Beschreibung des Vorschlags
Die Strecke ist als überlastet eingestuft, da sich der Güterverkehr, der im Norden aus Aschaffenburg oder Fulda kommt und im Süden nach Ansbach oder Kitzingen weiterfährt (oder andersrum), sowie zwei stündliche Regionalzüge hier auf einer Strecke bündeln. Mit einer Schnellfahrstrecke Würzburg-Nürnberg werden auf der dortigen Altstrecke neue Kapazitäten frei, sodass dort der Güterverkehr dann eher zunehmen wird. Möchte man dann noch den Regionalverkehr rund um Würzburg verbessert neu Strukturieren, sowie ich es gerade als Vorschlag vorbereite, reicht die Kapazität weit nicht mehr aus. Daher schlage ich ein 3. Gleis vor.

Hm, na bin ich mal gespannt auf den Regio-Würzburg-Vorschlag…
So aus der hohlen Hand hätt ich gesagt, wir haben ja schon 5 Gleise in dem Korridor: Die SFS, die hier behandelte Strecke, und im Güterverkehr die Werntalbahn.
Immerhin: sollte das alles nicht ausreichen (ich vermag das jetzt nicht zu beurteilen), gehts wohl wirklich nicht ohne weiteres Streckengleis. Infrastrukturmäßig ist jedenfalls soweit alles erledigt, was aus der guten alten Indusi rauszuholen ist: Blocksignale im Bremswegabstand und ständig eingerichteter Gleiswechselbetrieb – signifikant mehr ginge da bloß noch mit Zukunftsmusik, komponiert und vorgetragen von ETCS Level 3 und seinem wanderndem Raumabstandsorchester.
Bahnsteigmäßig müsstest du dir auch noch was einfallen lassen. Im Augenblick sind die Bahnsteige nämlich munter mal eher auf der linken, dann wieder mehr auf der rechten Seite angeordnet. Damit lässt du die Reisezüge wild zwischen den Streckengleisen hin- und herspringen und reißt mit deinem Hintern alles an Kapazität wieder ein, was du vorher mit deinen Händen aufgebaut hast 😉
Richtung Würzburg sind es nur 4 Gleise, da die Wernatalbahn nicht nach Würzburg führt. Südlich von Würzburg geht es aber auf 6 Gleisen weiter, 2 nach Lauda, 2 nach Ansbach, 2 nach Nürnberg. Mit der SFS nach Nürnberg, wo wir uns (fast) alle einig sind dass es die braucht, sinds schon 8. Ist klar, dass was nicht passt, oder?
„Bahnsteigmäßig müsstest du dir auch noch was einfallen lassen.“
An jeder Station ein Bahnsteig an jedem Gleis. Hatte ich in der Zeichnung eigentlich versucht möglichst gut darzustellen, Weiß jetzt nur nicht ganz, wie gut das geklappt hat.
Ich hab mir vorhin mal ne Mitfahrt angeguckt, sieht eigentlich ganz entspannt aus. Mag natürlich nicht repräsentativ sein.
> da die Wernatalbahn nicht nach Würzburg führt
großräumig lässt sich das aber durchaus so betrachten. Das Gros der Güterzüge will ja nicht nach Würzburg, sondern noch etwas weiter.
Lauda würd ich in der Aufzählung mal ausklammern. Das geht großraummäßig weiter in den Raum Heilbronn/Stuttgart, welcher von Norden aus auch über Main-Neckar-Ried erreichbar ist. Diese Aussage selber würd ich aber auch ausklammern, weil ich zwischen Würzburg und Lauda noch nie unterwegs war, von daher über die Güterverkehrsbelastung dort keine Aussage treffen kann.
> An jeder Station ein Bahnsteig an jedem Gleis.
Achso, ok. Ne, kam nicht so gut rüber.
Wobei das grundsätzlich so gar nicht sein muss. Eins pro Richtung zum Halten, das dritte als Durchgangsgleis ohne Bahnsteig, ist eigentlich am saubersten. Inwieweit weit das auf die örtliche Situation übertragbar ist, kannste ja nochmal gucken.. 😉
„Nutzungsvorgaben zu den für überlastet erklärten Strecken 5200 Gemünden (Main) – Würzburg (…)“
Hört sich schon nicht mehr so entspannt an 😉
Auf jeden Fall ein wichtiges und kostengünstiges Projekt. Ich kann nicht verstehen, warum man diese relativ einfache Lösung für einen überlasteten Streckenabschnitt noch nicht in Angriff genommen hat.
Allerdings würde ich noch weiter gehen und ein viertes Gleis Adelsberg-Gemünden mit dazu bauen.