8 Kommentare zu “(B) Tunnel Magdeburger Platz – Potsdamer Platz als Bauvorleistung U3 mit Interrimsnutzung U4

  1. Grundsätzlich sind solche bahnsteiggleichen Umstiege aus Fahrgastsicht ideal.

    Nur ist die Lützowstraße nicht besonders breit. Außerdem wird der nördliche Bahnsteig sowieso deutlich tiefer liegen müssen als der südliche, wenn du direkt westlich davon einen höhenfreien Abzweig errichten möchtest.  Daher würde ich die beiden Bahnsteige einfach untereinander planen, wie zum Beispiel beim U-Bahnhof Schloßstraße.

    Könnte man einen Abzweig der U4 zum Hauptbahnhof nicht zumindest mit einplanen, falls man ihn später doch bauen möchte? Ich bin zwar kein Berliner, aber diese Verlängerung hört sich langfristig schon sinnvoll an.

    1. Könnte man einen Abzweig der U4 zum Hauptbahnhof nicht zumindest mit einplanen, falls man ihn später doch bauen möchte? Ich bin zwar kein Berliner, aber diese Verlängerung hört sich langfristig schon sinnvoll an.

      Man kann sich diese Möglichkeit ja offenhalten. Ich würde zumindest Stand jetzt eher, wie in dem Vorschlag, U3 und U4 gemeinsam nach Potsdamer Platz führen. Potsdamer Platz ist auch für die U4 meiner Meinung nach ein sinnvollerer Endpunkt als Hauptbahnhof. Dass sich U3/U4 die Strecke teilen, wäre unproblematisch, da beide Linien eher unwichtig sind.

      Könnte die U10-Bauvorleistung am Potsdamer Platz wiederum Teil eines viergleisigen Umsteigebahnhofs in Richtungsbetrieb werden? Oder stünden andere Gebäude/Widerlager etc im Wege? Dann könnten U3/U4 am Potsdamer Platz enden und langfristig bahnsteiggleichen Umstieg zur Großprofil-U10 von Malchow nach Lichterfelde bieten.

      1. „Dass sich U3/U4 die Strecke teilen, wäre unproblematisch, da beide Linien eher unwichtig sind.“

        Die U3 ist aktuell so unwichtig, dass sie trotz mehrerer Wendemöglichkeiten auf voller Länge im 5-Minuten-Takt fährt und 12 von 18 stündlichen Zügen auf der Kreuzberger Hochbahn stellt.

      2. Ich glaube, du verwechselst gerade die Kleinprofil U3, die es aktuell gibt, mit den Großprofil U3 Planungen. Die aktuelle U3 fährt von der Krummen Lanke in Dahlem über den Zoo und die Hochbahn zum Oberbaum. Mit der neuen Großprofilbahn teilt sie sich nur den Namen und vielleicht 500m Tunnel. Sie ist das Überbleibsel der ehemaligen gemeinsamen U10/U3 Planungen. Die Neue U3 lässt sich nicht zusammen mit der U4 zum Potsdamer führen, weil es sie 1. noch nicht gibt und sie 2. nicht miteinander kompatibel sind. Die können sich keine Gleise teilen. (Bzw. die Gleise schon, die Stromschiene aber nicht).
        Die aktuelle U3 lässt sich nicht zum Potsdamer führen, weil sie 1. Wie BerlinerGummibaer richtig festgestellt hat, auf der Hochbahn dringend gebraucht wird. 2. Die U2 vom Zoo auch schon zum Potsdamer fährt. Und 3. Die U3 auf der Hochbahn verkehrt, der Tunnel in zum Magdeburger Platz aber an den Tunnel der U4 anschließt.
        Das Bauwerk Potsdamer Platz steht und ist auch nicht mehr groß modifizierbar. Das ist recht komplex. Auch deshalb lege ich Wert auf einen attraktiven Umstieg zwischen U3 und U4.

        1. „Ich glaube, du verwechselst gerade die Kleinprofil U3, die es aktuell gibt, mit den Großprofil U3 Planungen.“

          Das dachte ich auch. Wenn er jedoch die neue U3 für „unwichtig“ hält: Wieso würde die dann überhaupt gebaut werden?

        2. Ich hatte den Vorschlag in der Tat erst so verstanden, dass sich U3 und U4 die Strecke teilen sollen, und das hätte ja nur die Kleinprofil-U3 sein können. Danke für die Hinweise!

          Unter der Voraussetzung, dass die U3 so gebaut wird wie im FNP von 1993 verankert, ist die Idee, den Abschnitt vorübergehend durch die U4 zu bedienen, sicherlich sinnvoll und wünschenswert.

          Diskussionswürdig finde ich, wo die U-Bahn aus Richtung Weißensee, Greifswalder Str, Alexanderpl westlich von Potsdamer Platz überhaupt hinfahren soll. Lieber wie im FNP von 1993 nach Charlottenburg? Oder wie früher im Zuge der U10 vorgesehen nach Steglitz und weiter nach Lichterfelde. Natürlich wäre eine schnelle U-Bahn zwischen City West und City Ost über Potsdamer Platz unschlagbar. Ich bin aber auch ein großer Befürworter der U10 (alt).

          Oder man baut beide Westäste (U10 alt und U3 neu) und führt, östlich von Potsdamer Platz, die eine Linie nach Alexanderplatz -> Weißensee und die jeweils andere Linie woanders hin? Zum Beispiel Ostbahnhof -> Friedrichshain -> Lichtenberg?

          1. Dann ist das ja geklärt.

            Die U10 Planungen sind überbleibsel des S-Bahn Boykotts, daher ja auch der völlige Parallelverkehr zur S1. Jetzt könnte man auf die ausgelasteten Busse auf der B1 verweisen und (verm. nicht ganz unzutreffender Weise) anmerken, dass der Bedarf ja trotzdem da ist. Allerdings wird gem. aktuellem NVP die S1 künftig doch auf einen T5 verdichtet, dazu kommt noch die Reaktivierung der Stammbahn, wohl wenigstens im T30. Einen allzu gr0ßen Mehrwert dürfte die U10 dann nicht mehr haben. Jedenfalls einen kleineren als die Großprofil U3. Und das sage ich (schweren Herzens) als Steglitzer. Um die ganzen Bauvorleistungen ist es natürlich Schade. In das Zielnetz 2150 kann man sie ja aufnehmen.
            Wenn man doch beide baut, sehen die ehemaligen Planungen die Führung beider Linien bis Weißensee und dann je eines Astes nach Falkenberg bzw. Karow. Ich hielte auch eine Führung entlang der geplanten U11, sprich über die Landsberger Allee, für denkbar.
            Kritisch zu sehen ist, dass bei einer Verzweigung vor Weißensee die Kapazitäten echt knapp würden. Und einen T5 bräuchte es schon. Na ja.

    2. Das die Lützowstraße während des Baus vollgesperrt würde, ist ja klar. Sie ist aber verkehrlich auch nicht derart bedeutsam, dass das nicht verkraftbar wäre.

      Außerdem wird der nördliche Bahnsteig sowieso deutlich tiefer liegen müssen als der südliche, wenn du direkt westlich davon einen höhenfreien Abzweig errichten möchtest.

      Die Bahnsteige werden höhengleich errichtet. Sonst wäre ja kein bahnsteiggleicher Umstieg möglich. Das wird dadurch erreicht, dass der Bahnhof etwa drei Meter tiefer gebaut wird, als sont in Berlin üblich. Die Großprofil U3, die vom Lützowplatz kommt fährt direkt unter der Straße, die U4 kommt von Süden wesentlich tiefer. Ich habe 5 Meter von Gleisoberkante zu Gleisoberkante für machbar gehalten. Alsbald sie sich gekreuzt haben fährt die U3 bergab, die U4 bergauf. Sie haben ab dem Kreuzungspunkt 60 bzw. knapp 70 Meter zum Bahnsteig. 3,85% müssten die Fahrzeuge hinkriegen.
      Ich halte dies für konstrutkiv leichter, als zwei übereinanderliegene Bahnsteige. Sollte dies nicht so sein, kann man natürlich auch umplanen.

      Könnte man einen Abzweig der U4 zum Hauptbahnhof nicht zumindest mit einplanen

      Ich persönlich halte eine U4 verlängerung zum Hauptbahnhof für schwachsinnig.
      Wenn die S21 fertig gebaut ist, kreuzt sie alle U-Bahnen, die auch die U4 kreuzt, fährt bloß wesentlich schneller.
      Die U4 ist die Hauslinie der Schöneberger. Da fahren auch bloß Halbzüge, weil der Bedarf schlicht nicht da ist.
      Vor allem aber dürfte sich das kaum bauen lassen. Die S21 Planungen sehen schon zwei Tunnelröhren vor, weil die nur unter bestimmten Voraussetzungen unter Bundestagsgebäuden drunter durch dürfen. Daneben ist noch der Fernbahntunnel und der Tunnel der U5. Außerdem müsste man anderthalb Kilometer Tunnel durch den Park graben, um zum Hauptbahnhof zu kommen, die nicht wirklich etwas erschließen. Auch unterm Hauptbahnhof ist da nicht wirklich Platz für. Einen so komplizierten Umbau für einen Hausanschluss für die Schöneberger halte ich für sehr schwer zu rechtfertigen.

      Wenn man aber unbedingt möchte, spricht nichts dagegen, die Kehranlange unter dem westlichen U3 Tunnel durchzuführen und von dort aus zum Hauptbahnhof zu bauen.

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