16 Kommentare zu “BB: Alternativer S-Bahn Ausbau Falkensee/Staaken (Edit)

  1. Ich sehe mehrere Probleme mit deiner Idee. Ich fange mal im Osten an:

    Jungfernheide

    Dort soll bekanntlich die Ringbahn und Siemensbahn halten. Die Ringbahn wird ein 5 min Takt haben und die Siemensbahn einen 10 min Takt. Dafür soll eine 3. Kante gebaut werden, damit die Züge der Siemensbahn leichter einfädeln können. Soweit so gut. Du planst noch eine weitere Verbindung mit einem 20 min Takt. Das bedeutet, dass die Züge entweder an den bestehenden 2 Kanten in Richtung Osten halten werden oder du noch eine Kante brauchst. Ich tendiere eher auf letzteres, weil ein 10 min Takt nach Falkensee zwingend erforderlich sein wird und du mit deinem 20 min Takt viel zu wenig willst. Ich komme aber noch dazu, warum dem so ist. Das ist aber nicht umsetzbar, weil du für 5 Gleise kein Platz hast.

    Jungfernheide bis Stresow

    Der Abschnitt ist schlicht unmöglich mit den derzeitigen Vorraussetzungen. Damit alles stabil laufen kann, brauchst du 3 Gleise bis zur A100. Dafür ist kein Platz da. Weiter westlich kriegst du auch nicht durchgängig ein Gleis hin und du solltest lieber gleich 2 bauen, weil eingleisige Abschnitte für einen 10 min Takt einfach zu anfällig sind. Du müsstest also neben den Brückenneubauten auch viel Entschädigung zahlen, weil du diverse Grundstücke entlang der Bahnstrecke enteignen musst. Es ist zwar eine KGA, aber auch das ist mit Kosten verbunden. Zudem ist das Areal generell nicht einfach, da die Spree in unmittelbarer Nähe ist. Auch ist die Einfädelung in einen 10 min Takt nur möglich, wenn sich die Gleise nicht kreuzen. Alles andere ist wieder Instabilität im Netz. Das kostet aber wieder extra. Zudem liegt bei dir der Bahnhof Stresow an einer völlig unmöglichen Stelle. Dort klappt das mit der Rampe so nicht mehr. Daher habe ich sie in meinem Vorschlag auch deutlich verschoben. Bitte korrigiere das oder erkläre wie das gehen soll.

    Falkensee

    Falkensee hat 40.000 Einwohner und brauch einen dichten und stabilen Takt nach Berlin. Deine Idee ist die der Erweiterung mit einem 20 min S-Bahntakt. Das geht nach hinten los, weil die Menschen dann weiterhin den Regio nehmen werden, da hier bald 3 RE Linien und 1 RB fahren werden. Warum sollte ich die S-Bahn nehmen? Selbst wenn der RE 6 verschwindet, wird der dann ersetzt werden müssen. Dadurch bleibt die Überlastung der Strecke bestehen und das ohne die Möglichkeit die Infrastruktur ausbauen zu können. Daher ginge das nur mit einem 10 min S-Bahn Takt und dem Wegfall des RE 6 und der RB’s. Dann bleiben nur RE 2 und RE 20 und das reicht dann auch. Zudem missachtest du mit deinem 20 min Takt, dass du Unterwegshalte hast. Mal abgesehen davon, dass du Nauener Straße unverständlicher weise nicht halten willst, werden durch den neuen Halt Klosterbuschweg Tausende neue Anwohner angeschlossen. Da reicht ein 20 min Takt nicht aus.

    Spandau bis Dallgow-Döberitz

    Nördlich der Kurve die Gleise zu führen und dann die Fernbahngleise zu kreuzen, ist nicht logisch. Zum einen ist dort kein Platz vorhanden und zum anderen wird es dadurch noch teurer, weil du auch hier wieder Bauwerke brauchst um diese zu kreuzen. Das rentiert sich dann nicht. Zudem ist dein Halt am Klosterbuschweg unverständlich. Es ist gerade mal eine Busstation dazwischen. Die Fahrgäste haben dann doch ein Lottospiel vor sich, zu welchem Bahnhof sie fahren sollen. Das ist verwirrend. Daher habe ich bei mir den Bahnhof auf der Strecke nach Falkensee auch nach Westen geschoben.

    Havelpark

    Du kritisierst bei meinem Vorschlag die geringe Fahrgastanzahl aus Dallgow-Döberitz, aber willst das Center anschließen? Da hast du noch weniger Fahrgäste. Sonntags quasi gar keine. Auch unter der Woche wird das schwierig. Aber davon abgesehen, ist die Umsetzung auch sehr teuer. Du musst diverse Brücken bauen und der Bahnhof am Havelpark wird auch in Hochlage errichtet. Teuer.

    1. Das habe, ich nicht ergänzt bei Variante 1 wird nicht über die Ringbahnstrecke gefahren und bei Variante 2 ergänzen sich die Ringbahn, die Siemensbahn auf der Ringbahn zu einem 2,5 min Takt. Ich werde zur besseren Verständlichkeit nochmal ein Vorschlag zur S21 machen. Du brauchst halt keine 5 Gleise?

      Wieso soll der Bahnhof Stresow so verschoben werden? Dann wir die Fädelung direkt an der Kurve doch noch schwieriger?

      Hier brauchen wir nicht disskutieren, den ich habe 2 varianten eine mit 4 Regio Zügen und 20 min Takt S-Bahn bis Falkensee (Variante 1) und eine mit 2 Regioexpress und eine S-Bahn bis Falkensee im 10 min Takt und eine S-Bahn bis Nauen im 20 min Takt.

      Es ist nur eine mögliche Erweiterung.

      1. Du hast geschrieben: „Konzept 1 (Für Falkensee)

        20 min Takt durch S6x Potsdamer Platz-Falkensee (über Bahnstrecke der S21)

        Alle Regionalbahnlinien bleiben erhalten

        Konzept 2 (Für Falkensee)

        10 min Takt durch S6x Potsdam Platz-Falkensee-Nauen(20)(über Bahnstrecke der S21)

        Nur die RE 2 und RE 8 bleiben erhalten“

        Daher fädelst du in Jungfernheide ein. Das bedeutet, dass du dort an sich eher 4 Kanten, als der jetzt geplanten 3 brauchst. Du kannst zwar prinzipiell auch 3 Kanten nehmen, aber dann wird an der 3. Kante auch alle 5 min gehalten, was problematisch werden kann, wenn da was außer Takt gerät. Toll ist das nicht. Daher brauchst du 4 Kanten. Diese 4 Kanten bedingen dann aber 5 Gleise westlich des Bahnhofes, weil du aus der Ringbahn noch ausfädeln musst und 3 Gleise in Richtung Westen hast. Daher 5. Legst du es drauf an, gehen auch 4 Gleise, die aber unangenehme Folgen haben können.

        Wie steil soll das denn bei deiner Zeichnung werden? Die S-Bahn führt dort auf einem Damm, der mind. 4 m hoch ist. Unter der Havel brauchst du aber locker 8-10 m unter dem Wasserspiegel. Das geht auf der kurzen Strecke nicht. Der Bahnhof muss östlich verschoben werden. Das ist auch mit der Kurve kein Problem, denn die Rampe ist bei der Überquerung der kreuzenden Gleise schon vorbei. Also kann direkt danach der Bahnhof beginnen. Dann hast du 150 m. Das reicht für den Bahnhof.

        1. Korrigiere ich

          Wofür brauchst den vier Kanten? Meinst du nur S-Bahn oder zwei Kanten für die S-Bahn und 2 für die Regionalbahn? Da in Jungfernheide Ja keine Linie enden soll, brauch man nur 2 Kanten also 1 Kante pro Richtung für die S-Bahn.

          Ja eigentlich war es so geplant.

          1. Derzeit hat Jungfernheide 2 Bahnsteige mit 4 Kanten. Da jetzt von außen durch die Siemensbahn Züge einfädeln, wird dies über eine 3. S-Bahnkante geschehen. Das ist notwendig, damit Züge bei Verspätungen nicht warten müssen und somit schon in den Bahnhof einfahren können. Dadurch können die Fahrgäste umsteigen und Anschlüsse noch erreichen. Wenn du einen weiteren 10 min Takt über diese Kante schicken willst, werden dort alle 5 min ein Zug halten. Das ist zwar möglich, hat aber auch da das Verspätungsproblem. Daher ist es ratsam gleich eine 4. S-Bahnkante zu nehmen. Du fädelst ja nicht damit in einen 20 oder 10 min Takt ein, sondern in einen 5 min Takt, der diverse instabile Einflüsse durch andere Strecken hat. Bedenke bitte, dass es mit der Cheruskerkurve insgesamt 8 Stellen gibt: Jungfernheide, Westhafen, Wedding, Gesundbrunnen, Schönhauser Allee, Treptower Park, Neukölln und Südkreuz. Nur Treptower Park hat diese 3. Kante. Daher ist es ratsam jede Instabilität vom Ringbahnsystem fern zu halten. Zum Glück will man zwar mit Neukölln auch eine weitere 3. Kante in absehbarer Zukunft bauen, aber das ist für die Idee nicht relevant.

            1. Es ist schon bemerkenswert, wie viele Bahnsteigkanten du verlangst. Sollte Jungfernheide drei Bahnsteigkanten in Richtung Beusselstraße erhalten müssen, damit aus drei Richtungen gleichzeitig Züge einfahren können? An welchem Bahnsteig sollten dann Fahrgäste nach Beusselstraße oder Westhafen warten?

              Warum soll es eigentlich nicht möglich sein, zwei im 10-min-Takt befahrene Strecken (Siemensbahn und Spandau – Jungfernheide) an einer einzigen Bahnsteigkante zusammenzuführen? Geht sowas nur, wenn du es selbst vorschlägst?

              1. Zustimmung ! Das verstehe ich auch nicht ganz. In zb. Japan fahren die U-Bahnen teilweise im Minutentakt an der gleichen Kante. Sollte dies bei uns mit einem 2,5 min Takt nicht auch möglich sein?

                1. Es geht nicht darum, dass die in Beusselstraße nicht im 2,5 min Takt fahren können. Das Einfädeln ist das Problem. Wenn ein Zug verspätet ist, verspätet sich der andere gleich mit. Der muss dann immer vor dem erreichen des Bahnhofs warten. Wenn der jedoch schon einfahren kann, können die Menschen schon mal den Fahrgastwechsel vollziehen, was Zeit spart, und sie können ihre Anschlüsse erreichen. Jungfernheide hat neben der U7 auch Buslinien, die eben nur alle 10 min kommen. Wenn ich also nicht einfahren kann, habe ich evtl. das Pech 10 min Verspätung zu erhalten, weil mein Bus weg ist. Auch darfst du nicht vergessen, dass die Siemensbahn dort einen Regionalbahnanschluss hat, weshalb hier sogar eine Verspätung von einer Stunde eintreten kann, nur weil man den Anschluss nicht kriegt. Daher ist das Warten an der 3. Kante sinnvoller, als das Warten auf der Strecke.

                  1. Du willst also lieber nen dritten Verspätungsanfälligen Bahnsteig bauen, statt mit einer bzw, evtl. zwei Brücken einzufädeln?

                  2. Du scheinst mich immer noch nicht zu verstehen. Du brauchst so oder so 5 S-Bahngleise nebeneinander. Das sind folgende und in der Reinfolge von Norden nach Süden:

                    – Siemensbahn/Spandau Richtung Westen
                    – Ringbahn Richtung Westen
                    – Ringbahn Richtung Osten
                    – Spandau Richtung Osten
                    – Siemensbahn Richtung Osten

                    Aus meiner Sicht geht eine kreuzungsfreie Einfädelung nur, wenn das wetwärts führende Gleis der Ringbahn die ostwärts führenden Gleise aus Spandau und Siemensbahn überquert werden. Das Gleis Richtung Siemensbahn und Spandau geht einfach nördlich davon ab. Westlich dieser Überführung überquert die Siemensbahn die Verbindung aus Spandau und auch nach Spandau, da die von einer Rampe kommt und man so nicht Höhe gewinnen muss für eine Brücke. Somit laufen 5 Gleise auf die Brücke über die Spree zu. Vor der Brücke muss dann die Einfädelung der Siemensbahn in das aus Spandau kommende Gleis erfolgen.

  2. Bei drei zusammenlaufenden Strecken reichen drei Kanten. Die Einfädelung wird dann so gebaut, dass immer zwei Züge gleichzeitig einfahren können, ohne sich zu kreuzen. Dies geht, indem die mittlere Strecke auf beide äußeren überleitet, dann kann flexibel das freie Gleis gewählt werden.
    Sollten tatsächlich drei Züge auf einmal kommen, dann hat halt einer von den dreien Pech gehabt. So häufig kommt das nicht vor, wenn der Fahrplan nicht systematische Fehler enthält.

    1. Ich sag ja sehr ähnliches. Der Optimal Fall wären 4 Kanten. Mit 3 ist das sicherlich im Regelfall auch machbar. Bloß der Regelfall wären ja dann auch mit 2 Kanten darstellbar.

  3. Mir fiel gerade noch was auf. Geplant ist, dass die Züge der Siemensbahn (10 min Takt) und die S1 über die Strecke zum HBF geschickt werden und gemeinsam ein 5 min Takt darstellen. Du kannst also deinen Plan mit der S-Bahn aus Spandau gar nicht so umsetzen, da die ja mit der Siemensbahn dann schon einen 5 min Takt darstellt. Zudem wäre das auch zu viel des guten und auch ein Ende am Potsdamer Platz ist nicht realistisch, da die Strecke ja über das Gleisdreieck weitergebaut werden soll. Es bliebe also nur, dass die Siemensbahn oder die Bahnen aus Spandau am Bahnhof Beusselstraße ihr Ende finden und man östlich eine Abstellanlage baut oder man könnte (das müsste man sich aber ganz genau angucken) die Züge nach Pankow ableiten. Es entspricht aber nicht deiner Planung, da sie so nicht realistisch ist.

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