Beschreibung des Vorschlags
An der Chiemgaubahn, in den 80ern knapp der Stillegung entronnen, ist man tief in der Welt der Nebenbahnen angekommen. Tempo 50, Asphaltbahnsteige, 628-Diesel, Zugleitbetrieb – alles dabei, auf dem Weg von Prien am Chiemsee nach Aschau im Chiemgau. Nun denn, soll Zeru doch froh sein dass es diese Strecke überhaupt noch gibt? Schon richtig, all dies – wie auch schlechte Anschlüsse zum Regionalverkehr in Prien – hilft der Strecke aber auch nicht gerade.
Ich möchte hier mal den Traum einer modernen Nebenbahn skizzieren, der auch gleich dem Regionalverkehr nach Rosenheim hilft. Wieso? Nun, Zwischen Prien und Rosenheim halten die Meridians der BRB nur einmal – Bad Endorf. Auf 25 km Strecke. In touristisch relevanter Region. Fünf aufgelassenen Bahnhalten. Mit mittelfristiger Entlastung durch den BBT-Nordzulauf samt zumindest wünschenswerter Ostanbindung mit einem Bypass Rosenheim – Bernau. Was also, wenn die Aschauer Bahn nach Rosenheim als RB durchgebunden wird?
Nun, man hätte einen zweistufen Regionalverkehr. Die Meridians behalten ihr Halteschema, die RB aus Aschau wird in Prien vom Meridian überholt und fährt als Erschließer hinterher. Somit können Rimsting, Krottenmühl und Stephanskirchen wieder; der Osten Rosenheims neu (Rosenheim-Ost, Rosenheim-Eichbichl, wie auch immer) angeschlossen werden. Die neuen Halte sind je nach Möglichkeit als dreigleisige Überholbahnhöfe gebaut. Rimsting entsteht an neuer Position, um touristisch besser den Chiemsee zu erschließen.
Im gleichen Zug wird Aschau – Prien elektrifiziert und mit regulärer Sicherungstechnik ausgestattet. Von der Trassierung kann die Vmax Richtung 80-100 gehen. Der alte Halt Umratshausen Bf wird reaktiviert, Aschau und Vachendorf erhalten Ausweichsgleise. In Rosenheim wird fakultativ ein Kopfgleis ergänzt.
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Als Beispiel: die regulären Takt-Ms stehen zur Minute :05 Richtung München und zur Minute :51 in Richtung Salzburg im Bahnhof an. Die RB aus Aschau kommt ung. zur Minute :00 in Prien an, lässt sich vom Meridian überholen und folgt diesem dann mit Zusatzhalten bis Rosenheim. Dort sollte, falls möglich, ein attraktiver Anschlus zum M aus Kufstein hergestellt werden. Umgekehrt fährt die RB Richtung Aschau so, dass sie 5-10 Minuten vor dem M nach Salzburg in Prien eintrifft, womit ein brauchbarer Umstieg RB – M gegeben ist. Auf alle Anschlüsse (zb. Aschau – Prien – Salzburg) kann leider nicht Rücksicht genommen werden, da Rosenheim der wichtigere Knoten ist.
Das Kopfgleis in Prien bleibt im Betrieb und kann von nicht durchgebundenen HVZ-Verstärken genutzt werden.
Um Irritationen vorzubeugen: markiert sind nur die neuen Halte, nicht alle.

Die Idee finde ich prima! Ein Anschluss zur Kreisstadt dürfte die Chiemgaubahn durchaus beleben, die Reaktivierung alter Stationen wäre ebenfalls begrüßenswert. Ich empfehle aber den Bahnhof für Rimsting mehr zur Seestraße zu schieben, damit er vom Ort aus näher liegt.
Meinetwegen könnte man auch noch weitere Halte einfügen.
Ich fürchte allerdings, dass die Fahrt recht lange dauert. Über die Autobahn ist der Durchschnittsbürger wesentlich schneller in Rosenheim. Vielleicht würde es sich aber lohnen auch die Chiemgaubahn in die Rosenheimer Regionalbahn zu integrieren, wie sie von RoRegio vorgeschlagen wird.
Danke.
Meinst du so in Rimsting, wie ich in jetzt gezeichnet habe? Direkt auf die Eisenbahnbrücke will ich ihn jetzt auch nicht legen.
Wo würden dir noch andere Halte einfallen? Baierbach oder Antwort (lol) sind halt doch schon recht klein.
So ein Zweisystemnetz für Rosenheim (RoRegio kannte ich schon, aber danke!) könnte echt was sein, auch für z.b die alten Trassen nach Bad Feilnbach und Frasdorf oder eine neue Strecke Stephanskirchen – Riedering. Wobei der Weg Aschau – Bad Endorf – Rosenheim doch schon recht lang ist, insbesondere im spartanischen Stadtbahnwagen. Da wäre mir Vollbahnmaterial mit Klo fast lieber.
An sich ist Idee ja nachvollziehbar und mir gefällt das auch, aber mit dem Trassenkonzept geh ich nicht so konform. Mir wärs lieber die RB fährt vor dem Meridian, damit die Zwischenhalte eben auch den Umstieg Richtung München/Salzburg haben. Sonst brauchts auch die neuen Halte kaum, so viele wird es nicht in den NV ziehen, wenn sie dann auf den nächsten Zug ewig warten dürfen. Einziges Manko wäre, dass die Aschauer etwas länger am Bahnhof warten müssen.
Stimmt, da hast du recht.
Richtung München will ich das Konzept nicht ändern, um den Weg für die Aschauer kurz zu halten. Allerdings ließe sich da der M aus Kufstein so legen, dass die Wartezeiten für die RB erträglich sind. In anderer Richtung habe ichs angepasst, passt das so für dich?
Na wenn das alles Trassenkonform ist und in den Takt eingepflegt werden kann, klingt das doch super!
Habe ich, um ganz ehrlich zu sein, gar nicht so genau überprüft und gehe wie in der Beschreibung auch von einer BBT-Nordzulauf-Ostspange auf (die ich selbst auch fordere). Wenns mim Kufsteiner nicht geht, ginge es auch mit eienr Ausweitung der Verstärker-Ms ab Traunstein.
Um der Idee zum Erfolg zu verhelfen sollte man sich irgendwas tarifliches einfallen lassen, den der Umweg über Bad Endorf muß mitbezahlt werden, von der Fahrzeit mal ganz abgesehen werden.
Das ist natürlich richtig. Der RoVG als örtlicher Verbund hat auch keinen Gemeinschaftstarif. Aber das ließe sich sicher ein Sondertarif für Durchläufer Chiemgau – Rosenheim finden.
Die Durchbindung nach Wasserburg ist interessant, wenn auch dort der Strom kommt – vor allem in Hinblick auf die Hochschule. Mir bereiten so lange Regionallinien nur immer etwas Bauchschmerzen, da das auch mit Anschlussknoten (Wasserburg Bf -> Mühldorf und Filzenexpress, in diesem Fall) schwieriger wird.
Vielleicht könnten die Züge nach Wasserburg/Mühldorf durchgebunden werden. Dann wäre auch die Fachhochschule in Rosenheim besser erreichbar. Ansonsten der Umsteigezwang für die kurze Strecke der Tod vieler potentieller Nutzer