Beschreibung des Vorschlags
Vorwort
Die Reaktivierung der Stammbahn wird schon lange diskutiert. Hier gibt es bereits einige Linienvorschläge oder Netzvorschläge, die sich auf dieses Projekt beziehen. Da wären zum Beispiel Netzvorschläge von von Daniel Nieveling und Intertrain oder zwei Linien von fabi (1,2).
Ulich Conrad hat schon einmal die S-Bahn Version der Reaktivierung vorgestellt, die aber wegen des Bestands zwischen Yorckstraße und Zehlendorf ein weitaus kleineres Projekt wäre und auch andere Ziele verfolgt.
Im Allgemeinen ist die Idee nicht neu. Sie wird seitens der Bahn begrüßt, aber wedder von Politik noch von Bahn ersthaft verfolgt. Einzig eine Bürgerinitiative setzt sich ernsthaft für das Projekt ein. Daher sehe ich dieses Projekt nicht als besethendes Projekt.
Geschichte
Die Stammbahn war 1838 die erste Eisenbahn Preußens undverband Berlin mit Potsdam. Nach dem Krieg wurde die Strecke abgebaut und da beide Endbahnhöfe in Ostdeutschland lagen auch nicht wieder aufgebaut. Es verblieb nur noch die S-Bahn.
Heutzutage dindet man noch alte Bahnsteige und Gleise entlang der Strecke.
Notwendigkeit
Berlin wächst und mit Berlin auch der Verkehr. Der Regionalverkehr und Fernverkehr kommt zunehmens in der Stadtmitte an seine Grenzen. Die Stadtbahn (Bahnstrecke Westtkreuz-Ostkreuz) ist eine der wenigen als überlastet geltenden Strecken in Deutschland. Somit ist dort kein Ausbau möglich. Die Stammbahn ist der letzte freie Korridor vom Hauptbahnhof nach Westen, der die Stadtbahn entlasten könnte und auch den Fernverkehr mit vertretbaren Fahrzeiteinbußen ohne Benutzung der Stadtbahn aufnehmen könnte.
Als Nebeneffekt könnte man auch Potsdam, das aktuell einen Intercity pro Tag sieht auch ans Fernverkehrsnetz anschließen. Ebenso könnte Kleinmachnow, das mit 20000 Einwohnern die größte Siedlung ohne Bahnanschluss Berlins ist, endlich wieder ans Bahnnetz angeschlossen werden.
Bauabschnitte
1. Hauptbahnhof-S-Bahnhof Yorckstraße
Die Züge fahren auf der Bestandsstrecke im Tiergartentunnel. Dieser ist viergleisig und hat im Gegensatz zur Stadtbahn Kapazitätsreserven. Zwischen Gleisdreieck und Yorckstraße folgt eine kreuzungsfreie Ausfädelung aus der Bestandsstrecke Richtung Westen.
2. Yorckstraße – Rathaus Steglitz
Die Strecke wird zweigleisig südlichöstlich der S-Bahn wiederaufgebaut. Dazu müssen die S-Bahnhöfe Yorckstraße und Julius Leber Brücke etwas nach Norden verlegt werden, um Platz für die neuen Geise zu schaffen. Am Bahnhof Schöneberg entsteht ein Umsteigepunkt zur Ringbahn. An den restlichen Bahnhöfen ist bereits Platz für die Gleise, da dort teilweise noch alte Gleise liegen.
Über die Rubenstraße muss eine neue Brücke errichtet werden. Die über die A100 und B1 müssen wahrscheinlich saniert oder neugebaut werden.
3. Rathaus Steglitz -Zehlendorf
Hier liegen immer noch die alten Gelise, außerhalb der Bahnhöfe aber oft nur eingleisig. Es müsste ein zweites Gelis verlegt werden und die alten Gelise erneuert werden. Über die Drakestraße muss eine neue Brücke gebaut werden
4. Zehlendorf -Griebnitzsee
Nach dem S-Bahnhof Griebnitzsee trennt sich die Strecke von der S-Bahn und führt schnurgerade durch Kleinmachnow.
Eine Brücke über die A115 muss neu gebaut werden. Innerhalb Kleinmachnows sind zwei Brücken wowie Fußgängerunterfühungen notwendig.
5. Griebnitzsee-Potsdam
Die Strecke überquert den Teltowanal mit einer Brücke und fädelt dann kreuzungsfrei südlich von Kohlhasbrück in die Strecke von Berlin Westkreuz ein. Dabei liegen praktischerweise die Regionalgleise düdlich der S-Bahn Gleise, sodass dies ohne überqueren der S-Bahn Gleise möglich ist. Anschließend folgt sie der Bestandsstrecke bis Potsdam.
Betriebskonzept
Die Strecke soll auf 160km/h ausgelegt sein.
Ich schlage jeweils einestündliche Regionalbahn über Potsdam nach Wustermark und Königs Wusterhausen vor sowie einen halbstündlichen Regionalexpress nach Magdeburg vor.
Im Fernverkehr sollen alle Züge nach Magdeburg über die Strecke fahren sowie auch einige IC und ICE’s nach Stendal und Wolfsburg, die dann zur Entlasung der Stadtbahn beitragen.

Die Strecke wäre in der Tat äußerst wünschenswert, egal ob als Regionalstrecke oder S-Bahn. Ein paar Anmerkungen muss ich aber los werden:
– Die Strecke verlor ihre Gleise nicht durch den Mauerbau, sondern 1945. Die Gleise wurden als Reparation in die Sowjet-Union transporiert.
– Wieso gilt die Stadtbahn als „weniger als überlastet“?
– „Die Stammbahn ist der letzte freie Korridor vom Hauptbahnhof nach Westen, der die Stammbahn entlasten könnte“. Die Stammbahn soll sich selbst entlasten?
– Die Bahnhöfe Yorckstraße und Julius-Leber-Brücke müssen nicht nach Norden (vermutlich meinst du Westen) verlegt werden, da westlich der Bahnhöfe genug Platz für die Gleise vorhanden ist. Südlich der Julius-Leber-Brücke fährt die S-Bahn durch einen kurzen Tunnel, wo die Ferngleise die Seite der S-Bahn wechseln können.
– Wo sind in Kleinmachnow Brücken notwendig? Sicher wäre es schön, ein paar der Waldwege nach Berlin auch weiterhin ntuzen zu können, aber welche meinst du?
– Es wäre auch interessant zu wissen, wie du dir die Querung der Benschallee, der Clauertstraße und der Idsteiner Straße vorstellst. Bahnübergänge kommen dort wohl eher nicht in Frage, oder?
– Übrigens ist die Trasse zwischen Düppel und Kohlhasenbrück zu weit nördlich gezeichnet. Wenn man weit genug heranzoomt, sind sogar die alten Brückenköpfe über die ehemalige Autobahn erkennbar. Da muss es schnurgerade rüber gehen.
– Was du unter 5. schreibst, passiert vor Griebnitzsee, müsste also unter 4. erklärt werden.
– Ich halte nichts davon, ICs oder gar ICEs nach Stendal über die Stammbahn zu führen. Der Umweg wäre enorm und das gegenüber Potsdam deutlich größere Spandau würdest du umgehen. Abgesehen davon ist Fernverkehr auf der Stammbahn kaum erwünscht. Regionalverkehr wollen einige Leute dort haben, Fernverkehr jedoch nicht. Vorschlagen kannst du das natürlich dennoch. 🙂
Vielen Dank für den Kommentar. Da sind mir wohl spät Abends einige Schreibfehler unterlaufen.
Diese hab ich nun korrigiert. Ich hoffe, dass es dadurch klarer wird.
Zu den S-Bahnhöfen Yorckstraße und Julius-Leber-Brücke: Wenn man die Stammbahn dort wieder Nordwestlich der S-Bahn aufbauen würde, müsste man die S-Bahn Gleise queren. Dazu bräuchte man ein Überwerfungsbauwerk und die Regionalbahn/Fernbahn müsste aus dem Gleisgraben raus, der auch als natürlicher Lärmschutz dient. Daher würde ich vorschlagen die Gleise von Anfang an südöstlich der S-Bahn zu führen.
Mit den Brücken in Kleinmachow meinte ich die Clauertstraße und Benschallee, mag sein, dass die administrativ eigentlich zu Düppel oder Zehlendorf gehören.
Warum man Fernverkehr Richtung Westen über die Stammbahn fahren lässt, hat zwei Gründe:
1. Man kann nicht mehr Fernverkehr über die Stadtbahn fahren lassen und die Anhalter Bahn ist ein größerer Umweg.
2. Potsdam wird ans Fernverkehrsnetz angeschlossen
Zu den S-Bahnhöfen Yorckstraße und Julius-Leber-Brücke:Die Stammbahn dort auf der anderen Seite der S-Bahn verlaufen zu lassen erfordert kein neues Überwerfungsbauwerk, weil ein solches, genau zu diesem Zweck, bereits seit etwa 80 Jahren vorhanden ist! Genau deshalb fährt die S-Bahn nämlich zwischen Julius-Leber-Brücke und Schöneberg durch einen kurzen Tunnel. Darüber hat früher die Stammbahn die Seite gewechselt. Die Fernbahn künftig auch dort südöstlich der S-Bahn zu führen, würde jedoch erhebliche Umbauten an der S-Bahn erforderlich machen und die geplante Einführung der S21 (Kurve Südkreuz – Julius-Leber-Brücke) sehr erschweren.
Clauertstraße und Benschallee kliegen in Berlin. Sollen die Straßen dort Brücken über die S-Bahn oder die S-Bahn Brücken über die Straßen erhalten?
Man könnte auch mehr Fernverkehr auf die Stadtbahn bringen, wenn man im gleichen Zug Regionalverkehr von dort auf die Stammbahn verlegt.
Also ich weiß ja nicht. Ist es für die Reisenden aus der Umgebung nicht praktischer, direkt zum Zoo, zur Friedrichstraße und zum Alex zu kommen?
Die Fernreisenden hingegen checken meist erstmal im Hotel ein und bringen das Gepäck weg, bevor es zu den Sehenswürdigkeiten geht. Dass der Bedarf aktuell wohl nicht so groß ist, lese ich daran ab, dass aktuell alle Fernzüge am Alex trotz Bahnsteigen durchfahren. Aus den Regionalzügen hingegen kommt reger Fahrgastwechsel.
Obwohl ich es echt cool finde, im ICE von der Schnellfahrstrecke fast direkt auf das Viadukt und durch die Häuserschluchten mitten durch Berlin zu rollen – ich finde es sinnvoller, darüber die Regionalzüge an Berlin anzubinden.
Beispiel ICE13 von Braunschweig: Aktuell hält dieser nur zusätzlich am Ostbahnhof – kein unwichtiger Bahnhof, aber auch nicht gerade viele tolle Anschlüsse.
Beispiel RE1: Aktuell hält dieser in Charlottenburg, Zoologischer Garten, am Hbf, am Knoten Friedrichstraße, am am Knoten Alexanderplatz und am Ostbahnhof. Über die Stammbahn wären es Steglitz, Schöneberg, Potsdamer Platz, Hauptbahnhof und Gesundbrunnen. Damit gehen z.B. einfach mal alle Tramsnschlüsse am Alex in den Osten Berlins verloren sowie die Anschlüsse an U1 und U2 am Zoo und die U6 an der Friedrichstraße. Auch wären die alten Zentren West- und Ost-Berlins nur noch per Umstieg erreichbar.
Ich bin bin zwar kein sonderlich Ortskundiger, aber habe den Eindruck, der Regionalverkehr Regionalverkehr würde auf der Stammbahn massiv verlieren, während sich der Gewinn beim Fernverkehr auf der Stadtbahn in Grenzen hält. Gerade im Regionalverkehr gibt es Tages- oder Kurzausflügler, die direkt zum Ziel wollen, zumindest mehr als im Fernverkehr (der die Ziele gar nicht bedient).
Nicht zuletzt kommt noch hinzu, dass die Menschen, aktuell den RV auf der Stadtbahn nutzen, zwangsläufig auf U- und S-Bahn ausweichen müssen, was es in der HVZ unangenehmer als ohnehin schon macht. Die IC- und ICE-Reisenden zum Ostbahnhof hingegen können einfacher auf den RV ausweichen.
Du gehst jetzt von den Pendlern aus, die von Hinter Potsdam zum Alex, Friedrichsstraße oder Zoo wollen. Sicherlich werden einige dadurch eine schlechtere Verbindung haben, allerdings sage ich nicht, dass es gar keine Regionalzüge von Potsdam über die Stadtbahn geben soll, nur weniger um anderem Regionalverkehr und Fernverkehr Platz zu geben. Das bedeutet, dass allein durch die freien Kapazitäten viele andere Pendler ein besseres Angebot bekommen.
Hinzu kommen die Pendler, die zum Potsdamer Platz oder zum S-Bahn Ring wollen und ein erheblich verbessertes Angebot bekommen.
Die Fahrzeit aus Potsdam wird sich deutlich verkürzen, weil man sich nicht mehr übers Viadukt winden muss, sondern eine relativ gerade Strecke hat. Die S-Bahn hat am Hauptbahnhof einen 3min Takt. Selbst mit Umstieg kommt man also schneller ans Ziel.
Die Stammbahn bedeutet nicht, dass man Angebot verschlechtert, sondern, dass man sich die Möglichkeit gibt überhaupt welches weiter auszubauen.
Ich sage ja nicht, dass man den ganzen Regionalverkehr auf die Stammbahn legen soll. Etwas könnte man verlegen, um Platz für weitere Fernverkehrstrassen im Fahrplan zu gewinnen, andere Regionallinien lässt man natürlich auf der Stadtbahn.
Sicher ist die Stadtbahn für die Pendler sehr wichtig, aber die Berliner Innenstadt ist größer, als jede andere deutsche Innenstadt. Es gibt auch große Bereiche, die nicht von der Stadtbahn bedient werden. So könnte eine wahlweise Bedienung von Stadtbahn oder Stammbahn im Regionalverkehr durchaus sinnvoll sein.
Außerdem leben auch viele Berliner im Bereich der Stammbahn, die auch gerne eine gute Verbindung ins Umland hätten. Es geht ja nicht nur um die Brandenburger.
Ich würde die Strecke wieder als S-Bahn in Betrieb nehmen.
Mit denn Bahnhöfen:
Zehlendorf
Museumsdorf Düppel ( Zehlendorf Süd )
Düppel Süd
Kleinmachnow Stahnsdorfer Damm
Dreilinde ( Mit der Reaktivierung der Friedhofs Bahn Stahnsdorf ! ) ( Turmbahnhof )
Griebnitzsee
Babelsberg
Potsdam Hbf.
Kannst du das auch begründen?
Das wäre ein enger Bahnhofsabstand für eine S-Bahn und das auch noch in einem vergleichsweise dünn besiedelten Gebiet.
Wie viele Gleise soll die Stammbahn eigentlich zwischen Zehlendorf und Potsdam haben? Den sicherlich käme wegen Kleinmachnow eine neue S-Bahn-Linie Berlin Hbf – Zehlendorf – Potsdam hinzu. Gibt es für diese S-Bahn-Linie schon einen Vorschlag? Wenn nicht, würde ich ihn gerne zeichnen.
Auch da gibt es genug offizielle Planungen. Lass es einfach.
Na gut, ich bin ja auch ein Nordrhein Westfale und kenne mich in Brandenburg jetzt nicht so gut aus. Dabei wäre diese S-Bahn ganz leicht einzuzeichnen. Von Berlin Hbf parallel zur S1 bis Zehlendorf und dann über die Stammbahn nach Potsdam Hbf. Eine einfach zu wählende Nummer wäre S11.
Dann male deine Linien in nRW, aber verschone uns in Berlin und Brandenburg.
Und nein, eine S11 passt nicht in das Linienkonzept für die Region. Warum und welche Nummer passen würde, kannst du selbst rausfinden.
S15 oder S17 (S17, da die Bahn zunächst wie die S1 fährt, dann aber wie die S7 Potsdam erreicht)? Denkbar wäre natürlich auch eine Flügelung der S1 in Zehlendorf, wobei es dann problematisch würde, wenn man diese dann auch über Wannsee weiter nach Potsdam verlängerte, da man dann zwei S1-Zugteile mit dem Ziel Potsdam Hbf hätte, jene müssten aber dann mit einer zusätzlichen Zeile beschildert werden wie „via Wannsee“ bzw. „via Kleinmachnow“.
Was du bei deiner Überlegung vergisst: Die S-Bahn Berlin wird mit Stromschienen betrieben, die Regionalbahn mit Oberleitung. Das heißt, dass sich S-Bahn und Regionalbahn in gewisser Weise in die Quere kommen.
Aus o.g. Gründen bevorzuge ich aber eine Regionalbahn/Fernbahn.
Auch eine S17 würde nicht passen. Lass es einfach!
Kannst du auch mal etwas anderes als meckern? Nebenbei, welche Liniennummer wäre denn (deiner Meinung nach) die richtige?
Wer alle anderen dermaßen mit Spam nervt, wie du, sollte sich nicht wundern, wenn jemand genervt reagiert.
Danke, Ulrich!
Entschuldigung, aber ich wollte den Piefke nur höflich fragen. Darüber hinaus entschuldige ich mich auch dafür, dass ich nun einmal ein bisschen nervig bin, aber das ist nun einmal meine große Schwäche, die ich am liebsten nicht gerne hätte: Mein Problem ist einfach, dass ich oft gegen meinen Willen anderen Leuten auf die Nerven gehe und es nicht merke. Dafür fehlt mir einfach ein bestimmtes Gespür, ja. Ich bin nun mal so, aber niemand ist fehlerfrei, auch ich nicht.
Mein Tag war jetzt übrigens lang genug und ich möchte mich daher bis 8.30 Uhr gerne zur Ruhe setzen. GUTE NACHT euch allen