7 Kommentare zu “ABS Illertalbahn (Teil 2 Fernpassbahn)

  1. Südlich von Kempten ist mit einer Elektrifizierung nicht viel gewonnen. Die Trassierung läßt keine höheren Geschwindigkeiten zu. Es würde wohl auf einen Neubau über weite Strecken hinauslaufen.

    1. Ja, so sieht’s aus. Ich habe mir daher auch erlaubt, das zu unterteilen:
      Beim Abschnitt Ulm-Kempten ist es ja eigentlich ziemlich unstrittig, dass es hier ein zweites Gleis und Fahrdraht benötigt.
      Bei Kempten-Reutte lässt sich nicht bestandsnah ausbauen und ein Neubau wäre eine reine Tunnelbahn, die in Anbetracht des sonstigen Zugverkehrs auf der Strecke ziemlich utopisch erscheint.
      Ich hab dafür jetzt auch keine Lösung, aber dann bleibt das dort eben erstmal so wie es ist. Man müsste sich wohl auch anschauen, wie sich die Nachfrage auf dieser Achse entwickelt. Es ist eben vorwiegend touristischer Verkehr.

  2. Von Träumen von 200 km/h würde ich da eher abraten. An der Strecke liegen ca. 50 Bahnübergänge, die Mehrkosten, die durch deren Ersatz anfallen, sind auf einer solchen, für den Fernverkehr eher von untergeordneter Bedeutung, Relation, durch den eher geringen Vorteil gegenüber einem Ausbau für 160 km/h, nicht ansatzweise darstellbar.

  3. Da ist mit dem Standartprogramm schon viel getan. Das heißt: Zweites Gleis, Oberleitung, abschnittweise Geschwindigkeitserhöhung auf 160km/h und Lärmschutz. Warum nicht schon heute bei solchen Aktionen gleich ETCS installiert wird, ist mit ein Rätsel. Mit sprintstarken Zügen käme man dann auch ohne 200km/h relativ schnell nach Kempten.
    Im grundegenommen ein guter Vorschlag, nur der Hochgeschwindigkeitsverkehr ist wohl eher ein Wunsch, bei dem der Aufwand sehr groß wäre.

    1. Ja, tut mir leid. Ich bin eben der Auffassung, dass man 200km/h generell als Richtwert für Hauptbahnen fokusieren sollte.

      Überhaupt finde ich, dass wenn schon so ein großer Ausbau kommt, dass man die entsprechenden Groschen auch gleich mitinvestiert, um hier und da Linien etwas zu verbessern, Bü zu beseitigen und vmax anzuheben. Dann hat man auch etwas schnelleren beschleunigten Nahverkehr und das Thema ist für die betroffene Strecke für die nächsten 100 Jahre abgehakt.

      Die Bü-Beseitung wird in anderen Ländern, wie z.B. Österreich deutlich konsequenter umgesetzt und dort erfolgt das nicht zur Erhöhung der vmax sondern wegen der Sicherheit. ETCS sollte flächendeckend angewendet werden, um das Netz europaweit zu vereinheitlichen.
      Die Mehrkosten eine Strecke ohne Bü und mit ETCS (wie bei der ABS38) gleich für 200km/h auszulegen sind dann so gesehen ziemlich unerheblich.

      Diese Strecke hier dient dann aber vor allem der FV-Relation Stuttgart-Fernpass-Innsbruck(-Italien) und Ulm-Kempten ist ein doch ziemlich langer Abschnitt.

      1. Wie Vincent schon angemerkt hat, hat die Strecke extrem viele Bahnübergänge. Nach und nach werden zwar ein paar beseitigt, aber da ist noch extrem viel zu tun. Ich glaube nicht, dass die Gemeinden das Geld hätten jeweils um die fünf Bahnübergänge auf einmal zu beseitigen.
        Ich würde eher 160km/h als Richtwert sehen. Damit verliert man nichtmal 10min auf der Strecke. Zwischen Ulm und Illertissen ergibt das sowieso wenig Sinn, weil da einige mittelgroße Städte liegen, an denen ein RE halten muss.
        Wenn ETCS installiert ist, wird dann, wenn in vielen Jahren Bahnübergänge beseitigt sind, die Beschleunigung kein großes Thema mehr.

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