[B] Verbindungen Alexanderplatz – Potsdamer Platz

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Beschreibung des Vorschlags

Aktuell wird ja die Tramverlängerung Alex-Potsdamer Platz über die Leipziger Straße geplant. Was dann rauskommt, ist eine U-Bahn, welche die Strecke in rund 12 Minuten relativ gemütlich mit vielen Schlenkern befährt, und eine Tram, die für die Gesamtstrecke ebenso rund 10-15 Minuten unterwegs ist und dessen Haltestellen überwiegend auch im Einzugsbereich der U-Bahn liegen. Somit haben wir folgende Probleme (weiterhin):

  • Langsame U-Bahn auf einer der wichtigsten Verbindungen im Netz (Alexanderplatz – Potsdamer Platz)
  • Tramverkehr auf der jetzt schon stark befahrenen Leipziger Straße auf der langen M4 wird auch nicht unbedingt flüssig laufen.

Vorausgesetzt, man will da wirklich was ändern, schlage ich folgende (kostenspielige) Maßnahme vor:

  • Neubau einer U-Bahntunnels Rosa-Luxemburg-Platz – Alexanderplatz – Fischerinsel – Spittelmarkt – Stadtmitte – Potsdamer Platz. Dieser nutzt am Alex die beiden außenliegenden Gleise (prima Umstieg zur U8 und U5) und befährt Alex-Potsdamer Platz in neu 7 Minuten, also eine Beschleunigung auf fast die Hälfte der jetzigen Fahrzeit.
  • Die Tram hingegen fährt über den Werderschen Markt, Hausvogteiplatz, Mohrenstraße zum Potsdamer Platz und übernimmt einen Teil der U-Bahn. Fahrzeit wird vsl. so 12-14 Minuten betragen.

Eingezeichnet habe ich beide verläufe (jeweils auch mit TRAM oder U2 markiert), außerdem mögliche Stichstrecken zum Halleschen Tor über Spittelmarkt und vom Rathaus zur Jannowitzbrücke (auch denkbar weiter um Ostbahnhof), um die Gegend um die Klosterstraße weiterhin an die Tram anzuschließen. Tramlinien (Idee)

  • M4 Falkenberg – Alex – Potsdamer Platz und weiter
  • M2 Heinersdorf – Alex – Spittelmarkt – Hallesches Tor (neue Verbindungskurve am Alex)
  • M1 Pankow – Hackescher Markt – Jannowitzbrücke – Ostbahnhof
  • uvm.

Für den wegfallenden Halt würde ich zum einen Vorschlagen, alle Busse bis zur neuen Verknüpfung „Fischerinsel“ zu verlängern, und vllt. auch den Tunnel unter dem Kanal auszubauen und als Radweg zur Verfügung zu stellen bzw. auch einfach einen Shuttleverkehr Alex – Klosterstraße – Märkisches Museum mit automatischen Fahrbetrieb – Da gibt es viele Optionen. Am Alexanderplatz würde ich auch die Tram aus der Gontardstraße rausnehmen und geradewegs zum Rathaus führen, und dort erst zum Hackeschen Markt abzweigen. Somit hat man nur noch 1 enge Kurve anstatt aktuell 3. Die Gleise in der Spandauer Straße können bleiben als Umfahrungsstrecke. Von der Haltestelle Dircksenstraße der M2 gibts dann auch eine neue Kurve in Richtung Süden zur NBS, um die M2 durchbinden zu können. Letztendlich würde aber ganz Berlin profitieren, da die wichtige Ost-West-Achse U2 deutlich beschleunigt wird, und die Tram auch in Mitte für eine bessere Naherschließung sorgt. Außerdem verbessern sich die Umsteigesituationen zur U5 und U8 am Alex deutlich (gleicher Bahnsteig bzw. kurzer Weg) und in Stadtmitte liegt der neue Bahnsteig auch direkt unter der U6. Änderungen im Busverkehr

  • M48 wird natürlich eingestellt, da überflüssig
  • 265 neu von Stadtmitte bis Potsdamer Platz verlängert
  • 165 von Märkischen Museum über Fischerinsel ggf. auch einmal durch die Stadt auf der Route des 147 zum Hauptbahnhof
  • 248 kann dann auch eingestellt werden, wenn die Tram zum Halleschen Tor kommt.

Was denkt ihr? So völlig verkehrt ist die Idee doch nicht!

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5 Kommentare zu “[B] Verbindungen Alexanderplatz – Potsdamer Platz

  1. Für mich plant das auf ganzer Linie am Bestand vorbei. Für die Tram läuft die Ausschreibung in anderer Streckenführung. Bei der U2 müssten neue Tunnel ohne Not gebaut werden während alte Tunnel dann leer stehen und bestehende Vorratsbauten für die U3/U10 werden nicht genutzt.

    1. Volle Zustimmung. Für die paar Minuten Fahrzeit, die man auf der U2 gewinnt (wie kommst du eigentlich auf sieben, amadeo?) ist das viel zu teuer – eine Nachnutzung der Alttunnel ist utopisch, ein Shuttleverkehr würde sich da kaum finanziell tragbar machen lassen. Zudem verbaut man sich auf alle Zeiten die Weißensee-Linie, wenn man die U2 am Alex auf die U10-Vorleistungen leitet.

      Erstmal die Tram durch die Leipziger Straße, dann irgendwann mal die Großprofil-U3 von der City West rüber oder von Weißensee kommend. Dann passt das auch, und die U2 kann weiterhin am Märkischen Museum halten.

      1. Naja, es ist ja auch ein Neubau. Das der nur wenig mit dem Bestand zu tun hat, hab ich ja auch erläutert, da ich ja bisherigen Planungen erstmal nicht weiter beachte (auch da gibt es nämlich genug Probleme).

        Mir geht es auch gar nicht explizit um die Fahrzeiten, sondern um eine klare Strukturierung des Angebots. Schnelle U-Bahn, erschließende Tram. Spätestens wenn die Tram nämlich da ist, wird man da nicht noch eine U3 oder sonst was da bauen, und man hat die 12 Minuten Fahrzeit Alex-Potsdamer Platz für immer … Und bei dem jetzigen Ausbauzustand der M4 wird man auch nie an einen U-Bahn-Neubau denken.

        Und rein betriebswirtschaftlich: Die Vorratsbauten rund um den Alex kosten Geld, je schneller sie genutzt werden, umso wirtschaftlicher sind sie.

        Und die sieben Minuten Fahrzeit: 2+2+1+2 Minuten oder, ganz grob gerechnet.

  2. Welch ein Aufwand, nur um zwei U-Bahnstationen weniger anzufahren. Dass dadurch fünf bis sieben Minuten gespart werden könnten, glaube ich nicht.

    Sicher wäre diese Linienführung heute von Vorteil, wenn man sie vor 115 Jahren umgesetzt hätte, doch das hat man nicht. Wir müssen mit dem Bestand leben! Ihn zu ignorieren hat keinen Zweck. Die U3 kommt, egal ob mit oder ohne Straßenbahn in der Leipziger Straße, auf absehbare Zeit sowieso nicht, weil sie viel zu teuer wäre. Daher ist eine Straßenbahn in der Leipziger Straße die beste Option. Alternativ wäre aber auch eine Straßenbahntrasse entlang der Französischen Straße denkbar.

    Viele der alten Berliner U-Bahnhöfe stehen übrigens unter Denkmalschutz. es wäre ein Jammer, wenn man auf Schönheiten, wie Klosterstraße oder Märkisches Museum verzichten wollte.

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