Ausbau Borkumer Kleinbahn

Neuen Namen setzen

 

Vorschlag in die Karte einpassen

Vollbildansicht Vollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Ich weiß, der Vorschlag ist etwas utopisch, ich stelle ihn aber trotzdem.

Zur Einführung: die Borkumer Kleinbahn ist eine zweigleisige, schmalspurige (900 mm) Inselbahn auf der ostfriesischen Insel Borkum in der Nordsee. Sie verkehrt als Anschluss der Fähren aus Emden Außenhaven und Eemshaven (NL) um deren Passagiere ins Zentrum des Ortes zu bringen. Neben den beiden Bahnhöfen Borkum und Hafen gibt es noch einen Haltepunkt am Jakob-van-Dyken-Weg im Südosten des Ortes. Neben der Kleinbahn gibt es ca. alle eineinhalb Stunden einen Parallelverkehr mit Omnibussen, die auf der selben Strecke und noch etwas weiter verkehren.

Mit diesem Vorschlag soll die Borkumer Kleinbahn in eine leistungsfähige Inselbahn, die einen Parallelverkehr mit Bussen überflüssig macht. Dafür wird die Strecke auf 1435 mm (Normalspur) umgespurt und die pseudohistorischen Kleinbahnzüge durch moderne Triebwagen (Diesel oder Elektrisch) ersetzt. Außerdem wird die Strecke bis zum Flughafen und dem „Ostland“ verlängert, auf etwa der selben Trasse wie die bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg bestehenden Ostlandbahn (Link zu Wikipedia). Zudem wird am Schnittpunkt der bestehenden Strecke mit dem wichtigen Fahrradweg am Neuen Deich bzw. Greune Stee ein Bedarfshaltepunkt eingerichtet. An weiteren Stellen, wo heute zwar der Bus hält, meine eingezeichnete Bahn jedoch nicht, kann man ebenfalls weitere Bedarfshaltepunkte erwägen.

Mit der Umspurung bestünde die Möglichkeit, die ca. sieben Züge (IC-Züge aus Richtung Bremen/Berlin, und dem Ruhrgebiet/Köln, sowie RE aus Emden, Rheine und Münster), die täglich den Fährhafen in Emden direkt anfahren, per Eisenbahnfähre nach Borkum durchzubinden, diese würden verständlicherweise nur bis Borkum „Hbf“ fahren, wo bereits der Anschluss der inseleigenen RB wartet. Dadurch wird das lästige Umsteigen an den Häfen erspart. Dafür müsste die Inselbahn jedoch elektrifiziert werden, da sowohl die Intercity (BR 146) als auch die RE-Züge (Stadler Flirt 3) mit elektrischen Fahrzeugen betrieben werden. Außerhalb der Saison (v.a. Winter) muss dies nicht praktiziert werden, sondern nur in der „Touristenzeit“.

Die RB (Vorschlag: RB56) sollte etwa stündlich oder zweistündlich verkehren (mit merkbaren Abfahrtszeiten!) und Anschluss an die Fähren nach Emden (außer wenn die Züge vom Festland rüberfahren) und Eemshaven bieten.

Gegebenenfalls könnte man prüfen, ob eine Durchbindung der Arriva Stoptreinen aus Groningen vom Eemshaven nach Borkum ebenfalls möglich und sinnvoll ist.

Mit diesen Änderungen werden viel mehr Urlauber statt mit dem Auto mit der Bahn auf die Insel fahren, außerdem ist der Inselbusverkehr – wie gesagt – so überflüssig.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen

4 Kommentare zu “Ausbau Borkumer Kleinbahn

  1. Das ist zwar, wie du schon erwähntest eine utopische, aber gute Idee für meine Liebingsinsel.

    Zuerst sollte man auf der Insel die Bahnstrecke umspuren und verlängern. Dann kann man ja immer noch als Zukunftsoption über die Eisenbahnfähren nachdenken. Außerdem würde ich die Strecke auf jeden Fall elektrizifieren, da der Umweltgedanke hier auf jeden Fall im Vordergrund stehen sollte.

    Auf der Insel würde ich außerdem auf Züge setzen, wie sie eher bei Stadtbahnen zum Einsatz kommen. Stadler Tango beispielsweise. Die REs und ICs sollten zudem nur in Borkum Hbf halten, welcher dann mindestens ein drittest Gleis erhalten müsste.

    Außerdem sollten an der Süderstraße, sowie am Katholischen Kinderheim noch Halte entstehen. Am Flugplatz sollte die Strecke auf der anderen Straßenseite verlaufen. Außerdem würde mich intrerssieren was du mit Radwegen vorhast. Wenn die noch neben die Bahnstrecke sollen, müsste diese eingleisig sein.

    Für Norderney habe ich übrigens schon eine Inselbahn vorgeschlagen. Da könnte man vileicht gleich Eisenbahnfähren mitbestellen.

    1. Habt ihr euch mal die Eisenbahnfähren auf der Ostsee angesehen? Was das für eine komplizierte Sache ist, einen Zug zu verladen? Da fährt natürlich keine BR 146 mit, da eine Lokomotive das Schiff unnötig belasten würde. Der Zug müsste getrennt werden, Rangierloks müssten die Wagen auf die Fähre schieben, am anderen Ende wieder vom Schiff herunter, eine neue Lok vorspannen, usw. Das dauert alles recht lange, ist personalintensiv und teuer. Die Fahrgäste kämen schneller ans Ziel, wenn sie zu Fuß aufs Schiff und wieder runter gehen, insbesondere wenn auf Borkum nochmal umgestiegen werden soll.

      Gegen eine Linienverlängerung auf Borkum wäre dagegen nichts einzuwenden, doch wenn man voraussetzt, dass eine Eisenbahnfähre nicht in Frage käme, erübrigt sich auch eine Umspurung. Die 900-mm-Spur entspricht übrigens den Straßenbahnen in Linz und Lissabon. Es gibt also bereits handelsübliche Straßenbahnen für diese Spurweite, auch sehr schöne museale aus Lissabon. Das wäre doch etwas für den Tourismus auf Borkum!

      1. Eine schöne Idee mit historischen Straßenbahnwagen, aber bedenke: hier fahren Urlaubsgäste, bei An- und Abreise mit entsprechend Gepäck. Alte Straßenbahn-Zweiacher sind dafür nicht die geeignesten Gefährte.

        Ich stimme Fabi übrigens zu, an der Süderstraße und dem Kinderheim wären Haltepunkte sinnvoll.

  2. Die Strecke der BK ist kürzlich bereits umfassend saniert worden. Habe zu dem Zeitpunkt täglich die Fähre dort Festgemacht.

    Ich habe mich da schon gefragt, warum man nicht einmal vernünftig investiert. Die Kleinbahnwagen sind zwar hübsch usw. aber absolut unpraktisch. Ich habe die Fahrgäste oft meckern gehört. Stufen, unkomfortabel und die Umsteigesituation am Fährhafen ist sch… .

    Ein Verlängerung der Strecke ist meiner Meinung nach äußerst Wünschenswert. Ich würde dies jedoch als Tram realisieren. Ich stimme Ulrich Conrad da vollkommen zu. Und Straßenbahnen kann man auch bauen lassen. Selbst eine so seltene Spurweite.

    Die Zugfähre ist eine echt coole Idee, aber ein solches Vorhaben würde wohl einem Flughafenprojekt gleich kommen.
    Die Fähren sind ca 80 bis 100 Meter lang. Einen InterCity oder eine Doppeltraktion eines Steadler Flirt Zuges passt da nicht drauf. Ergo man braucht neue Fähren. Zudem müssten Beide Fährhäfen komplett neu gebaut werden. (Ich meine der Borkumer hat es ohnehin nötig) Letztlich wäre aber wohl ein Bahndamm (Vorbild Sylt) wohl billiger als das alles 😀

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.