11 Kommentare zu “[B] U9-Süd

  1. Ist die Strecke so sehr ausgelastet (leb dort nich), dass eine Ubahn notwendig ist oder wäre es nicht besser dann eine Tramlinie auf die Strecke zu setzen? Ich denke die Ubahn wird mehrere 100 Millionen kosten aufgrund des durchgehenden Tunnelbaus. Eine Tramlinie hätte die Doppelte Kapazität eines Busses und kann genauso zuverlässig fahren wie eine Ubahn, wenn es eine eigene Trassierung besitzt. Außerdem kann die Straßenbahn öfters Halten was hilft das Haltestellen nicht zu voll werden. Was man auch bedenken muss ist die Dauer des Baus. Die U3 Verlängerung dauert ja schon im Bau Ewigkeiten mit unter einem Kilometer Strecke, wie lang wird dann diese Strecke dauern? Eine Tram könnte deutlich schneller gebaut werden, bestimmt nicht in einem Kahr aber wesendlich günstiger und schneller (Die Straßenbahn kann ja oberirdisch einen ähnlichen Streckenverlauf haben; wie du erwähnt hast wird die Straßenbahn ohnehin nach Rathaus Steglitz verlängert (U9 Ende))

    1. und kann genauso zuverlässig fahren wie eine Ubahn, wenn es eine eigene Trassierung besitzt.

      Das ist ganz einfach falsch. Entweder man verzichtet auf alle Kreuzungen und hat eine U-Bahn mit kleinen Fahrzeugen, oder man hat Kreuzungen und damit automatisch auch Unfälle.

      Außerdem kann die Straßenbahn öfters Halten was hilft das Haltestellen nicht zu voll werden.

      Straßenbahnhaltestellen sind im Allgemeinen aber auch kleiner als U-Bahnhaltestellen. Was soll das genau aussagen?

      Was man auch bedenken muss ist die Dauer des Baus. Die U3 Verlängerung dauert ja schon im Bau Ewigkeiten mit unter einem Kilometer Strecke, wie lang wird dann diese Strecke dauern?

      Da ein Großteil der „Bauzeit“ immer gar nicht der eigentliche Bau ist, sondern Planen, Klagen, Planen, Ausschreiben, Klagen, Neuausschreiben und Co., dürfte in Deutschland derzeit jeder U-Bahnbau, egal wie lang die Strecke ist, ungefähr gleich lange dauern. Wenn man sich dann noch dazu bringen könnte wenn es möglich ist konsequent offene Bauweise zu benutzen statt einfach per default eine TBM zu benutzen dann würde auch die tatsächliche Bauzeit vielleicht wieder sinken. Natürlich geht der Straßenbahnbau schneller als der U-Bahnbau, aber eigentlich ist beides in akzeptabler Zeit möglich, nur halt nicht in Deutschland.

      1. „oder man hat Kreuzungen und damit automatisch auch Unfälle“

        Dass mit den Unfällen miss ich zustimmen. Aber was ich meine ist der Vergleich zum Bus. Der Bus hat meistens keine eigene Spur: Heißt bei Stau ist er im Stau und es kommt zu Verspätungen. Wenn es der Platz zulässt (indem Fall weiß ich das nicht) kann eine Tram (genauso wie ein Bus) einege Trassierung haben. Also steckt kann die Tram nicht im Stau stecken und man vermeidet unnötige Verspätungen

        „Straßenbahnhaltestellen sind im Allgemeinen aber auch kleiner als U-Bahnhaltestellen. Was soll das genau aussagen?“

        Ich meine damit, dass weniger Menschen auf eine Station zugreifen.

        „Da ein Großteil der „Bauzeit“ immer gar nicht der eigentliche Bau ist, sondern Planen, Klagen, Planen, Ausschreiben, Klagen, Neuausschreiben und Co., dürfte in Deutschland derzeit jeder U-Bahnbau, egal wie lang die Strecke ist, ungefähr gleich lange dauern“

        Ja das stimmt, bei beidem dauert das warscheinlich ähnlich lang. Aber zu meinem Bespiel: Der Bau hat doeses Jahr begonnen und wird nach 2030 erst fertig. In meinem Kopf wäre eine Straßenbahnstrecke viel schneller fertig (Beispielhaft 2027/28)

        „offene Bauweise zu benutzen statt einfach per default eine TBM zu benutzen dann würde auch die tatsächliche Bauzeit vielleicht wieder sinken“

        Ja, aber das bringt ebenfalls Probleme mit sich. Die gesamte Straße muss gesperrt werden was noch mehr Probleme mit sich bringt. (Außerdem bleibt die Baustelle sicher nicht nur einen Monat) Die Straßenbahnstrecke kann Stück für Stück gebaut werden, also erst die eine Spur dann die zweite

        1. Die Straßenbahnstrecke kann Stück für Stück gebaut werden, also erst die eine Spur dann die zweite

          Hier in Köln schaffen wir auch das nicht, die Bonner Straße ist gefühlt seit einem Jahrzehnt nur noch eine große Baustelle auf der sich nichts tut. Alle 2 Jahre wird dann auch die Fertigstellung um zwei Jahre nach hinten geschoben. Vielleicht ist am Ende ja doch der Waidmarkt (Einsturzstelle des alten Stadtarchivs) schneller gebaut als ein paar Kilometer oberirdische Stadtbahnstrecke…

    2. Zwischen Lankwitz und Steglitz fahren weit über dreißig Busse pro Stunde und der Verlauf der Straßenbahn sowie die Verknüpfung mit der Anhalter Bahn sprechen sowieso für die U9. Und auch die Bahnhöfe Giesensdorfer Str und Appenzeller Str würden in erster Linie als Umsteigepunkt zum Bus dienen, wodurch das Argument der Feinerschließung hinfällig ist. Schließlich möchte ich Linien wie 282 oder 184 so wie sie sind zusätzlich behalten.

      Zum Bau und zu der Tatsache, dass eine Straßenbahn eine U-Bahn nicht gleichwertig ersetzen kann, hat Jan_Lukas schon genug gesagt.

  2. Für eine vergleichbare Tunnellänge (ca. 7,7km) würde ich eher die halboffiziellen Planungen realisieren, auf die die Bauvorleistungen am Rathaus Steglitz ausgelegt sind und die teilweise auch im Flächennutzungsplan hinterlegt sind:

    • die U9-Verlängerung nach Lankwitz Kirche (ca. 3,6km)
    • das U4-Teilstück Rathaus Steglitz nach Appenzeller Str. (ca. 4,1km – ehemalige U10-Planung)

    Damit wäre die Fahrzeit Appenzeller Straße <-> Rathaus Steglitz fast doppelt so schnell.

    Bis die U4 zum Rathaus Steglitz kommt könnten die beiden Streckenäste im Wechsel von der U9 befahren werden.

    1. Danke für den Kommentar und die interessante Webseite! Ein Gegenstück zur fantasielosen und rückständigen Anti-U-Bahn-Agenda. 

       

      Die U9 sollte meiner Meinung nach, Lankwitz erreichend, am ehesten die Kaiser-Wilhelm-Str übernehmen und nach Lichterfelde Ost fahren. Erreichte sie jedoch Lichterfelde Ost, fürchte ich, dass sie einer U-Bahn entlang des Hindenburgdamms das Genick brechen würde. Daher erschien es in meinen Augen verlockend, die U-Bahn einfach von dort aus weiter zu verlängern und mit Giesensdorfer und Appenzeller Str zwei wertvolle Umsteigemöglichkeiten zum Bus mitzunehmen.

       

      Wäre es deiner Meinung nach wirtschaftlich vertretbar, die U9 bis Lichterfelde Ost zu verlängern und zusätzlich die U-Bahn entlang des Hindenburgdamms nach Appenzeller Str zu bauen? Dann könnte Bus 284 zwischen Lichterfelde Ost und Lichterfelde Süd im Takt deutlich verdichtet werden, um Neulichterfelde und Thermometersiedlung an die U9 anzubinden. 186 bliebe als direkte Busverbindung so.

       

      Meiner Meinung muss die U9 südlich von Lankwitz zwecks Netzwirkung einen der Bus-Äste übernehmen, auch wenn es bedeutet dass die U-Bahn auf einem Abschnitt unwirtschaftlicher als der Bus ist. Käme sonst eine U-Bahn entlang der Gallwitzallee in Frage, einschließlich einer möglichen Betriebswerkstatt südlich von Waldsassener Str? Ich tendiere zwar eher zu Kaiser-Wilhelm-Str und Lichterfelde Ost, wenn aber eine Perspektive für die U9 in Marienfelde gegeben ist und die Realisierung der Hindenburgdamm-U-Bahn so nicht gefährdet wird, könnte das ein gangbarer Weg sein. Zumal eine neue Betriebswerkstatt für ein 200 Kilometer großes U-Bahnnetz vonnöten sein könnte 😉

      1. Jedes Verkehrsmittel hat seine Stärken und Schwächen: U-Bahnen und Straßenbahnen haben beide ihren Platz in einer Metropole wie Berlin und beide sollten ausgebaut werden. Man sollte sich halt immer zuerst überlegen, was das Verkehrsbedürfnis ist, was man abdecken möchte, und dann sich dann pragmatisch für das beste Verkehrsmittel entscheiden.

        S-Bahn und U-Bahn decken in Berlin ähnliche Verkehrsbedürfnisse ab, die S-Bahn hat nur einen geringeren Haltestellenabstand und fährt weiter ins Umland. In Berlin hat man historisch zwar U-Bahnen absichtlich parallel zu S-Bahn-Strecken gebaut, aber eigentlich nur, weil die S-Bahn von der DDR betrieben wurde und man dazu eine Alternative schaffen wollte. Heute macht es wenig Sinn U-Bahnen zu bauen, wo schon S-Bahnen existieren, außer als Umsteigepunkte. Wenn es dir in diesem Vorschlag um Feinerschließung entlang der S25-Achse geht, wie in dem von dir vorgeschlagenen Abschnitt zwischen den Haltestellen Lankwitz und Giesendorfer Str, ist aus meiner Sicht tatsächlich eine Straßenbahn besser geeignet. Der zweite Umsteigepunkt an der Haltestelle Lichterfelde Ost bringt auch kaum einen Vorteil, wenn man bereits an der Haltestelle Lankwitz zur S-Bahn umsteigen kann.

        Ein zentraler Vorteil von U-Bahnen ist ihre Geschwindigkeit. Diesen spielt sie aber nur dann voll aus, wenn man sie direkt und eher gradlinig baut (Ringlinien mal ausgenommen). Deswegen sehe ich deine Führung über Lankwitz zur Appenzeller Straße kritisch (siehe letzter Kommentar).

        Komplett ersetzen kann eine U-Bahn eigentlich schnelle Buslinien, wenn man den Haltestellenabstand nicht zu klein machen möchte. Zur Feinerschließung sollten weiterhin Buslinien existieren, die nur möglichst nicht komplett parallel zur U-Bahn fahren sollten. Aber man kann Buslinien auf jeden Fall als Indikator zur bestehenden Nachfrage entlang eines Korridors nehmen. Ich bin In Steglitz/Lankwitz/Lichterfelde nicht ortskundig, aber ich habe mir mal die wichtigsten Buslinien ab Lankwitz angeschaut:

        • Linie 181 (10-Minuten-Takt, entlang Kamenzer Damm): eine U-Bahn entlang dieses Korridors würde wohl zwangsläufig nach Alt-Mariendorf führen, bietet dort aber kaum einen Mehrwert zur U6.
        • Linie 184 (10-Minuten Takt, entlang Kaiser-Wilhelm-Alle): übernimmt die Feinerschließung entlang der S25 und bindet die U6 an, könnte nach dem U-Bahn-Bau einfach bestehen bleiben
        • Linie M82 (10-Minuten Takt, entlang Gallwitzallee): aus der hohen Taktung leite ich mal eine hohe Nachfrage ab, die Gallwitzallee ist auch weit entfernt von den S-Bahn-Stationen. Könnte für einen U-Bahn-Korridor in Frage kommen. Die M82 auch bereits heute nach Steglitz – passt also perfekt zu einer U9-Verlängerung, da die Nachfrage auf dieser Relation etabliert ist.
        • Linie X83 (5-Minuten-Takt, entlang Malteserstraße): hat eine noch höhere Taktung, könnte ebenfalls als U-Bahn-Korridor in Frage kommen. Fährt ebenfalls bereits heute nach Steglitz.

        Bei einer Verlängerung über Lankwitz hinaus wäre mein Favorit daher die Gallwitzallee oder Malteserstraße.

        1. Allerdings steuern die S25 und die U9 andere Ziele an (City West und Steglitz vs Mitte und Südkreuz). In Lichterfelde Ost soll die U9 den Regionalverkehr erreichen, der in Lankwitz nicht hält. Damit wären die Umlandgemeinden entlang der Anhalter Bahn besser aus Berlin erreichbar. Genauso gut könnte man natürlich auch in Lankwitz Platz schaffen und den Regionalhalt dorthin verlegen. Im Stadtteil Lankwitz ist sowieso mehr los als in Lichterfelde Ost. Und für die Anhalter Fernbahn muss man sich ohnehin etwas überlegen, diese viergleisig auszubauen, steht zumindest zur Diskussion.

          Die gewisse Parallelität zur S25 und die Umsteigemöglichkeit in Lankwitz würden natürlich für die Gallwitzallee sprechen, da gebe ich dir Recht. Was den Ausbau der U-Bahn südlich von Rathaus Steglitz angeht, bin ich für viele Lösungen offen. Die Verkehrsströme dort sind, anders als beispielsweise in Spandau, sehr diffus, was eine ideale Trassenfindung erschwert – was die Diskussion darüber natürlich umso spannender macht. Gesetzt ist für mich definitiv die Trasse von Rathaus Steglitz nach Lankwitz.
          Was Hindenburgdamm/Lichterfelde angeht: Es steht in den Sternen, ob jemals zwei U-Bahnlinien nach Rathaus Steglitz fahren werden – wohl wissend, dass es umfangreiche Bauvorleistungen gibt. Die U10 würde ich lieber nach Kurfürstendamm als nach Steglitz führen, erstens wegen Parallelverkehrs zu S1+Stammbahn, zweitens um eine schnelle Ost-West-Verbindung herzustellen und drittens um diesen Kleinprofil-Ameisenhaufen mittels Umstellung der Kudamm-U-Bahn zu beseitigen. Die ins Spiel gebrachte Verlängerung der U4 finde ich ebenfalls unnötig und unpassend zu den Verkehrsströmen entlang der B1 – vom baulichen Aufwand am Innsbrucker Pl ganz zu schweigen. Abzweige im U-Bahnnetz halte ich auch für sinnlos, gerade im Steglitzer Fall: Dann dürfen Fahrgäste, die zwischen Ast A und Ast B wohnen, sich überlegen, welchen Ast sie lieber nehmen, wo der Anschlussbus eher fährt etc – dann lieber auf eine Strecke setzen, die das Verkehrsaufkommen so gut es geht bündelt. Und sollte es nach Lichterfelde/Hindenburgdamm/Goerzallee wirklich eine U-Bahn brauchen, dann wird es eben eine zweite U-Bahnline nach Steglitz geben müssen, das ist dann halt so. Ich finde aber, dass Busse oder Straßenbahnen entlang der heutigen M85-Route vorerst reichen.

          Für die Gallwitzallee (und gegen die Malteserstr) spräche sonst wie gesagt die Möglichkeit, eine neue Betriebswerkstatt zu errichten – mir würden wenig andere Orte in Berlin einfallen, die dafür geeigneter wären. Da die Gallwitzallee-U-Bahn sonst auch die S25/S26 gut ergänzt (Kreuzung beider ca. diagonal verlaufender Linien in Lankwitz) und (der Hochhaussiedlung) Marienfelde einen Schnellbahnanschluss beschert, würde ich nun tatsächlich dazu tendieren, die U-Bahn entlang der Gallwitzallee zu bevorzugen. Die dünne Besiedlung der Gallwitzallee ist ein Nachteil, aber das Ziel dieser Trasse ist nun mal dicht besiedelt und die U9 könnte mit Bussen aus Richtung Gropiusstadt, Buckow, Lichtenrade und Lichterfelde Süd gefüttert werden. Ich werde in Kürze einen Vorschlag zu einer U-Bahn entlang der Gallwitzallee veröffentlichen, würde aber trotzdem gerne diesen Vorschlag stehen lassen, als eine Art „Gegenüberstellung“, um mehrere Varianten abwägen zu können.

          Die Gallwitzallee wird übrigens erst seit mehreren Kürzungsorgie hintereinander im 10-Min-Takt bedient, davor war der Takt jahrzehntelang deutlich dichter. Der Bus-Abschnitt wird leider seit den 90er Jahren stiefmütterlich behandelt, Fahrgäste reihenweise schikaniert. Dort ist also in Sachen Fahrgastzahlen viel Luft nach oben, was ein gutes Zeichen für die U9 sein könnte.

  3. Dieser Vorschlag gefällt mir sehr, da die vorgeschlagene Strecke große teile von Lankwitz abdeckt. Man könnte noch mehr Busse einsparen z.B. indem man den 284er nur zwischen S Lichterfelde Süd – S Lichterfelde Ost verkehren lässt. Ich frage mich nur warum du Lankwitz Kirche auslässt.

    Zum Thema Schnelligkeit bei der Realisierung muss ich sagen, dass leider auch wie gegen alle Großprojekte gegen Straßenbahnstrecken geklagt werden kann und diese sich dann verzögern, es sind also nicht nur U-Bahn Neubaustrecken davon betroffen. Auch Bauvorschriften und der Fachkräftemangel tragen zu Verzögerungen bei.

    Ich persönlich sehe den U-Bahn Ausbau vor allem in einer Metropole wie Berlin als sehr wichtig und befürworte generell den Ausbau des Netzes.

    1. Danke.

      Zwischen Lankwitz S und Lankwitz Kirche wäre der Stationsabstand zu gering. Der Bahnhof Kirche würde in der Kurve liegen. Er wäre auch deshalb unnötig, da alle von mir vorgesehenen Buslinien die U9 in Seydlitzstr oder Lankwitz S erreichen würden.

      Ich möchte aber 284-Süd mit 283-Süd kombinieren (Weil 283-Nord an 181 übertragen wird). Und als Nebeneffekt würden die Kaiser-Wilhelm-Str und Lankwitz Kirche besser angebunden.

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