Beschreibung des Vorschlags
Die Straßenbahn am Alexanderplatz ist überlastet. Insbesondere die M4, welche in den Stoßzeiten alle 3 Minuten fährt. Die anderen Linien M5 und M6 fahren beide alle 10 Minuten. Die von den anderen Linien isoliert in der Dircksenstraße endende M2 fährt maximal alle 5 Minuten. (Die Daten gibt es hier. Einfach im Seitentitel die Liniennummer ändern.)
Doch während über den Alexanderplatz und in der Gontardstraße Bahnen quasi andauernd fahren, geht es in der Dircksenstraße auf der anderen Seite des Bahnhofs noch verhältnismäßig beschaulich zu; die M2 fährt, wie oben gesagt, alle 5 Minuten, und das nur in der HVZ. Ich möchte nun mit einigen Maßnahmen diese Überlastung verteilen. Einige Kurse der sonst am Hackeschen Markt endenden M4 sollen (wie in der Zeichnung zu sehen) über die Haltestelle in der Dircksenstraße wenden. Dies erfordert natürlich, dass die M2 in dieses Übergangskonzept eingebunden wird, denn so wie heute stumpf enden kann sie dann nicht mehr.
Da die M4 heutzutage schon aus zwei Linien besteht, welche sich am Prerower Platz gabeln, möchte ich diese hiermit in zwei Linien aufteilen: die M3 fährt fortan von der Zingster Straße bis Alex/Dircksenstraße und geht dort auf die M2 über, die M4 fährt von Falkenberg wie gehabt zum Hackeschen Markt. Sowohl M3 als auch M4 fahren dann alle 6/7/7 Minuten und überlagern sich auf ihrer gemeinsamen Route. Da die M2 jedoch häufiger fährt als die M3, muss in 20 Minuten einer ihrer Kurse über die vorhandenen Gleiswechsel umkehren. Das sollte auch mit der heutigen Infrastruktur klappen.
Für dieses Konzept, egal wie es genau aussieht, ist nur eine kleine Baumaßnahme erforderlich: die Kurve von der Dircksenstraße auf den Alexanderplatz hat nur ein Gleis. Hier ist ein zweites Gleis vonnöten, um einen vollwertigen Abzweig herzustellen. Da hier aber ein Fahrstuhlschacht im Weg ist, den man auch nicht so einfach verschieben kann, muss die gesamte Kurve etwas nach Nordosten verschoben werden. Dann passen auch zwei Gleise zwischen Fahrstuhl und Gebäude durch.
Dies führt jedoch dazu, dass die am Alex endenden Kurse keine Anbindung an den Hackeschen Markt und die M1 mehr bieten. Jedoch betrifft dies nur den Ast der M3 vom Prerower Platz zur Zingster Straße, und dort fährt auch die M5.

Die M5 fährt nur alle 10 min am Ales. Im 5-min-Takt fährt sie nur zwischen Landsberg Allee/Pertersburger Straße.
Die „klitzekleine Baumaßnahme“ könnte sich doch als etwas größer erweisen. Das zweite Gleis feht nämlich, weil ihm ein Fahrstuhlschacht im Weg ist. Dieses, für einen barreiefreien Zugang notwendige Detail zu verschieben, hätte jedoch Konsequenzen in den anderen Etagen des U-Bahnhofs. Er ist dort positioniert, weil er nur so am Kreuzungspunkt des U8 Bahnsteigs mit dem Bahnsteig der U5, an dem die endenden Züge ankommen liegt. Ihn mehr als nur ganz geringfügig zu verschieben, würde zu unlösbaren Konflikten mit den Gleisverläufen der U-Bahn führen. Wie willst du dieses Problem lösen?
Natürlich, da hatte ich mich im Plan verlesen. Wurde korrigiert.
Das habe ich jetzt in der Beschreibung ergänzt. Nach Satellitenbild passen aber auch zwei Gleise durch die Lücke, wenn das vorhandene etwas verschoben wird.
Wenn du den Fahrstuhlschacht verschieben willst, ist das ein erheblicher Aufwand, weil es in allen Etagen verschoben werden müsste. Ist da überall Platz dazu?
Ich verschiebe nicht den Fahrstuhlschacht, sondern die Gleise. Dann passen auch zwei zwischen Fahrstuhl und Gebäude durch. Steht so auch in der Beschreibung.
Der Vorschlag wurde überarbeitet, jetzt gehts nur noch um M3/M4 und M2.
M3?
Lies bitte die Beschreibung. Ich habe keine Lust, alles, was weiter oben steht, hier noch einmal zu erklären.
Entschuldigung, aber wenn du die Beschreibung änderst, nachdem ich so schon einmal gelesen habe, kann so etwas passieren. Ich habe wenig Lust wegen einer kleinen Änderung alles nochmal zu lesen. Ändert man etwas, würde ich das in einem Kommentar erläutern. 😉
Sorry die Idee hat sehr sehr viele Schwachstellen!
Als 1. hat die M3 ein großes Problem, wenn die in die M2 übergehen soll. Die m3 fährt im 6/7/7 Takt in deinen Planungen. Die M2 im 5 min Takt. Was passiert also an der Haltestelle? 1. Zug der M3 fährt ein, schildert um und fährt weiter. 2. Zug fährt ein, schildert um und fährt weiter. So ist schon mal ein 5 min Takt nicht machbar, da hier schon 6 min entstanden sind. Gut dann wartet Zug 1 eben 4 min, Zug 2 3 min (1 min aufgeholt) und Zug 3 wartet nicht. Dann kann man dort einen M2 Zug dazwischen schieben. Allerdings was passiert, wenn die M3 2 min Verspätung hat? Schon wird es auf die nächste Linie übertragen, ohne Pufferzeit.
Auch hast du ein Problem beim wenden. Du musst bedenken, dass ja alle 5 min eine M2 ankommt und sich genau zwischen Zug 3 und Zug 1 schieben muss. Sobald es hier Verzögerungen gibt, haut das schon wieder nicht hin. Auch hast du wieder das Verspätungsproblem, wo es sich auf Folgezüge überträgt, da du ja warten musst. Das klappt also rein gar nicht.
Auch werden die Verlängerungespläne der M2 in Richtung Mehringdamm und die der M4 in Richtung Steglitz völlig ignoriert. Das wäre dann ja nicht mehr möglich.
Zudem löst das auch keine Probleme, denn von Mollstraße bis zum Bahnhof, bleibt ja alles wie gehabt. Da gibt es keine Lösung. Die Zugfolge bleibt gleich und wird im Gegenteil nun auch von der M2 beeinflusst. Das löst nichts, sondern schafft nur Probleme.
Man könnte nur überlegen, ob man die M5 oder M6 über die M2 Trasse schickt. Aber auch das ist nicht besonders gut, da hier dann schlechter zur U-Bahn und auch schlehter zur S-Bahn sowie Regionalbahn umgestiegen werden kann.
Im Rahmen der M4 Verlängerung wird eher folgendes passieren (kenne die Pläne zwar nicht, aber das macht am meisten Sinn). M4, M5 und M6 werden am Roten Rathaus vorbeigeführt (sogar offizielle Planung). Die M4 biegt dann in Richtung Molkenmarkt ab, während die M5 und M6 in Richtung Hackeschen Markt abbiegen. Die Haltestelle Gontardstr. wird dann zur Aussetzung der M4 genutzt, damit dort jeder 2. Zug endet und man im 6/7/7 Takt nach Steglitz fährt. Hier wäre es dann theoretisch möglich, die Äste wirklich in M3 und M4 zu trennen, sollte man doch jeden 2. Zug zum Hackeschen schicken. Die M2 würde im übrigen verlängert werden und über die M4 Trasse bis zum Spittelmarkt geführt werden. Also man schiebt sogar dann noch Züge dazwischen.
Achja … das eigentliche Problem an der Strecke ist die Ampelschaltung an der Alexanderstraße mit der direkt dahinter liegenden Haltestelle. Man hätte die Haltestelle noch ein Stück weiter auf den Platz schieben sollen, so dass 2 Züge rüber kommen würden und man hinter der Alexanderstraße wartet, als vor der Ampel. Damit würde man wirklich eine Lösung herbeiführen.
Mal eine Frage:
Mir ist zwar auch bekannt, dass die M4 nach Steglitz verlängert werden soll, aber meinst du, dass dort ein 6-7-7-min-Takt ausreicht? Der Bus fährt dort durchschnittlich alle 5 min (M48 und M85) und durch den Schienenbonus ist mit Zuwächsen zu rechnen. Wäre es da nicht sinnvoller, die M2 nach Steglitz zu führen? Für die in M3 und M4 aufgeteilte M4 würden sich ein Ast zum Mehringdamm und einer zum Zoo anbieten. Einen 5-min-Takt zum Mehringdamm würde ich jedenfalls übertrieben finden. Wie siehst du das?
An sich ist das nicht in Stein gemeißelt. Allerdings gibt es schon eine andere Netzwirkung, wenn es die M4 wird. Du fragst dich sicherlich was ich genau damit meine. Der 200er hat nämlich ein Problem, wenn die Straßenbahn bis zum Potsdamer gebaut wird. Wie dir sicherlich bekannt ist, soll der M41 auch als Straßenbahn umgebaut werden. Dort wird es (zu meinem bedauern) wahrscheinlich keine Durchbindung bis HBF geben. Daher wäre die sinnvolle Endstation der Zoo. Somit würde der 200er auf der Relation aufgegeben werden. Daher wäre es durchaus eine Überlegung wert, dass man den 200er dann auch als Straßenbahn ausführt. Dieses könnte durch eine Linie über die neue Trasse erfolgen, damit der Potsdamer verbunden bleiben würde. Dafür würde sich die M4 anbieten.
Weiterer Punkt wäre die ehemalige U-Bahnplanung. Hieraus würde sich genau diese Streckenführung ergeben. Sonst kommt man irgendwann doch auf den Gedanken, dies als U-Bahn zu bauen.
Nächster Punkt wäre der dichte Takt der M4. Wo wäre es leichter einen dichteren Takt als 5 min zu fahren? Das ginge nur mit der M4. Am Anfang sollte der 6/7/7 Takt ausreichen. Schließlich fahren hier entweder 40 m Flexity oder Doppeltraktion GT6N. Das würde die Kapazität schon deutlich erhöhen. Sollte dann doch ein glatter 5 min Takt angestrebt werden. Kann man ja immer noch überlegen, dass man die M4 (die ja auch überfüllt ist) auf einen 2,5 min Takt zu verdichten. Dann kann man wirklich 2 Linien daraus machen, wobei eine im 5 min Takt weiter in Richtung Steglitz fährt und die andere am Hackeschen endet. Selbst eine Verdichtung auf einen 3 min Takt wäre mit der neuen Strecke machbar, weil dann fährt man einen 6 min Takt. Ist zwar ungewöhnlich, aber trotzdem fahrbar.
Letzter und wichtigster Punkt ist die Strecke zum Mehringdamm selbst. Hier fährt der 248er in einem 10 min Takt. Eine Ausdünnung wäre quatsch. Also muss man einen 10 min Takt fahren. Wie will man diesen aber aus der M4 rausbekommen? In Spitzenzeiten fährt man zwar einen 3/3/4 Takt, aber was passiert am Sonntag oder in der SVZ wo man 6/7/7 fährt? Klar einen 20 min Takt könnte man dort dann auch fahren. Es wäre nur doof, wenn man dann doch auch dort auf einen 10 min Takt umschwenkt, weil die Fahrgastzahlen in die Höhe gehen. Der Vorteil liegt hier klar in der M2. Jetzt fragst du dich aber sicherlich wieso, da fährt man auch 6/7/7. Richtig, allerdings wird das nach der Verlängerung in den Blankenburger Süden nicht mehr so sein, da dort dann ein glatter 10 min Takt gefahren wird. Somit muss man auch da auf einen 5 min Takt umstellen. Außerdem ist die 2. Verlängerung über das Pankower Tor nicht vom Tisch. So könnte man die Linie dann auch in 2 Linien aufspalten.
Und dein letztes Argument spricht auch gegen eine M4 oder M3 dorthin. Denn ein 6/7/7 Takt zum Mehringdamm ist übertrieben. Wie willst du also die Fahrgastinformation auf dieser dicht befahrenen Strecke gestalten, wenn du dort verklickern willst, wir fahren alle 10 min dorthin? Du müsstest dann jeweils eine M3 und eine M4 durchbinden um einen 10 min Takt zu schaffen. Das wäre grausam.
Ich habe jetzt ein wenig Schwierigkeiten die Probleme des 200ers nachzuvollziehen. Insbesondere nach Eröffnung der Straßenbahn zum Potsdamer Platz würde er diese dort zwar berühren, ansonsten aber durch seine Führung über Unter den Linden einerseits und der Tiergartenstraße andererseits kaum in Konkurrenz zur Straßebahn stehen. Etwas anderes wäre es natürlich, wenn man den M41er zur Straßenbahn umbaut und über die Tiergartenstraße zum Zoo führen würde. Eine solche Trasse fände ich aber nicht gut, weil sie viel zu sehr am Rand der Bebauung liegen würde und dadurch nur ein kleines Einzugsgebiet hätte. Besser fände ich es die Straßenbahn vom Potsdamer Platz zum Zoo über Potsdamer Straße und auf beiden Seiten entlang des Landwehrkanals zu errichten. Dadurch wäre der 200er nicht betroffen, aber der alle 5 min fahrende M29. Einen so häufig fahrenden Bus durch eine Straßenbahn zu ersetzen wäre sicher auch kein Fehler.
Die historische U-Bahnplanung sah in der Tat eine Linie von Steglitz nach Weißensee vor, wie sie dieser M4 entsprechen würde. Mit dem Verkehrsentwicklungsplan von 1993 war diese Planung aber spätestens vom Tisch. Von da an sollte eine U3 vom Ku’damm nach Weißensee fahren. So gesehen müsste daher mit Rückicht auf die letzten U-Bahnplanungen eher die M4 zum Zoo geführt werden. Da es sich aber nunmal um eine Straßenbahn handelt, finde ich, muss man auf sowas keine Rücksicht nehmen.
Wie wäre es, wenn man von der auf zwei Linien gespaltenen M4 einen Ast nach Steglitz und einen zum Zoo führt? Ein Endpunkt am Hackeschen Markt bei einer der neien Linien würde deren Attraktivität deutlich reduzieren, was vermutlich zu einer ungleichen Auslastung der Züge führen würde.
Dass man überhaupt eine Linie zum mehringdamm bauen will, überrascht mich eigentlich. So wichtig finde ich diese Achse nicht. gut der 248er fährt zwar alle 10 min, aber das tun eine ganze Reihe anderer Buslinien auch, bei denen niemand eine eine Umstellung auf Straßenbahn denkt. Interessanter würde diese Linie meiner Ansicht nach erst werden, wenn sie über den Mehringdamm hinaus am Platz der Luftbrücke vorbei und über Manfred-von-Richthofen-Straße und Werner-Voss-Damm zum bahnhof Südkreuz fahren würde. Dann könnte sie Reisenden des Regional- und Fernverkehrs eine attraktive Verbindung in den Westen Kreuzbergs und nach Mitte bieten. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass dann langfristig ein 10-min-Takt etwas knapp wird.
Aus mehreren Linien jeweils alle 20 min einen Wagen herauszunehmen, um ihn woanders hin zu schicken, wäre in der Tat grausam.
An sich richtig, dass der M29 straßenbahnwürdig ist. Allerdings erzeugt du so entweder eine Brechung oder du erzeugt Doppelverkehr. Das ist beides unschöne. Der 200er hingegen fährt im 10 min Takt und das mit Doppelstockbussen. Sprich wenn der M41 im 5 min Takt durch eine Straßenbahn ersetzt wird, fährt jede 2. Bahn weiter bis Zoo. Würde also voll aufgehen. Auch musst du dir überlegen was dort alles erreicht wird. Dort sind nämlich viele Botschaften, was die Bewohner Neuköllns und Kreuzbergs durchaus als Reiseziel haben (Pass beantragen etc.). Auch wird so der eigentliche Zoo direkt angeschlossen, was auch nicht so verkehrt ist. Zudem ist die Achse mit dem Verkehr nicht so überlastet, dass man hier eine Unpünktlichkeit reinbringen würde. Daher eigenet sich der Ast ideal dafür den M41 sinnvoll zu verlängern und den bus hier zu ersetzen.
Muss man nicht, aber es gab ja Gründe dafür, warum man solch eine Linienführung gewählt hat. Die Gründe sind ja nicht verschwunden. man sieht nur in Steglitz kein Potential für eine S1 und eine neue U-Bahn parallel dazu. Daher macht eine Straßenbahn da mehr Sinn. So mal das Ende des 200ers im Prenzelberg auch ideal nutzbar wäre bei einem U-Bahn Bau. 5 min Takt von Steglitz bis Potsdamer (Leipziger) und weiter im 10 min Takt bis Michelangelo Straße. Dann könnte man mit der U-Bahn auf einen Umstieg am Spittelmarkt verzichten, da man ja eh am Alex auf die U2 treffen würde. Wäre also billiger.
Auch nicht sinnvoll. Die Strecke Alex-Potsdamer ist zwar überlastet, allerdings rechtfertigt sie keinen 3/3/4 Takt. Daher kann man ruhig schon vorher abbrechen, bevor man den Verkehr mit den zusätzlichen Straßenbahnen belastet. Bedenke die Strecke ist an der wichtigsten Stelle sehr staugeplagt und brauch nicht noch 50 m Bahnen dazwischen, die nicht gut ausgelastet sind.
Habe ich anfangs auch gedacht. Allerdings wurde ich dann von einen Menschen auf was gestoßen (du kennst ihn unter B-V 3313). Er spricht ja immer wieder von Netzwirkung bei der Tram. Was erreicht man denn am Mehringdamm vom Alex aus? Richtig die U7 und die U6. Wenn du also in Richtung Süden willst, biste so schneller an der U6. City West ist durch die U7 auch sehr gut zu erreichen. Zudem fährt dort dann der M41. Auch ist nicht gesagt, dass die M2 dort enden wird (auf Ewigkeit). Es würde sich doch anbieten, den dort endenden M19 zu ersetzen und die M2 so zum Zoo zu führen. Das ist eine richtig gute Netzwirkung. Zudem würde die Strecke eine Ausweichstrecke für Alex-Potsdamer werden oder Mehringdamm-Potsdamer etc.. Laufwege für Betriebsfahrten könnten verkürzt werden. Da ist schon ordentlich Potential. Auch ist ein 10 min Takt erstmal schon straßenbahnwürdig. Daher sehe ich die Strecke nicht mehr kritisch.
Die Bewohner Neuköllns und Kreuzberg werden sicher zahlreich dorthin müssen. Das kann ich mir schon vorstellen, aber diese gibt es sowohl entlang des M29ers, als auch entlang des M41ers. Derzeit haben die Anwohner des M41ers auch keine umsteigefreie Verbindung dorthin. Eine solche Straßenbahn, die entlang des M29ers zum Zoo fahren würde, würde denen diese Verbindung geben und den anderen nehmen. Unterm Strich liefe es auf die gleiche Attraktivität hinaus, nur für andere Leute. Eine Verschlechterung wäre es objektiv betrachtet nicht. Für einzelne schon, aber für andere auch eine Verbesserung.
(Diesen Pöbler will ich gar nicht kennen.) Okay, man erreicht die U7. Die kann man aber auch mit vielen anderen Linien erreichen, ab Alex mit der U8, ab Stadtmitt mit der U6 und mit der Straßenbahn nach Steglitz ebenfalls. Auch die S-Bahn bietet Anschluss. Ob man dazwischen wirklich einen weiteren braucht? Na, ja, nice to have, aber nicht wirklich so wichtig. Als Interimsendstelle hätte ich aber nichts dagegen einzuwenden.
Von einer Fortsetzung entlang des M19ers halte ich allerdings noch weniger. Entlang dieser Linie zum Zoo zu fahren, würde einen Parallelverkehr über vier U-Bahnstationen mit der U2 bedeuten. Mit einem Bus kann man sowas noch machen, aber eine Straßenbahn halte ich da für übertrieben. Dann lieber die M2 zum Südkreuz führen.
Derzeit fährt der M41 ab Halleschen Tor im 10 min Takt in Richtung Potsdamer Platz. Daher hast du nur eine Endhaltestellenoption und das ist der HBF. Wenn nun aber eine neue Strecke gebaut wird, kann man entweder gucken, ob der 10 min Takt zum HBF aufrecht gehalten werden kann oder ob ein 5 min Takt zum Potsdamer geschaffen wird. Dann wäre der 200er ideal als weiteres Ende. Auch ist die Strecke des 200ers lohnend genug um einen 10 min Takt mit der Straßebahn zu rechtfertigen. Daher schafft man hier neue Direktverbindungen und auch eine neue Netzwirkung.
Vom Alex aus erreicht du die erst Charlottenburg oder Hermannplatz. Aber um dazwischen eine Station anzusteuern, musst du den 248er nehmen. Du sparst also mit der Straßenbahn Zeit.
Der Bus fährt allerdings im 10 min Takt dort. Das tut der nicht aus mangelnder Auslastung. Man muss auch nicht komplett den M19 folgen, sondern kann über den N26 und 100er zum Zoo führen. Dann muss man allerdings den M19 durch eine Verlängerung der U1 ersetzen.
Die M2 am Südkreuz wäre übertrieben. Wo soll die denn lang fahren?
Ach, noch zum M41: Auch ich fände es schade, wenn die Linie nicht mehr zum HBF fahren würde. Einst fuhr die Linie 21 vom Halleschen Tor zum Lehrter Bahnhof (und noch weiter). Ich würde es begrüßen, wenn auch dort, auf ähnlicher Route, wieder eine Strecke entstünde, damit auch die M41 zum HBF fahren kann.
Da wurde ich ja immer verteufelt für meine Ideen. Aber auch dann wäre das nicht mehr als ein 10 min Takt. Der andere kann doch dann bequem bis Zoo geführt werden. Nach Schöneweide wird es auch nur ein 10 min Takt. passt doch also mit 2 Linien, wobei eine eine Metrolinie ist und die andere eben nicht.
Ich glaube nicht, dass ich dich dafür verteufelt habe.
Du meinst also, der M41 sollte zu zwei Linien werden, die jeweils im 10-min-Takt aus Neukölln zum Potsdamer Platz führen und von denen die eine zum Zoo und die andere zum HBF fahren würden?
Mich würde trotzdem die Lage direkt am Tiergarten stören. Wenn man schon eine Straßenbahn vom Potsdamer Platz zum Zoo plant, sollte sie besser dort verlaufen, wo der Bus alle 5 min fährt, als dort, wo er nur alle 10 min fährt.
Ich habe ja nicht dir direkt den Vorwurf gemacht 😉
Genau. Im 10 min Takt durch eine normale Linie bis zum Zoo, da hier bisher kein Nachtverkehr ist. Ein weiterer 10 min Takt fährt zum HBF als Metrolinie.
Dann mach mal einen Vorschlag, wie man das sinnvoll machen kann. Bedenke aber, das weder eine Brechung einer gut laufenden Buslinie, noch ein Doppelverkehr sinnvoll ist.
Wie oben erfragt: Der M41 sollte zu zwei Linien werden, die jeweils im 10-min-Takt aus Neukölln zum Potsdamer Platz führen und von denen die eine zum Zoo und die andere zum HBF fahren würden, zum Zoo aber entlang des M29ers. Da eine Straßenbahn weitaus leistungsfähiger ist, als ein Bus, könnte der 10-min-Takt dann ausreichen. Den M29er könnte ich mir aber letzten Endes auch als Straßenbahn vorstellen. Der 5-min-Takt der Busse schreit geradezu danach. Dann müsste der M41er ihm seinen angestammten Raum lassen und insgesamt zum HBF fahren. Das muss ja nicht im 5-min-Takt geschehen. Wenn dieser in Neukölln und Kreuzberg bis zum Halleschen Tor nötig ist, kann man die Linie dort auch ausdünnen. Das werden dann aber die Fahrgastzahlen zeigen.
Man sollte aber auch den Mut haben Linien zu verändern. Auch eine gut laufende Buslinie könnte durch eine bessere Straßenbahn durchaus ersetzbar sein.
Also der M29 ist leider denkbar ungünstig für einen Straßenbahn. Das hat 2 Gründe. Zum einen ist die Streckenführung so bescheuert, dass du dauernd um Kurven fahren musst. Das steigert den Verschleiß deutlich. Auch ist ein eigenes Gleisbett eher selten möglich. Der 2. aber wichtigere Grund ist die Brechung der Linie. Was passiert mit den östlichen Ast? Dort wird auch ein 5 min Takt gefahren. Den kannste nicht einfach dort brechen. Das nimmt verdammt vielen die Direktverbindung in die City West. Auch musst du am Anhalter abbiegen und da halt auch den M29 splitten. Der eignet sich nicht für eine Kopplung. Man könnte nur überlegen, über Mehringdamm den M19 zu ersetzen. Damit ist aber eine evtl. Verdichtung in Richtung Potsdamer nicht mehr so einfach möglich.
Daher lieber den 5 min Takt bis dahin ausdehen und dann den 200er ersetzen auf dem Stück zum Zoo.