11 Kommentare zu “Wurzenumfahrung

  1. Kleine Änderung, signifkanter Gewinn. Hübsch! Und einen Stundentakt im FV kann es zwischen Leipsch und Dresden ja gerne geben. Muss ja kein ICE sein.

    Höhengleiche Ausfädelungen? Wirkt in der Zeichnung so. Ist das für ein Hauptgleis im LZB-Betrieb an sich eigentlich möglich?

    1. Die LZB hat damit kein Problem.

      Gibt zwei Möglichkeiten:
      Entweder du kriegst nach Wurzen raus ein Endeverfahren, das wär die Sparvariante und ist etwa auf der ABS Hannover-Hamburg so eingerichtet. Gehts in die Überholung, heißt es dort: LZB-Ende, raus ins Seitengleis, hinterher wieder rein und Neuaufnahme.
      Oder beide Stränge sind mit LZB ausgerüstet. Findest du z.B. in Wittenberge vor. Dazu brauchts halt für jedes Gleis nen eigenen Schleifenbereich.

      Für Wurzen bietet sich Nummero 2 an, weil halt schon mit LZB ausgerüstet.

  2. Eine Frage hätte ich schon noch: Abzweigung zur Altstrecke sollen wohl höhengleich erfolgen, der gerade Strang geht wohl auf die Umfahrung. Kapazitiv geht das wohl, fährt ja nicht so viel drüber, instandhaltungstechnisch sicher nicht ganz optimal wenn der Hauptverkehr abzweigend fährt, aber wohl auch machbar. Also die Frage (jetzt kommt sie): Welche Geschwindigkeiten soll es da abzweigend geben? Und gehen/dürfen Flachkreuzungen überhaupt mit schneller als 100 km/h?

    1. wieso sollte Hauptverkehr abzweigen, der Grossteil fährt ja scheinbar durch/vorbei. Geschwindigkeitsfrage denke ist da nicht so schlimm, da kommt eh gleich der Ort. Und wenn keine Flachkreuzung geht führst halt ne Weiche vom Regel- (links) aufs Gegen- (rechts) gleis und von dort dann zweimal abzweigend, das geht sonst sicher auch.

    2. Und gehen/dürfen Flachkreuzungen überhaupt mit schneller als 100 km/h?

      Woher nimmst du denn solch eine abstrakte Annahme?

      Siehe Abzweig Nantenbach: Höhengleicher Abzweig mit 160 km/h (geradeaus) und 130 km/h (Abzweig).

      1. Die Frage ist schon berechtigt. Hier soll immerhin mit 200 (Umfahrung) bzw. bis zu 160 (Bahnhof) drüber gefahren werden.

        Aber ja, genau so wie Nantenbach hab ich mir das vorgestellt. Wobei hier die Frage ist, was dort das begrenzende Element ist: die Kreuzung oder die Weichen?

    3. Denke auch, dass höhengleich ausreicht, deswegen hab ichs so gezeichnet. Für Überwerfungen wäre zur Not westlich und östlich des Geschehens Platz.

      Die Umfahrung bildet den geraden Strang, richtig. Der Hauptverkehr aber eben auch – gerade der schwere Güterverkehr, der den Oberbau ja am meisten beansprucht, soll ja ebenfalls hauptsächlich die Umfahrung nutzen.
      Die paar Hamster und Doppelstockzüge, die nach Wurzen rein bleiben, schafft ne abzeigende Weiche schon…

      Die Flachkreuzungen zum Passieren des Gegengleises werden nicht ohne bewegliche Herzstücke auskommen; wüsste nicht, dass und warum diese einer besonderen Geschwindigkeitsbeschränkung unterliegen sollten. Werd mal draussen drauf dachten, das in der Hinsicht so alles verbaut ist im Netz.
      Damit sind sie natürlich pflegeintensiver als einfache, feste Kreuzungen. Bis sich der Bau eines amtlichen Überwerfungsbauwerks an deren statt, dessen Kontruktion übrigens ebenso einen gewissen Unterhaltungsaufwand erfordert, amortisiert hat, dürften vermutlich jedoch ein paar Jahrhunderte ins Land gehen..

      1. Okay, danke für die Auskunft. Ich dachte, ich hätte mal etwas von gehört, dass Flachkreuzungen nur bis =< 100 km/h gehen, aber dann habe ich mich wohl geirrt. 130 km/h sind wohl ausreichend für den Abzweig. Ein Überwerfungsbauwerk könnte man für den westlichen Bereich überlegen, brauch man aber wohl nicht unbedingt, sind ja nur 2 Züge/Stunde, die das Gegengleis kreuzen. Insgesamt eine gelungene Idee, gefällt mir. Auch wenn die Umfahrung insgesamt bestimmt ebenfalls einige Jahrzehnte oder Jahrhunderte bräuchte bis sich sie sich amortisiert hat, solange da nur 0,5-1 Züge/Stunde von der Vmax profitieren und der Rest ne reine Lärmschutzmaßnahme ist. Dennoch insgesamt einen Daumen hoch dafür.

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