13 Kommentare zu “Bedienkonzept MDV

  1. Bei diesem ominösen ICE, der vom Ruhrgebiet über Kassel nach München fährt, muss man eher froh sein, wenn der nicht eingestellt wird. In Zielfahrplänen oder vergleichbaren Gutachten zum Deutschlandtakt ist er jedenfalls nie enthalten, andere Einzelzugpaare aber schon (siehe z.B. erste Verlinkung die Bemerkung „nur Einzellagen“ zwischen Nürnberg und Augsburg). Der ist auch nur ein Flügelzug, der zwischen Würzburg und München mit der stündlichen Linie 41 mitfährt, und somit auch nur ein Halbzug. Und wenns in München mit den 3ern eng wird, ist das meist die allererste Zughälfte, die weggelassen wird, dann wird der Zug aus dem Ruhrgebiet (Ankunft Würzburg 13:00) nicht angehängt, sondern fährt als Gegenleistung (Abfahrt 13:01) mit etwas Verspätung gleich wieder zurück in Richtung Norden.

    Soll heißen: Sich hier eine Aufstockung zu wünschen? Klar, wünschen kann man sich vieles, aber wie gesagt, erstmal froh sein, dass der Zug nicht eingestellt wird …

    Bei den ICs aus Gera/Chemnitz siehts leider auch nicht viel besser aus: Die momentan 3 täglichen Zugpaare sind mit gerade einmal 5 einstöckigen Wagen unterwegs, und selbst das muss bezuschusst werden.

    Klar kann man sich ein dichtes Angebot wünschen, aber wenn es dafür halt keine Nachfrage gibt, dann macht es auch keinen Sinn, leere Züge rumfahren zu lassen.

    1. Sorry, aber Ich verstehe deinen Kommentar leider nicht.

      Erstens: den Deutschlandtakt für irgendeine Instanz zu halten die aussagekräftig ist, ist grundlegend falsch. Das musste ich auch erstmal lernen (Da fehlt so viel und spiegelt nur Infrastrukturmindestvorgaben sowie potentiellen Verkehr dar).  Zweitens, mir dann auch noch die veraltete Version vorzulegen (und mit dieser zu argumentieren), die gleichzeitig vom dir auch verlinkten Nachfolger aussagenichtig gemacht wurde ist zumindest für mich verwirrend.

      Soll heißen: Sich hier eine Aufstockung zu wünschen? Klar, wünschen kann man sich vieles, aber wie gesagt, erstmal froh sein, dass der Zug nicht eingestellt wird … 

      Natürlich wünsche ich mir das, wenns das schon geben würde, müsste ich es mir ja nicht wünschen….?

      Bei den ICs aus Gera/Chemnitz siehts leider auch nicht viel besser aus: Die momentan 3 täglichen Zugpaare sind mit gerade einmal 5 einstöckigen Wagen unterwegs, und selbst das muss bezuschusst werden.

      Das liegt vor allem daran, dass der IC 2 wohl nicht auf der Strecke bis Gera fahren darf (Tunnel scheinen ein Problem zu sein, es gibt aber definitive Gründe, die ich gerade leider ohne Google nicht parat habe).

      Dazu noch 2 Punkte, mehr als 5 Wagen passen eben auch nicht an die Bahnsteigkanten östlich von Weimar. Ein einfacher Grund.  Die Bezuschussung liegt simpel gesagt daran, dass aufgrund der Eingleisigkeit der Regionalverkehr aussetzen muss. Damit sich der Nahverkehr aber nicht verschlechtert, hält der IC auch an solchen Metropolen, wie Hermsdorf – Klosterlausnitz (Entschuldigt die Polemik). Dadurch kommt dieses Integrationsmodel zustande, welches eben bezuschusst wird.

       

      1. Dazu kannst du ja mal schauen, was gerade für ein politischer Wille entfacht wird, damit es da schneller voran geht und man mindestens einen 2 – Stundentakt (oder sogar stündlicher FV!) fahren kann. Das ist noch häufiger als von mir geplant und ließe z.B Platz für Verbindungen ins RM-Gebiet.

      2. > dass der IC 2 wohl nicht auf der Strecke bis Gera fahren darf

        Das liegt m.W.n. am notwendigen Lokwechsel. Strange but true, die IC2 werden betrieblich und sogar softwaretechnisch wie Triebzüge behandelt und können nicht so ohne weiteres auseinandergerupft und mit ner anderen Lok bespannt werden.
        Es gab mal den Gedanken, die Zuglok so quasivorspannmäßig aufgerüstet-abgebügelt auf dem Dieselabschnitt mitzuzerren. Das wär das einzige, was irgendwie ginge, Produktionskosten jenseits von gut und böse und ein sicherer Kandidat für den ganz normalen Irrsinn auf extra3.

        1. Ach Danke, Richtig!

          Naja Angst vor extra3 Beiträgen hätte ich nicht, bei der einseitigen, unseriösen und manchmal einfach nur unlogischen Berichterstattung kommt danach ja meist die Wahrheit ans Tageslicht 😀

          Gerade bei Bahnthemen, haben die sich schon das ein oder andere mal eigentlich nur blamiert, weil sie die Sache an Sich nicht verstanden haben…

          Aber ja, optimal klingt das auch nicht. Ob der Bahn bis 2028 da noch was anderes einfällt? Kaum vorstellbar, dass die IC1 Wagen bis dahin durchhalten.

  2. Mal meine Beobachtungen von einer Fahrt mit dem MDV-IC: Von Westen kommend bis Paderborn war der sehr voll, kaum noch Stehplätze zu bekommen. Da lohnt sich ne Verstärkung auch und vor allem der Gefäßgröße schon mal auf alle Fälle. Weiter bis Kassel immer noch sehr gut besetzt, dort großer Fahrgastaustausch und in ähnlicher Besetzung bis Eisenach, wo dann sehr viele aus- und in einen ICE aus Frankfurt umgestiegen sind. Eisenach – Erfurt war am mit Abstand schwächsten.

    Ausgehend davon schwebt mir ein Flügel vor, und ausnahmsweise nenn ich auch mal ne Baureihe. Nämlich die BR415, die nicht zu groß für die Nachfrage ist, die dank technischer Parameter die Angelegenheit beschleunigt und damit attraktiver macht (5 Euro für Rudi), und die so langsam mal wirtschaftlich abgeschrieben sein sollte und damit einigermaßen günstig zu betreiben wäre.
    Gemeinsam bis Erfurt mit Korrespondenz in Eisenach, dann ein Teil wie gezeichnet nach Chemnitz und einer über Weimar-Naumburg nach Leipzig. Eilige steigen in Eisenach in den ICE um, damit ist für alle gesorgt.
    Bedingung ist natürlich, dass endlich mal die Fahrdrahtlücke zwischen Weimar und Gößnitz geschlossen wird.

    1. Danke für deine Einschätzung.

      Dass Bedarf für Kassel – Paderborn – Ruhrgebiet besteht, konnte ich auch schon am eigenen Leib erfahren.

      Richtung Erfurt musste ich noch nie weiter pendeln, denke aber deine Einschätzungen liegen vor allem an einem Faktor: Der Lokwechsel in Gotha ist unglaublich zeitaufwendig, und obwohl der IC weiter nach Erfurt fährt, schlägt dir selbst die DB vor nach Erfurt in Eisenach umzusteigen. Natürlich ist das Problem im vollen Stadium erst  behebbar, wenn der Fahrtdraht hängt. Dann braucht der IC wohl kaum länger.

      Das Flügelkonzept hätte was, ich sehe da nur ein Problem. Entweder der ICE hält dann auch überall wo der IC hält, ergo er wird unnötig ausgebremst, oder die Mittelgroßen Städte müssten ihren FV – Halt aufgeben, was auch kaum umsetzbar ist. Ich werde, das Halteschema nochmal in der Beschreibung verdeutlichen, vielleicht magst du das dann ja noch einmal kommentieren.

      1. Das war noch vor Fahrplanwechsel, als ich gefahren bin, also noch ohne Lokwechsel. Trotzdem isses in Eisenach leer geworden. Attraktiver machts der lange Halt in Gotha jetzt natürlich nicht, da haste recht.

        Ich seh die MDV ohnehin als IC-Verbindung ohne E. Der Zug ist ein Flächenverteiler, für großräumige Schnellverbindungen gibt es andere Laufwege.

        1. Was meine These ja unterstützen würde, dass es Bedarf nach Leipzig/Dresden ab Kassel und NRW gibt…

          Und das obwohl die Verbindung bisher so miserabel ist.

          Sicherlich hätte der IC ohne die Unterstützung vom Land im Moment mit dem Ende in Gera keine Überlebenschance, wirds mal schneller (Ausbau + Elektrifizierung evtl. eine *Morschener Kurve* :D) und gehts weiter bis Chemnitz sieht die Sache vielleicht schon runder aus.

          1. > dass es Bedarf nach Leipzig/Dresden ab Kassel und NRW gibt…

            Wie gesagt, der größte Fahrgastwechsel fand bei meiner Momentaufnahme in Kassel statt. Weiß nicht wo die anderen alle herkamen, ein paar sicher aus Kassel, viele andere vermutlich von weiter nördlich, weil soweit ich weiß in der passenden Zeitlage in Göttingen der RE1 nicht fährt.
            Einen gewissen Anteil Durchreisender gab es (ich war einer davon), die Mehrheit war es nicht.

            Von Leipzig/Dresden nach Ruhr gehts halt auch über Magdeburg, bleiben also die Städte dazwischen übrig – mit 2 Städten im 200.000er-Bereich, einer um 150.000 und dem rest mehr so mittel. Daher: klassische IC-Verbindung, einen ICE auf dem Laufweg sehe ich da weniger.

            1. Von Leipzig/Dresden nach Ruhr gehts halt auch über Magdeburg, bleiben also die Städte dazwischen übrig – mit 2 Städten im 200.000er-Bereich, einer um 150.000 und dem rest mehr so mittel. Daher: klassische IC-Verbindung, einen ICE auf dem Laufweg sehe ich da weniger.

              Ich weiß was du mit der Aussage meinst, aber der IC über Hannover könnte mit der Fahrtzeit niemals mit einem ICE Dresden – Kassel – Ruhr konkurieren…

              Bereits jetzt wäre der ICE die schnellste direkte Verbindung zwischen den allermeisten Städten. (Und das mit Abstand). Das sich niemand für eine schnelle Verbindung Sachsen – NRW interessiert kann ich mir kaum vorstellen.

              Ins Ruhrgebiet muss man eigentlich immer mindestens einmal umsteigen, die DB schlägt dir aber auch gerne mal Verbindungen mit 3 mal Umsteigen vor…

              Mit dem „unattraktiven“ Ende in Gera ist es verständlich, dass es kaum Durchreisende gibt.

              Aber es kann natürlich auch Meinungsverschiedenheiten geben und ich akzeptiere, dass du nach eigener Erfahrung dazu stehst.

  3. Ich finde einen 3-stundentakt auf den Außenästen für sehr fragwürdig. Klingt zwar vielleicht schön um viele Städte anzuschließen, passt allerdings in keinen Fahrplan richtig rein. Normal ist ein 1h takt wie du ihn zwischen NRW – Kassel hast oder ein 2h takt. Daher würde ich dir auch raten die Linie nach München im 2 h takt fahren zulassen und dann ab Erfurt entweder nach Dresden oder Chemnitz.

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