4 Kommentare zu “Bad Schandau: Elbtalbahn Prossen – Postelwitz

  1. Bad Schandau hat etwa 3600 Einwohner. Da lohnt sich absolut keine innerstädtische Linie. Die Kirnitzschtalbahn ist auch nur sinnvoll, weil sie den Tourismus dient. Auf deiner Strecke sehe ich aber keinen besonderen Nutzen für den Tourismus. Abgesehen davon wäre eine zweigleisige Strecke mit Sicherheit zu teuer und auch teilweise nicht unterzubringen. Insbesondere bei den Kurven hast du dich teilweise völlig verrannt. Bedenke, dass Straßenbahnen möglichst 25 m Radius haben sollten. An der Elbbrücke hast du einen Radius von etwa 5 m eingezeichnet! Was denkt man sich eigentlich bei sowas?

    1. Bad Schandau hat etwa 3600 Einwohner.
      Zusätzlich ist Bad Schandau aber auch Kurort, EC-Halt und Zentrum der Nationalparkverwaltung – und dadurch ein massives Ziel für Pendler, Kurgäste, Arbeitspendler und Tages- wie Wochentouristen. Diese überwiegen die eigenen Einwohner bei Weitem, weshalb sich perspektivisch eine solche Linie durchaus rechnen könnte.

      Da lohnt sich absolut keine innerstädtische Linie. Die Kirnitzschtalbahn ist auch nur sinnvoll, weil sie den Tourismus dient.
      Das gleiche würde für diese gelten, da sie mit dem Lilienstein, dem Ostrauer Fahrstuhl und den Schrammsteinen Ziele verbindet, die touristisch ebenso intensiv genutzt werden wie das Kirnitzschtal. Davon abgesehen ist die Kirnitzschtalbahn tatsächlich nur das Rudiment einer viel größeren Planung, die aber nie umgesetzt wurde und auch die aktuelle Idee zur Sperre der Straße ist nur realistisch, wenn sie durch weitere Angebote unterstützt wird.

      Abgesehen davon wäre eine zweigleisige Strecke mit Sicherheit zu teuer und auch teilweise nicht unterzubringen
      Eine eingleisige Strecke wäre allerdings auch nach der Verlegung der B172 noch zu anfällig für Störungen durch den übrigen Verkehr. Die einzige kritische Stelle, an der ein zweites Gleis am Platz scheitern könnte, ist die Ecke am Markt. Hier lässt sich auch ein eingleisiger Abschnitt mit Ampel (die an dieser Stelle übrigens generell fehlt) realisieren. Das Preisargument zieht nur bedingt, denn langfristig betrachtet wäre es volkswirtschaftlich sehr viel günstiger als der Ist-Zustand mit regelmäßigen Staus im Nadelöhr Innenstadt.

      An der Elbbrücke hast du einen Radius von etwa 5 m eingezeichnet! Was denkt man sich eigentlich bei sowas?
      Deshalb hab ich in der Beschreibung auch geschrieben, dass die Kurve GEPRÜFT werden muss. Sollte der Radius hier in der Tat nicht für einen Abzweig zum Bahnhof tauglich sein, würde dieser entfallen.

      1. Okay, einen gewissen Nutzen könnte diese Strecke auch für den Tourismus haben. Zum lilienstein kommt man aber auch trotz dieser Linie mit dem Bus viel besser, viel näher heran. Der aufzug nach Ostrau ist zwar sehenswert, als Verkehrsmittel für Touristen jedoch wenig geeignet, weil man ober nicht weiterkommt ohne erst wieder durch ein Tal zu müssen. Die Schrammsteine sind ausgesprochen sehenswert, aber ob sich allein dafür eine Straßenbahn lohnt? Die Kirnitzschtalbahn erschließt immerhin eine ganze Reihe touristischer Ziele, zu denen ich sie Schrammsteine auch noch zählen würde.

        Einen zweigleisigen Ausbau sollte man, ähnlich wie in Gmunden, auf jene Bereiche reduzieren, in denen sonst Konflikte mit dem IV vorprogrmmiert wären. Am Markt wäre eine Ampel eine gute Lösung.

        Was soll man bei deinem 5-m-Radius an der Elbbrücke prüfen? Das geht nicht. Der Bahnhof sollte aber unbedingt angeschlossen werden, es muss ja nicht in Richtung Prossen sein.

  2. Was soll man bei deinem 5-m-Radius an der Elbbrücke prüfen? Das geht nicht. Der Bahnhof sollte aber unbedingt angeschlossen werden, es muss ja nicht in Richtung Prossen sein.
    Hier spielt die Verlegung der B172 eine wesentliche Rolle. Dies würde die Anpassung der Kreuzung erlauben, sodass sich der Radius entsprechend erhöhen ließe.

    Die Schrammsteine sind ausgesprochen sehenswert, aber ob sich allein dafür eine Straßenbahn lohnt? Die Kirnitzschtalbahn erschließt immerhin eine ganze Reihe touristischer Ziele, zu denen ich sie Schrammsteine auch noch zählen würde.
    Diese Variante würde die Schrammsteine von Süden her erschließen, was einerseits die nördliche Kirnitzschtalbahn entlastet und zugleich auch den Parkdruck entlang der Straße nach Schmilka ganzjährig erheblich reduziert.

    Der aufzug nach Ostrau ist zwar sehenswert, als Verkehrsmittel für Touristen jedoch wenig geeignet, weil man ober nicht weiterkommt ohne erst wieder durch ein Tal zu müssen.
    Gerade das Auf und Ab der Wege ist in der Sächsischen Schweiz nicht zu verhindern, daher verstehe ich dieses Argument ehrlich gesagt nicht so richtig. Generell findet man hier ja in erster Linie Touristen, die es genau darauf abgesehen haben und den Aufzug als Start-/Endpunkt für Wanderungen wählen, da er eine einmalige Aussicht bietet.

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