Beschreibung des Vorschlags
Die Reaktivierung der Brexbachtalbahn (Engers ↔ Siershahn) wurde schon mit unterschiedlichen Konzepten hier auf der Plattform vorgeschlagen (hier, hier und hier). Mittlerweile wird sie auch politisch vorangetrieben. Eine Nutzen-Kosten-Analyse hat einen hervorragenden Wert von 3,89 ergeben, damit liegt sie unter den Reaktivierungskandidaten in Rheinland-Pfalz Nord auf dem ersten Platz (siehe hier unter TOP 6).
Was mich an den offiziellen Plänen stört, ist dass die Züge nach Neuwied statt nach Koblenz geführt werden sollen. Koblenz ist das wichtigere Zentrum und der dortige Hauptbahnhof bietet deutlich bessere Umsteigemöglichkeiten inklusive Fernverkehr. Bei einer Führung der Züge nach Neuwied müsste man zwei Mal umsteigen, wenn man linksrheinisch in Richtung Mainz, Remagen oder Trier, rechtsrheinisch entlang der Lahn, oder mit dem Fernverkehr weiterfahren möchte. Die Führung nach Neuwied optimiert eigentlich nur den Umstieg zum RE8 in Richtung Köln, hier besteht aber mit der RB27 in Engers bereits eine Alternative. Daher möchte ich vorschlagen, zusätzlich zur Reaktivierung die ehemalige Kurve zwischen Engers und der Urmitzer Rheinbrücke ebenfalls zu reaktivieren. Die Strecke ist nicht überbaut, nur Gleise sind auf den Satellitenbildern nicht mehr erkennbar.
Das zweite Problem an den offiziellen Plänen ist, dass die Züge der Brexbachtalbahn bis Neuwied die hoch belastete rechte Rheinstrecke mitbenutzen müssten. Deshalb schlage ich vor, die rechte Rheinstrecke im Bereich des Bahnhofs Engers in Richtung Süden zu verschwenken und dem Bahnhof zwei zusätzliche Bahnsteigkanten zu geben (grau gezeichnet). Auf der Fläche befand sich früher ein Güterbahnhof, die Überführung über die Alleestraße existiert sogar noch. Die Züge der Brexbachtalbahn sollen regulär Gleis 1 nutzen, die Züge der rechten Rheinstrecke Gleis 3 und 4. Gleis 2 steht für Zugkreuzungen der Brexbachtalbahn oder für Überholungen auf der rechten Rheinstrecke zur Verfügung.
Damit erhält die reaktivierte Brexbachtalbahn einen deutlich attraktiveren Zielbahnhof und sie kann komplett unabhängig von der rechten Rheinstrecke betrieben werden.

Erscheint mir machbar und sehr sinnvoll!