Beschreibung des Vorschlags
Nach der geplanten Verlängerung der M13 bis zum Ostbahnhof (gestrichelt dargestellt) sehe ich die Chance diesen insgesamt besser in das NV System einzubinden. Bisher Halten hier zwar FV und RV, sowie die S-Bahnen der Stadtbahn, allerdings weder U-Bahnen noch Straßenbahnen, welche einen attraktiven Anschluss in Nord-Süd-Richtung bieten, da dies vom Ostkreuz bzw. der Warschauer Straße schon ganz gut abgedeckt wird. Allerdings gibt es noch ungenutztes Potential, wenn man vom Ostbahnhof sich eine Linie genau Richtung Westen denkt, Richtung Berlin Mitte bzw. die südwestliche Innenstadt nördlich der U1/U3-Achse. Hier fährt bisher nur die U2, in welche jedoch erst am Alex umgestiegen werden kann, ansonsten ist der Bereich nur durch die U8 erschlossen, welche jedoch in Nord-Süd-Richtung verkehrt.
Hier dargestellt ist nun eine Straßenbahnstrecke vom Ostbahnhof bis zum Bahnhof Gleisdreieck, wobei zwischen Alexandrinenstraße und Ostbahnhof mehrere Varianten möglich sind, die bei der Detailplanung näher auf Kosten, Machbarkeit und Durchsetzbarkeit geprüft werden sollten. Es sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass entweder an der U Heinrich-Heine-Straße oder am U Moritzplatz Umsteigemöglichkeit zur U8 besteht. Weiterhin sind gestrichelt offiziell geplante Straßenbahnstrecken und sinnvolle Verknüpfungen zu einem zukünftigen Netz dargestellt (ggf. mit Pfeil zum weiteren Verlauf).
Neben einer Verlängerung der M13, die laut den offiziellen Planungen bis zum Ostbahnhof verkehren soll, gibt es auch die Möglichkeit der Verstärkerlinien der M5/M6/M8, welche an der Landsberger Allee enden zu verlängern. Dies ist entweder über die bestehende Straßenbahnstrecke der M10 via S+U Warschauer Straße möglich oder mit einer weiteren Neubaustrecke via Lichtenberger Straße, Koppenstraße, Andreasstraße, oder Straße der Pariser Kommune. Dies soll aber nicht Teil dieses Vorschlags sein.
Zusätzlich zu der auf diese Strecke verkehrenden Linie, wird diese Straßenbahnstrecke auch Auswirkungen auf weitere bestehende Linien haben, tw. abhängig von der gewählten Variante. Am einschneidensten werden die Auswirkungen auf die M29 sein, dessen Laufweg hier zu einem Gutteil abgedeckt wird. Diese wird gebrochen und führt zukünftig ab der Schöneberger Straße zum U Mehringdamm und geht dort auf die Buslinie 140 über, die damit ersetzt wird. Zwischen Moritzplatz und U Görlitzer Bahnhof wird der Verlauf der M29 wieder genutzt, nördlich davon wieder auf der Strecke des 140 zum Ostbahnhof. Eine gewisse Reduzierung des Angebots kann das östliche Kreuzberg vertragen, da das Einzugsgebiet ja zukünftig durch die zum Hermannplatz verlängerte M10 abgedeckt wird. Der Rest kann ggf. durch eine neue oder geänderte Kiezlinie erschlossen werden, eine verbindende Funktion gibt es hier aufgrund der Parallelität zur U8 sowieso nicht.

Intertrain, was hälst du denn von einer Verstraßenbahnung des 142ers südlich vom Platz der Vereinten Nationen? Die an der Petersburger Straße endenden Verstärker der M5, M6 und M8 drängen sich da geradezu auf.
Eigentlich recht viel, hatte ich daher auch schon in Erwägung gezogen. Doch leider ist gerade die Andreasstraße weniger für Straßenbahngleise auf eigenem Bahnkörper geeignet, als die Straße der Pariser Kommune oder die Lichtenberger Straße, daher war ich mir da ein wenig unsicher, was da am besten ist…
Von der Lichtenberger Straße oder der Straße der Pariser Kommune wären aber die Umsteigewege zur U5 deutlich länger. Außerdem ist die Andreasstraße nicht gerade staugefährdet. Da braucht man keinen eigenen Bahnkörper. Bis zum 24. August 1970 fuhr dort übrigens bereits die Straßenbahn.
Eben daher war ich mir unsicher und habe den Gedanken nicht weiter verfolgt. Mir geht es hier aber zunächst mal um eine Ost-West-Achse nördlich der U1/U3 mit Anbindung des Ostbahnhofs. Denkbare Linienführung wäre entweder Gleisdreick – Ostbahnhof – Landsberger Allee mit Bündelung zum M29 oder Zoo/Nollendorfplatz – Potsdamer Platz – Ostbahnhof – Warschauer Straße mit Bündelung zum M48, jeweils mit Verlängerung und/oder Durchbindung über die Linienenden hinaus. Beides hat Vor- und Nachteile so verläuft die südlichere Führung durch weniger parallel zur U2, dafür aber auch etwas peripherer zum Zentrum. Deshalb wollte ich da mal ein paar Meinungen hören, was die Ortsansässigen für sinnvoller halten.
Vorschlag wurde aktualisiert und auf eine Streckenführung (+Untervarianten) konkretisiert. Meinungen?
@Daniel: „Ganz einfach. Du streichst entweder den dichten Takt des M29 auf einen 10 min Takt zusammen oder du schmeißt einen Mehrverkehr dort rein. Das ist nicht besonders effektiv. zudem hast du viele 90° Kurven, welche die Fahrzeit verlängern und auch andere Verkehrsteilnehmer „behindern“ werden. Eine eigene Trasse ist dort auch nicht möglich, weshalb der M29 sich sowieso nicht wirklich als Straßenbahn eignet. Selbst die Straßenbahnfanatiker bei den Grünen sehen das so.“
Klar sind 90° Kurven nicht optimal, aber manchmal lässt es sich eben nicht verhindern. Die Linie hat auch viele gerade Abschnitte. Ich denke aber, dass die M29 viel Potential hat, da sie die südliche Stadtmitte erschließt, was durch die Kombination der U1/U3 und U8 bisher nur unzureichend geschieht.
Die Kochstraße würde ich zudem gerne weitestgehend vom MIV befreien, da ich sie als zentrale Achse des Berliner Straßenbahnverkehrs südlich der U2 sehe (ja sogar mehr noch als die Leipziger Straße), wie ich ja mal in diesem Vorschlag dargestellt habe. Dann wäre es auch kein Problem mehr, keinen Platz für einen eigenen Bahnkörper zu haben.
„Nein wenn dann sollte der 140er ersetzt werden und nicht durch eine neue Relation verknüpft werden. Es senkt immer den Nutzen, wenn einfach nur Mehrverkehr auf neuen Routen angeboten wird. Entweder sind es völlig neue Verbindungen wie Warschauer Straße Hermannplatz oder man ersetzt eben Leistungen von anderen Verkehrsträgern, so wie bei mir den 142er.“
Den westlichen Ast des M29 kann man zusammen mit dem 140er auch in eine Straßenbahn umwandeln, allerdings erst langfristiger und nicht innerhalb dieses Vorschlag. Oder was meinst du? In jedem Fall wäre dies eine Lösung die ein Wegfall des Ostastes des M29 kompensieren würde.