Beschreibung des Vorschlags
Die Verbindung Prag-Wien/Bratislava ist eine sehr wichtige im europäischen Transit. Daher verwundert es, dass diese so schlecht ausgebaut ist. Derzeit braucht man von Prag bis Breclav drei Stunden. Mit diesem Ausbau der Bestandsstrecke soll die Hälfte der Zeit zu schaffen sein. Dazu muss die Bestandsstrecke auf mindestens 250 kmh ausgebaut werden. Zudem plane ich auch einige Neubauabschnitte, um den allzu engen Kurven aus dem Weg zu gehen.
Grundsätzlich wäre es auch möglich eine Neubaustrecke zu bauen, die sich an der D1 orientiert, jedoch würde diese Strecke fast nur auf Kunstbauten verlaufen, um auch güterzugfreundliche Steigungen zu ermöglichen, was das Projekt sehr teuer machen würde.
Nun möchte ich darstellen welche Fahrzeitgewinne es auf den einzelnen Relationen gäbe
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Relation |
Aktuelle Fahrtzeit in h |
Geschätzte neue Fahrtzeit in h |
Fahrtzeitgewinn in h |
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Prag-Wien |
04:00 |
02:30 |
01:30
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Prag-Bratislava |
04:00 |
02:15 |
01:45 |
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Prag-Budapest |
07:00 |
03:30 |
03:30 |
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Berlin-Wien |
07:45 |
05:00 |
02:45 |
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Berlin-Bratislava |
08:30 |
04:45 |
03:45 |
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Berlin-Budapest |
11:00 |
07:00 |
04:00 |
Daran sieht man schon, dass Fahrzeitverkürzungen bis zur vier Stunden möglich sind! Natürlich sind diese Fahrtzeiten nicht allein durch meine Ausbaustrecke realisierbar. Die Züge sollen, wenn sie meine Strecke verlassen haben auf dieser und dieser Strecke von Thorben weiterfahren.
Folgendermaßen könnte das Angebot aussehen:
RJ: Villach-Wien-Prag (-Berlin) alle 60 Minuten und alle 120 Minuten bis Berlin
IC: (Budapest)-Bratislava-Prag (-Berlin) alle 60 Minuten Bratislava-Prag und alle 120 Minuten die Gesamtstrecke
Also hat man einen Halbstundentakt zwischen Prag und Breclav, zwischen Berlin und Breclav einen Stundentakt, und auf den übrigen Relationen kann man alle zwei Stunden fahren.
Alternativ kann man auch ein Flügelzugkonzept anwenden. Das würde bedeuten, dass der Zug in Breclav geteilt wird und dann nach Bratislava und Budapest und der andere Zugteil nach Villach fährt. Da es dann nur einen Stundentakt gibt, müssten eventuell Verdichter zwischen Bratislava/Wien und Prag gefahren werden.
Wie schon erwähnt, habe ich mich für eine Führung nahe der Bestandsstrecke entschieden. Das erste Mal weicht sie bei Uvaly ab. Dort muss ein Tunnel unter Uvaly gebaut werden. Weiter geht es nun entlang der Straße 12 nach Kolin. Dort gibt es einen Halt. Bis zum nächsten Halt in Pardubice werden zwei weitere kurvige Abschnitte abgekürzt. Im weiteren Streckenverlauf werden einige Kurven aufgeweitet, um sie mit 200 kmh befahren zu können. Der nächste Halt ist Ceska Trebova, wo die Strecke über Olmütz, Ostrau und Kattowitz nach Krakau abzweigt. Dort sollten zwei Mal stündlich Züge des Fernverkehrs abzweigen, so dass es zwischen Prag und Ceska Trebova einen Viertelstundentakt gibt. Nun folgt eine sehr kurvige Strecke, die in mehreren Tunnels abgekürzt wird. Hinter Brünn ist die Strecke bis Breclav sehr gut ausgebaut. Dort kann man dann weiter Richtung Wien und Bratislava fahren.

Im Zielnetz der ÖBB wird übrigens die Lage der Züge Wien-Prag ab Wien um genau eine halbe Stunde gedreht, wohl wenn Koralm und Semmering-Basistunnel fertig sind. Ich will das nur zur Info sagen, theoretisch käme noch eine Durchbindung nach Villach in Frage. Der Hintergrund ist, dass man dadurch auch auf österreichischem Gebiet die schnellste Trasse hat.
Danke für den Hinweis. Ist schon geändert.
Dieser Vorschlag ist nun auch fertig und kann kommentiert werden