Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag ist Teil des Vorschlags ‚Neuer Fernverkehr Österreich‘ und im Kontext zu diesem zu verstehen.
Weil mein bisheriger Vorschlag zu einer zweigleisigen Verbindung der Strecke Bregenz-Lindau auf nicht gerade viel Gegenliebe gestossen ist, hier ein Alternativvorschlag. Der Tunnelanteil wird auf ein Minimum zwischen der Südeinfahrt Bregenz Bahnhof und der Stadtgrenze zu Lochau reduziert, ein weiterer eingleisiger Tunnel ist jedoch unter Lochau nötig, wenn man den eingleisigen Abschnitt nicht länger als einen Kilometer haben möchte, ohne die Seepromenade umzubauen.
Weil es scheinbar so extrem wichtig ist, habe ich einen weiteren Hp in Bregenz-Hafen vorgesehen. Dieser wäre im Verhältnis wahrscheinlich billig zu errichten, es müsste nur ein einfacher Betonbahnsteig mit Treppen an der Südseite und einem Aufzug errichtet werden. Die Gleise selbst wären überdeckt, es wäre nur der Bahnsteig selbst nach oben offen. Es müssten natürlich dann witterungsgeschützte Wartehäuschen errichtet werden, dies wären jedoch Peanuts im Vergleich zu den Tunnel.
Hoffe, ich kann damit nen Teil der Skeptiker überzeugen
Wegen Bitte Inters hier nochmals der Text aus dem anderen Vorschlag, das Baukonzept wegen nicht vorhandener Zulaufstrecken (damit ist das nach Wolfurt und in Richtung hinter Lochau gemeint) auch ein bissel angepasst.
Der Abschnitt Bregenz-Lindau der Vorarlbergbahn ist in mehrfacher Hinsicht seinen Aufgaben nicht mehr gewachsen. Ein eingleisiger, ohne grösseren Aufwand nicht auf Gesamtstrecke erweiterbarer Abschnitt, welcher teilweise mitten durch die Stadt führt und damit unnötigen Lärm erzeugt kann in unserer heutigen Zeit nicht mehr als zeitgemäss angesehen werden, zumindest nicht unter dem Aspekt, dass hier in ein paar Jahren ECE von München nach Zürich verkehren. Um hier keine weitere Zerschneidung des Tourismusortes Bregenz zu erzeugen. Weiters war mein Grundgedanke, jegliche Halteausfälle im Bahnhof Bregenz zu verhindern. Damit war die einzige – zugegeben teure Option – ein Tiefbahnhof.
Zum Konzept:
Für den Bregenzer Hbf. würde ich einen Trogbahnhof vorsehen, welcher mit drei Zulaufstunnel angebunden ist. Konkret sind das einerseits der ‚Pfänderbasistunnel‘ von Bregenz bis hinter die Staatsgrenze, andererseits der Tunnel in Richtung Wolfurt und in meine bereits vorgeschlagene SFS Innsbruck-Bregenz. Auf der mymaps-Karte ist diese im Abschnitt Bludenz-Bregenz eingezeichnet. Als dritten Tunnel wäre eine Rampe in Richtung Riedenburg auf Bestandshöhe zu errichten. Diese Rampe würde kurz vor dem BÜ Vorklostergasse Bestand erreichen und wäre hauptsächlich für den S-Bahn und REX wichtig.
Der Bahnhof würde im fertigen Zustand weiterhin seine fünf Bahnsteigkanten besitzen. Diese würden jedoch auf 330 Meter gekürzt. Dies stellt für mich kein Problem dar, die Bahnsteige waren bei meinen Aufenthalten immer lang genug.
Baustellenkonzept:
Bauabschnitt 1
Um den Bahnhof nicht für längere Zeit komplett ausser Betrieb nehmen zu müssen, wäre von mir angedacht, den Bau in zwei Schritten zu machen. Zuerst würde ich daher die Bahnsteige 4-5 ausser Betrieb nehmen. Diese würden als erste tiefgelegt. Weiters ist ein Teil (d.h. ein Gleis) der Rampe in Bregenz mit Tunnelstutzen zur Einfädelung in die Strecke in Richtung Lindau zu errichten. Bevor der Bau dieser Rampe allerdings beginnt, sollte zuerst auf dem anderen Gleis eine Behelfsbrücke für zukünftige Bauarbeiten installiert werden. Der Betrieb würde in diesem Falle auf den restlichen drei Gleisen laufen, wobei im Bauabschnitt 1 und 2 der Abschnitt Lindau-Bregenz mit in Bregenz zu vereinigenden Zügen der S1 und S3 befahren wird.
Folgende Belegungen wären angedacht:
Bahnsteig 1: RJ-Züge von Wien
Bahnsteig 2: S1 und S3 (Vereinigung/Flügelung)
Bahnsteig 3: REX aus Bludenz/Feldkirch
Bahnsteig 4: Umbau
Bahnsteig 5: Umbau
Bauabschnitt 2
Im zweiten Bauabschnitt stehen die zwei Tiefgleise zur Verfügung sodass die RJX-Züge und die REX-Züge in die Tiefgleise einfahren. Hierfür muss mindestens ein Gleis der Rampe in Bregenz in Betrieb sein. Diese Inbetriebnahme ist damit gleichzeitig mit Beginn von Bauabschnitt 2. In diesem Abschnitt werden Bahnsteig 2 und 3 tiefgelegt, sodass Züge der Linie S3 mit Beendigung dieses Bauabschnittes wieder wie gewohnt in Bregenz wenden können. Dieser Bauabschnitt beinhaltet ebenso die Errichtung des Tunnels in Bregenz – in diesem Abschnitt allerdings nur im Rohbau. Zur Errichtung der Station Bregenz Hafen werden hier ebenfalls Behelfsbrücken verwendet.
Während dieses Bauabschnittes ist folgende Bahnsteigbelegung angedacht
Bahnsteig 1: S1 und S3 (Vereinigung/Flügelung)
Bahnsteig 2: Umbau
Bahnsteig 3: Umbau
Bahnsteig 4: REX aus Bludenz/Feldkirch
Bahnsteig 5: RJ aus Wien
Bauabschnitt 3
Bauabschnitt 3 sieht die Fertigstellung des Tunnels in Bregenz vor. Weiters wird hier die Zweigleisigkeit in Lochau ermöglicht. Es ändert sich im Vergleich zu Bauabschnit 2 nichts an den Belegungen der Bahnsteigkanten.
Bauabschnitt 4
Bauabschnitt 4 sieht die Tieferlegung des letzten Bahnsteiges vor. Weiters wird in diesem Abschnitt das zweite Gleis der Rampe in Richtung Riedenburg errichtet und eingebunden. Diese wird von unten unter der bisher befahrenen Bahelfsbrücke errichtet, welche mit Beginn dieses Abschnittes entfernt wird. Auch Teil dieses Bauabschnittes sind die Errichtung eines neuen EG und die Errichtung der gläsernen Verbindungsbrücke über die Bahnsteige. Mit Beginn dieses Bauabschnitts wird jeglicher Bahnverkehr, welcher bisher in Bregenz geendet hat (Ausnahme S3) weiter nach Lindau geführt.
Folgende Bahnsteigbelegungen sind dabei geplant:
Bahnsteig 1: Umbau
Bahnsteig 2: FV in beide Richtungen
Bahnsteig 3: RV Richtung Lindau
Bahnsteig 4: RV Richtung Feldkirch-Bludenz
Bahnsteig 5: S3 Richtung St. Margrethen SG
Bauabschnitt 5
In diesem Bauabschnitt konzentrieren sich die Arbeiten primär auf den zweiten Teil des Tunnels und Restarbeiten wie die Umgestaltung ehemaliger Bahnflächen. Diese Umgestaltung habe ich nicht vollständig eingezeichnet.
Bahnsteigbelegungen bei Fertigstellung des Tiefbahnhofes
Bahnsteig 1: RV Richtung Lindau
Bahnsteig 2: RV Richtung Feldkirch-Bludenz
Bahnsteig 3: FV Richtung Bludenz/St. Margrethen
Bahnsteig 4: FV Richtung Lindau
Bahnsteig 5: S3 Richtung St. Margrethen
Ich weiss, das ist, wenn man die Kosten betrachtet ziemlich happig, in meinen Augen jedoch der langersehnte Befreiungsschlag von der ‚Problemstrecke‘ Lochau-Bregenz.
Meinungen?
EDIT: 20190401 Begründung und Beschreibung übertragen.

Überzeugt mich persönlich schon mehr, allerdings halte ich den Tunnel unter Lochau für wenig sinnvoll. Abgesehen davon, dass er ziemlich ähnlich wie in Rastatt einen schleifenden Schnitt unter den Bestandsgleisen darstellt (und das auch noch unterhalb des Wasserspiegels des Bodensees) löst er nur eine 900 m lange eingleisige Stelle auf, während etwa 1/3 des Tunnels unter dem zweigleisigen Bahnhof entlanglaufen. Hier könnte man meiner Meinung nach besser innerhalb des Orts die Linksabbiegerspur entfallen lassen und außerhalb des Orts die Straße ein wenig verschieben, um so Platz für ein zweites oberirdisches Gleis zu schaffen.
Der Umbau von Bregenz scheint aber so zu passen, wenn’s Not tut (vielleicht nochmal die Begründung von deinem anderen Vorschlag herkopieren oder ihn zumindest verlinken, sonst weiß man in diesem Vorschlag gar nicht, ob oder warum das überhaupt notwendig ist).
Danke. Joa mit Lochau das kann man auch so machen.
Mach ich dann bei Zeit.
Ich bin immer noch skeptisch, ob man zwei Bahnhöfe (und den Tunnel) so nahe am See unterhalb des Wasserspiegels so einfach bauen kann. Das ganze würde aber auch einigen Platz zur Stadtentwicklung frei machen.
Dazu verweise ich einmal auf das Linzer AEC und den Kanaltunnel, möglich ist es sehrwohl.
Hätte hier jetzt mal nen Tunnel unter Lochau entfernt und Baukonzept plus Begründung ergänzt.
Meinungen zu?
Ja, gefällt mir so mit Lochau.
Bin jetzt am überlegen, inwiefern der Tiefbahnhof Bregenz denn noch zwingend erforderlich ist. Eine wirklich „Zerschneidung“ der Stadt ist hier nämlich aufgrund der Lage am Ufer eher weniger zu sehen. Vor allem, da selbst bei einer Tieflage des Bahnhof oben immer noch die vierspurige B202 liegt, die eine ebenso große Trennwirkung erzeugt. Um den Zugang zum Ufer besser zu gestalten müssten daher beide Verkehrswege überbrückt werden und das am besten buchstäblich. Sprich: Beide in der ebenerdigen Lage belassen und ein paar Grünbrücken oben drüber bauen. Schränkt örtlich vielleicht ein wenig die Sicht auf’s Wasser ein, aber das tun die jetzigen Gebäude auch schon zur Genüge. Wäre mit viel weniger baulichen Einschränkungen für Auto- und Bahnverkehr verbunden. Den Steigungsabschnitt zum Tunnel würde ich dann östlich des Hafenbahnhofs beginnen lassen, auf Kosten von ein paar Parkplätzen westlich der aktuellen Trasse wäre hier auch Platz für einen zweigleisigen Trog. Der Tunnelmund würde dann etwa bei der Militärhistorischen Badeanstalt liegen. Was hältst du davon?
Danke für das Lob mit Lochau.
Bezüglich Bregenz, da halt ich ganz wenig von. Ich würde eher (das hab ich auch schon andernorts angedeutet) eher die 202 auf zwei Spuren mit ner Grünfläche und Tram in der Mitte verringern. Dafür müsste allerdings ein Autobahnzubringer von der Rheintalautobahn vor (bzw aus Richtung Lindau hinter) dem Pfändertunnel nach St. Margrethen geschaffen werden, damit man da ohne durch die Stadt zu müssen vorbeikommt. Und Grünbrücken… Sorry aber das sieht einfach nur grausig aus und kommt in meinen Augen fast schon einer Vergewaltigung gleich. Reicht eh schon die Meherauerstrasse. Ausserdem würde man mit einer oberirdischen Lage Chancen auf eine gelungene Stadtentwicklung liegenlassen. Das südliche Weichenvorfeld bis zur Rampe bekommt man mit ner Untertunnelung als eventuelle Bau-, eventuelle Grünfläche, ebenso der Abschnitt zwischen Bahnhof und Hafenbahnhof. Das wirkt mir einfach zu verlockend.