Beschreibung des Vorschlags
Hallo zusammen, ich bin schon länger auf dieser Seite und sie gefällt mir sehr gut, aber bisher hatte ich noch keine gute Idee für einen Vorschlag.
Jetzt kam mir aber die Idee, dass man die Aurachtalbahn reaktivieren könnte und zwar zusätzlich zur geplanten StUB. Der Grund ist der, dass die StUB nur sehr langsam ist und man über eine Stunde bis nach Nürnberg braucht, was im Vergleich zum Auto kaum attraktiv ist. Außerdem werden bis auf Herzogenaurach ganz andere Orte angebunden und die Reaktivierung ist wahrscheinlich nicht so teuer, weil teilweise noch Gleise vorhanden sind und die Strecke erst 1995 stillgelegt wurde.
Als einzige neue Anlagen sind zum einen ein neuer Endpunkt in Herzogenaurach notwendig, da hier für neue Parkplätze die alte Strecke und das Bahnhofsgelände überbaut wurden. Am besten man bezieht den Endpunkt in die Planung der StUB mit ein, um einen gemeinsamen Endpunkt zu bauen. Dort könnte auch ein Busknoten und P+R-Platz entstehen. Zum anderen sollte in Erlangen-Bruck ein Wendegleis entstehen, wo die Züge aus Richtung Herzogenaurach enden können. Auf der Westseite des Bahnhofs ist noch genug Platz dafür.
Vielleicht kann man später mal eine durchgehende Verbindung nach Fürth oder Nürnberg anbieten, aber dafür braucht man eine neu zu bauende Einführung in die Strecke Fürth – Erlangen, um die S-Bahnen oder ICEs nicht zu behindern. Deswegen halte ich einen Triebwagenpendel zwischen Herzogenaurach und dem Wendegleis in Bruck am einfachsten. Dort kann in die S-Bahn umgestiegen werden. Passend zur S-Bahn wäre ein ein 20 Minuten-Takt, in der Nebenverkehrszeit ein 40 min-Takt.
Die Zwischenhalte sind folgende:
- Herzogenaurach
- Hauptendorf
- Niederndorf
- Kriegenbrunn
- Frauenaurach
- Erlangen-Bruck West (Tennenloher Straße)
- Erlangen-Bruck
Hier noch einen Link zu der Webseite einer Initiative, die für eine S-Bahn auf der Aurachtalbahn kämpft. Ich finde die Idee gut, aber kann auch die Argumentation verstehen, dass auf der Hauptstrecke Bruck-Erlangen Hbf keine Kapazität mehr vorhanden ist. Außerdem braucht die S-Bahn nicht nach Erlangen fahren, weil dorthin fährt ja schon die StUB und das ist zum Erlanger Hbf auch nicht so sehr langsam.

Hallo.
Zunächst einmal sei gesagt, dass sich die Diskussion um den Bau der StUB (glücklicherweise) seit dem Bürgerentscheid diesen Mai endgültig erledigt hat. Daher möchte ich dieses Fass an dieser Stelle auch nicht wieder öffnen.
Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass eine Reaktivierung der Aurachtalbahn eines der hauptsächlich angeführten Argumente der StUB-Gegner war. Es ergäben sich dadurch jedoch einige Probleme:
1. Zwischen Herzogenaurach und Erlangen umfährt die Trasse die meisten dicht besiedelten Räume. Tatsächlich führen die Schienen größtenteils über Felder und entlang von Wäldern. Darüber hinaus würden zwar das Herzogenauracher Zentrum und Schaeffler angebunden werden, nicht jedoch Puma und Adidas. Alles zusammen würde das Fahrgastpotenzial erheblich beeinträchtigen.
2. Eine Reaktivierung wäre tatsächlich gar nicht so einfach, wie es oft von „StUB-Alternativisten“ dargestellt wird. Beispielsweise müsste die marode Regnitzbrücke in Bruck voraussichtlich neu gebaut werden. Darüber hinaus müsste, um eine Direktverbindung in Richtung Nürnberg zu schaffen, eine neue Verbindungskurve zur Bahnstrecke Nürnberg-Bamberg gebaut werden, da Züge zur Zeit nur in Richtung Erlangen weiterfahren könnten. Dort müssten die Bahnen dann kehrtmachen, was Gleis- und Bahnsteigkapazitäten im Erlanger Bahnhof fressen würde. Oder die Fahrgäste müssten dort auf die vorhandenen S-Bahnen oder Regios umsteigen, was die bereits heute oft am Limit ihrer Kapazitäten fahrenden Züge zusätzlich belasten würde.
Einem Parallelverkehr zur StUB stehe ich auch eher kritisch gegenüber. Die Stadt-Umland-Bahn wird die angestrebten Fahrgastzahlen nämlich kaum erreichen, wenn zwischen Herzogenaurach und Erlangen ein zusätzliches Angebot besteht. Sicher, die StUB-Trasse bringt eine längere Fahrzeit mit sich, aber dafür werden mehr Menschen und Unternehmen erschlossen. Das ist der Kompromiss, der mit dieser Trassenvariante eingegangen wurde. Es ist sicher nicht ausgeschlossen, dass die Trams in 15 Jahren dermaßen voll sind, dass über eine Entlastung durch die Aurachtalbahn nachgedacht werden könnte, aber das ist in meinen Augen noch Zukunftsmusik.
Grüße 🙂