für die Stadtbahn wahrscheinlich die Überbelegung ganz von alleine lösen, weil dort erstmal fast nichts mehr fahren würde 😉
Die dichte Zugfolge wie auf den S-Bahn-Strecken wird man aber nicht erreichen können, die Sicherungstechnik dort ist auf die steilen Bremskurven der S-Bahn-Züge ausgerichtet und die Stammstrecken daher meist auch nur für bestimmte Zugtypen zugelassen. Hier wird man wohl etwas konservativere Werte annehmen müssen. Sicherlich aber trotzdem eine wirkungsvolle Maßnahme.
Insgesamt aber meine volle Unterstützung. Wenn man damit mal die Umrüstung der Züge beschleunigen kann, wird man sicherlich auch mehr Rückenwind für Projekte auf anderen Strecken erhalten, die ebenfalls an ihrer Kapazitätsgrenze nagen.
Bin mir nicht ganz sicher, aber vermute mal stark, dass zumindest da neuere Zeug (ab Hamster aufwärts) die entsprechende Hardware schon mit sich rumfährt. Für die altehrwürdigen 112er bedeutet das freilich das Aus.
Andererseits kann man die guten alten Signale samt Indusi bis auf weiteres auch stehenlassen. Ein wenig Redundanz hat noch nie geschadet.
>Redundanz: Na Signale sollte es schon noch geben, aber egal ob darunter ne ETCS-Balise oder ein PZB-Magnet oder beides liegt, der Kapazitätsgewinn wird sich ja nur einstellen, wenn Level 2 (oder 3) von allen oder zumindest der überwiegenden Anzahl der Fahrzeuge genutzt wird.