Beschreibung des Vorschlags
Dieser Ring soll den Weiterbau in verschiedenen Richtungen ermöglichen und vereinfachen. Auf gewissen Plätzen, auf denen ich aus Gründen der Übersichtlichkeit jetzt nicht den genauen Gleisverlauf eingezeichnet habe, werden bestehende Gebäude und Platzanlagen natürlich respektvoll umfahren und nicht abgerissen.
Eine derartige Ringlinie hätte natürlich Verspätungen, daher wäre es schlau, mehrere Halbringlinien fahren zu lassen, die sich ergänzen und den Ring bilden. Es können natürlich auch normale Linien den Ring absnhcittsweise benutzen bzw. bilden.

Interessante Idee, die ich von Grundsatz her unterstütze. Die detaillierte Streckenführung solltest du aber nochmal erklären. Warum so und nicht anders? Dabei fällt mir vor allem folgendes ins Auge: Im Norden außerhalb des S-Bahn-Ring, im Süden innerhalb. Warum? Vor allem, weil das dazu führt, dass du in Süden und im Westen genau parallel zu U-Bahnen (U2 bzw. U7) baust. Wäre da nicht eine andere Streckenführung sinnvoller? Im Nordosten hast du ja auch sinnvollerweise eine Nutzung bestehender Strecken vor.
Was hieltest du denn z.B. entlang der Linien 27, M17 und 60 über Johannisthal und dann weiter in etwa gleichem Abstand zum Ring zu fahren? Dann hätte man einen zweiten Ring etwas außerhalb der S-Bahn-Rings.
Den alten großen Ring bildete nach dem Krieg die Linie 3, deren Rest im Ostteil heute die M13 ist und hier nicht zufällig den östlichen Teil bildet. 😉
Im Westen übernahm die U7 diese Strecke zwischen Mierendorffplatz und Mehringdamm (den Abschnitt Mehringdamm – Hermannplatz befuhren damals schon beide Linien) fast 1:1. Im Westen ist außerhalb der Ringbahn durch den Grunewald und AVUS keine sinnvolle Strecke möglich.
Na klar, eine Südtangente als Verlängerung der Osttangente (M17, 60) entlang des M11ers ist ebenso sinnvoll.
Okay, also verstehe ich das richtig, dass du aus historischen Gründen diese Linienführung gewählt hast?
Ja, das stimmt. Im Westen muss man wohl innerhalb des Rings. Dennoch finde ich den dann stattfindenen Parallelverkehr zwischen U-Bahn und Straßenbahn nicht gut. Da kann man doch eine bessere Linienführung finden, die neue Bereiche abdeckt, oder? Eine S-Bahnifizierung des 101ers und dann weiter auf der Lietzenburger Straße, wäre eine Idee. Oder im Süden entlang des 204ers? Oder vielleicht fällt dir ja noch was anderes ein? So jedenfalls suboptimal.
Richtig.
Statt also die heute schon im Kurzstreckenverkehr stark nachgefragten Achsen abzudecken, willst du mal wieder weit ab vom Schuss der Verkehrsströme fahren? Du hast aber recht, deine Idee sind suboptimal.
Besser ein nicht entlang der Hauptverkehrsströme fahren, als dort entlang wo diese fast komplett von anderen Linien abgedeckt werden. So ziehst du maximal Fahrgäste aus anderen Linien heraus, gewinnst aber kaum neue.
Anscheinend bist du nicht gewillt, dir noch einmal Gedanken um eine Optimierung zu machen und siehst meine Vorschläge nicht als konstruktive Kritik an. Schade. So ist deine Idee jedenfalls im Südteil als Steuerverschwendung zu erkennen und definitiv abzulehnen.
Es geht dir also tatsächlich nicht um die Fahrgäste, sondern nur um einen schön gleichmäßigen Netzplan. Und da wunderst du dich, wenn ich deine – gewiss nicht konstruktive Kritik – nicht ernst nehme?
Es geht mir darum insgesamt mehr Fahrgäste für den ÖPNV zu generieren. Wenn es hauptsächlich zu einer Verlagerung von der U-Bahn und Bus zur Straßenbahn kommt, hat man nicht viel gewonnen.
Und warum ist meine Kritik nicht konstruktiv? Ich nenne die Schwachstellen und mache sogar Verbesserungsvorschläge, viel konstruktiver kann Kritik doch gar nicht sein? Zudem habe ich deinen Vorschlag ja nicht ausschließlich negativ bewertet und gebe ich dir sogar teilweise Recht – so etwas scheint dir ja immer sehr schwer zu fallen.
Da liegst du aber meilenweit daneben. Der Bus ist im Westteil Berlins auf vielen Relationen gnadenlos überlastet. Diese Strecken müssen auf die wirtschaftlichere Straßenbahn umgestellt werden, durch den bekannten Schienenbonus und andere Faktoren werden die Fahrgastzahlen weiter steigen. Du kannst ja mal durchs Netz surfen was hier alles so geplant ist.
Da hast du zwar auch Recht, dennoch bleibt meine Argumentation im Grundsatz bestehen.
Wenn ich im Netz surfe und mir die ÖPNV-Ausbauten anschaue, sehe ich aber nur wenig „Straßenbahnisierungen“ von bestehenden Buslinien und vor allem keine einzige die einen solchen Parallelverkehr wie dieser Ring im Süden oder der M49 aufweist.
Ich kann mich nicht mit der Idee anfreunden. Das hat mehre Gründe. Zum einen hat Intertrain aus meiner Sicht Recht, dass die Führung entlang der U7 unnötiger Doppelverkehr ist. Selbiges sehe ich auch für die U2 zwischen Bülowstraße und Zoo. Vom Zoo-Ernst-Reuter-Pkatz sehe ich nicht als Problem, da das übergeordnete Ziel Zoo ja von dort aus aus mehren Richtungen erreicht wird.
Ich finde die Linienführung Virchow-Moabit auch unglücklich, da so U Turmstraße als Ortskern umfahren wird. Man hat dort nur perspektivisch die Linien M13 und 50 und ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass man die 50 verlängern würde, da diese dann ja immer von Björnsonstraße weiterfahren müsste (was man ja derzeit für nicht notwendig erachtet). Daher wäre die M13 zur Turmstraße zu führen und schon hättest du auf dem Abschnitt keine Linie (der 106er mit seinem 20 min Takt zeigt ja sehr deutlich was für eine Auslastung da herrscht).
Dann finde ich die Führung im Nordosten zwar nachvollziehbar, aber eben auch nicht für einen Fortschritt in der Erschließung. Wenn dann würde ich die Linie durch die Ostseestraße führen und dann gucken wie ich die Strecke zum Weißenseer Weg bekomme. Gerade die Wohnbebaung in der Michelangelostraße sind recht schlecht an den Nahverkehr angeschlossen.
Gut die Diskusion über die Heranführung anOstkreuz hatten wir zu genüge, weshalb wir uns hier wohl nie einige werden.
Für den Süden hätte ich 2 Alternativ Vorschläge:
1. Man führt wie von Intertrain angesprochen über den M17 zur M11 und dann zum M46. (auch denkbar M17 –> M11 –> X83 –> M46).
2. Man führt wie du vorgeschlagen hast über den Hermannplatz und dann weiter entlang des 104ers und dann M46 zum Zoo.
Achja anstatt X83 wäre auch M82 denkbar.
Ja, es wird oberhalb der U7 gefahren. Das verhindert unnötiges Umsteigen auf kurzen Distanzen (M19 -> Hermannplatz), erschließt wie früher die 3 die Hasenheide und schafft nebenbei noch eine Umleitung für eine künftige Straßenbahn entlang des M41ers und entlastet den am am meisten genutzten Abschnitt der ganzen U7.
Der Innenstadtabschnitt Ernst-Reuer-Platz – Bülowstraße würde dem Kurzstreckenverkehr dienen und für fünf Stationen der U2 folgen. Wird die U2 eines schönen Tages bis Pankow, Kirche verlängert wären das ab der Eberswalder Straße auch fünf Stationen neben der M1. Möchtest du die U2-Verlängerung deswegen begraben?
Ja, die M13 bedient dann die Relation Beusselstraße – Zoo unter Umgehung der östlichen Turmstraße. Das macht aber weiterhin der 123er. Die 50 kannst du aus der Betrachtung rauslassen, die wird den M27er übernehmen (ob nun als 50 oder M27 sei dahingestellt).
Der bestehende Abschnitt ist auch nur zur Verdeutlichung eingezeichnet. Die von dir angeführte Verbindung zur Ostsee- und Michelangelostraße kann eine Verstärkerlinie übernehmen, die nach dem Wegfall der 50 eh eingerichtet werden müsste.
Hatten wir?
Die Südtangente wird ja deswegen nicht schlechter, sie ist daher keine Alternative sondern ebenso nötig.
Der 104er hat sein dickes Ende aber östlich der Boddinstraße. Daher müsste schon eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes am Columbiadamm erfolgen um dort eine Straßenbahn zu rechtfertigen.
Wie ich bereits schon mal sagte: Wenn die Notwendigkeit eines Parallelverkehres gegeben wäre, dann würde man schon heute den M19 verlängern. Aber warum macht man das nicht? Richtig weil man es nicht muss. Lieber verdichte ich den Takt der U-Bahn oder verlängere den M19 oder einen Bus vom Hermannplatz aus, als hierfür Geld in eine Straßenbahn zu stecken.
Wie gesagt, Ernst-Reuter zum Zoo gehe ich mit. Wenn man dann weiter in Richtung Osten führen möchte, dann lieber entlang der Kurfürstenstraße. Allerdings finde ich die Führung schon als falsch. Daher auch der Vorschlag mit dem M46, da hier andere Gebiete erschlossen werden. Auch wäre der M46 als solches schon Straßenbahnwürdig.
Also: Die 50 mit der M27 zu verbinden verstehe ich ja noch. Allerdings frage ich mich dann, wie die Verbindung Pankow-Virchow dann sichergestellt wird, weil dort ja Kapazität genommen wird. Was wäre da dein Plan? Der 123er bindet aber doch ein anderes Gebiet an, weshalb es in dem Sinne kaum eine Verbesserung gibt.
Wieso Verstärkerlinie? Die Ostseestraße ist so oder so schon die bessere Variante für die M13. Die 12 reicht dort auf der bestehenden Trasse. Auch eine Beschleunigung wäre nicht verkehrt. Die Verstärkerlinie könnte dann den alten Weg nach Norden nehmen.
Jop ich hatte da mal einen Vorschlag eingebracht, der dir nicht gepasst hat 😉
Ich erachte die Führung entlang der U7 als Problem, weshalb ich eine andere Führung nehmen würde.
Der M19er ist schon verspätungsanfällig genug und das wird mit der Hasenheide nicht besser. Bis kurz vor dem Südstern existiert im Zusammenspiel mit dem 140er ja schon eine parallele Verbindung.
Natürlich ist der M46er straßenbahnwürdig, der spielt hier aber keine Rolle.
Relativ simpel, die 50 hat heute zwei Hauptaufgaben. Die Verbindung Buchholz – Schnellbahnnetz (S-Bahn, U2) und die Verstärkung der M13 zu bekannten Zeiten. die Übereckverbindung wird leider kaum genutzt, da reicht nach der Umstellung des M27ers auf Straßenbahn dann die dichte M1 und die M13 bekommt Verstärkerfahrten (siehe die Linie 24 zur 23 früher).
Das kann man dann prüfen.
Du träumst wohl. Ich habe nier noch nichts vom Ostkreuz gelesen.
Wie gesagt, das wesentlich sinnvoller als entlang des 104ers.
Nichts leichter als das. Man hat Hermannplatz den 171er oder 194er die man verlängern könnte. Auch könnte man eine Linie vom Zoo kommend bis Hermannplatz einrichten können, die dort verstärkt. Alles mögliche Varianten. Der 140er hat zudem auch ganz andere Ziele, als das was du hier beschreibst.
Doch spielt er sehr wohl. So könnte man nämlich auch einen Ring darstellen.
Ja verstell dich weiter. Ist okay.
Sehe ich wie gesagt anders.
Auch die Linie 171 und 194 sind schon lang genug und verspätungsanfällig. Der 140er verkehrt dort um die genannten Verbindung herzustellen. Die hat sich nach all den Experimenten dort seit 1991 auch bewährt.
Hier spielt er keine Rolle wie du lesen kannst.
Was?
Schön. Und nun?
Der Bezug zur alten 3 fällt in der Tat auf, auch wenn diese zwischen Beussel- und Goebenstraße anders fuhr.
Die Strecke vom Virchow zum Zoo würde ich begrüßen, auch die Strecke von der Warschauer Straße zum Hermannplatz, aber zwischen Zoo und Hermannplatz halte ich diese Strecke auch nicht für sinnvoll. Die Führung entlang der U7 scheint nicht erforderlich, da dort noch nichtmal ein Buis fährt. Außerdem wäre der Anschluss zur U6 nur mit weiten Fußwegen möglich, da der Bahnhof Mehringdamm ein Stück nördlich der Kreuzung liegt. Denkbar wäre vielleicht eine alternative Route über Urban- und Blücherstraße zum Mehringdamm, doch wäre dann die U7 am Hermannplatz schlecht erreichbar.
Was sollte eigentlich mit dem M19er geschehen?
Die U7 erreicht man aber auch gut am Mehringdamm 😉
Naja, von der Warschauer Straße kommend nach Rudow am Mehringdamm umzusteigen wäre schon wirklich suboptimal. 🙂
Dafür gibt es ja die M10 😉
Die könnte man auch zu einem Ring machen, über Urbanstr. – Blücherstr. – Hallesches Tor – Stresemannstraße – Potsdamer Platz – Ebertstraße – hinter dem Reichstag herum zum HBF. Ich hatte das kürzlich hier dargestellt.
Eine Straßenbahn durch das Regierungsviertel? Wo schon die S21 wegen „Sicherheitsbedenken“ keinen Bahnhof Reichstag bekommen wird?
Naja, eine S-Bahn ist doch schon was anderes als ein Drämli, eventuell könnte man ja im Tram dann SEK (oder andere schwerbewaffnete Einheiten) auf dem Abschnitt im Regierungsviertel mitfahren lassen. Wahrscheinlich würden sie dann innert kürzester Zeit wieder eingespart werden.
Was ich Dich auch noch fragen wollte: Wo hast Du etwa Zwischenendstellen eingeplant? Zwischen Warschauer Brücke und dem Virchow-Klinikum ist kein Anschluss an das Bestandsnetz vorhanden. Dementsprechend problematisch wären dort Unterbrechungen.
Das sag mal den Bedenkenträgern. SEK in der Straßenbahn – so weit kommt es noch. Zudem ist da oben alle naselang alles gesperrt. Das bringt nichts als Verzögerungen und Verdruss.
Die Zwischenendstellen würden sich an den zu errichtenden Abschnitten ausrichten und schlauerweise hätte man Gleiswechsel an größeren Knotenpunkten.
Ja, das SEK wäre wahrscheinlich eh nur ein kurzes Intermezzo, bis es wieder eingespart werden würde, weil man verstanden hat, dass sowieso keine Gefahr gegen das Parlament herrscht. Theoretisch könnte man das Tram ja auch dort führen, wo keine Sperren sind, in Wien zb geht es ja auch, da sind normalerweise überhaupt keine Behinderungen des Trams.
Verständlich.
Hier werden aus Angst vor Anschläge ganze Straßen verlegt, da wird es niemals eine Straßenbahn dort geben. Die wäre sowieso laufend wegen irgendwelcher Veranstaltungen gesperrt.
Paranoid… Ein paar Tausend zusätzliche Planstellen in der Polizei und passt doch wohl…
Aber gut ich kenn die Sicherheitslage in D nicht so gut, lebe recht zufrieden und friedlich in einem sicheren Alpenstaat, da gab es sowas noch nie… Maximal Drogenhandel in der Hauptstadt aber mehr tut sich da nicht. Kann ich wahrscheinlich eh nicht bewerten.
Ich frag mich nur, wie die U 55 dann einen U-Bahn-Hp bekommen konnte, trotz solcher Panik bzw wieso sie diesen dann nicht als Reaktion gesperrt haben…
Das Besucherzentrum an der Scheidemannstraße gibt die Misere ganz gut wieder.
Die U55 ist ja weit genug weg vom Reichstagsgebäude. Und gäbe es diesen Bahnhof nicht schon, so würde man vor dem Bau da zumindest drüber diskutieren.
@Intertrain: Du sollst dir natürlich die Planungen für Berlin anschauen. Die Maßstäbe anderer Städte sind für Berlin ungeeignet (und ebenso natürlich umgedreht). Aber auch München will stark belastete Buslinien auf die Straßenbahn umstellen.
Im StEP Berlin ist sogar die Verstraßenbahnung des M49ers erhalten (explizit genannt zwischen Zoo und Theo über die Kantstraße).