6 Kommentare zu “U-Bahn München: Abzweig Michaelibad – Friedenspromenade

  1. Eine Verlängerun der Tram über die St.-Veit-Str. hinaus wäre keineswegs unrealistisch, denn man könnte ja auch eine zweite Linie in die Gegend führen. So könnte dann eine Linie über den Ostbahnhof fahren und die andere ab Haidenauplatz über Grillparzer- und Einsteinstraße abkürzen. Da der Bau einer U-Bahn zehnmal so teuer, wie der Bau einer Straßenbahn ist, dürfte das die weitaus wirtschaftlicher Variante sein.

    Es ist auch falsch, dass die Straßenbahn nur als Zubringer zur U-Bahn dienen würde und keine Direktverbindung zur Innentadt darstellen würde. Die 19 kommt dem Marienplatz, dem Mittelpunkt Münchens, deutlich näher als die U5!

    Außerdem bleibt es fraglich, ob eine Ausdünnung des U-Bahnverkehrs in einem dicht bebauten Wohngebiet, wie Neuperlach, zu Gunsten einer besseren Anbindung eines Villenvorortes, wirklich sinnvoll ist. Mit einer Straßenbahnanbindung müsste man wenigstens Neuperlach nicht schlechter stellen.

    Fazit: Hier werden anscheinend die Vorzüge der Straßenbahn bewusst ausgeblendet, um die U-Bahn als vorteilhaft erscheinen zu lassen. Schade.

    1. Servus,

      Damit, dass die Tram keine Direktverbindung darstellen würde, meine ich, dass niemand vom Stadtrand mit der Tram in die Innenstadt  bummelt.

      Natürlich besteht eine direkte Verbindung, aber wenn ich an der Kreillerstraße in die U-Bahn umsteigen kann, und selbst mit Umstieg am Sendlinger Tor noch schneller am Marienplatz bin, warum sollte ich dann mit der Tram fahren?

      Dass die Tram deutlich kostengünstiger ist, ist klar, aber wenn man bedenkt, wie sehr das Landschaftsbild entlang des Grünstreifens beeinflusst werden würde (das wurde unter meinem Vorschlag zur Tram dort bereits angesprochen), stellt sich eben doch die Frage, wie realistisch diese Strecke ist. Es müssten zahlreiche Bäume gefällt werden, d.h. es wird auf jeden Fall Widerstand geben, erst recht, wenn schon entlang der B304 geplant wird.

      Ich mein, versteh mich nicht falsch, ich wäre auch für eine Tram dort, deshalb hatte ich sie ja auch vorgeschlagen, aber wenn diese nicht umgesetzt werden kann, sollte man das Potential einer U-Bahn nicht außer Acht lassen.

      Was die Reduktion des Angebots in NPL angeht, stimmt das natürlich, wodurch es eigentlich nur Sinn macht, meinen zweiten Vorschlag zum Linienkonzept umzusetzen.

      So nutzt man noch einmal die komplette Kapazität im Abschnitt Michaelibad <> Innsbrucker Ring:

      1 Linie im 5min Takt (U5), 2 Linien im 10min Takt (U7 und neue Linie).

      Der Innsbrucker Ring weist dabei weiterhin genügend Kapazität auf, da die neue Linie auf dem äußeren Gleis, zusammen mit der U5 im 5min Takt, hält.

      Der Ostbahnhof wird ebenfalls dichter als im 5min Takt bedient.

      Und im Abschnitt ab dem Max-Weber-Platz ebenfalls:

      1 Linie im 5min Takt (U5) und 2 Linien im 10min Takt (U4 und neue Linie).

      Die Angebotsreduktion auf der U4 würde durch den Einsatz von langen Zügen, einen weitaus kleineren Einschnitt darstellen, als wenn man ganz NPL von der U7 abhängt.

      1. „Damit, dass die Tram keine Direktverbindung darstellen würde, meine ich, dass niemand vom Stadtrand mit der Tram in die Innenstadt  bummelt.“

        So viel länger wäre man vermutlich kaum unterwegs, da jeder Umsteigevorgang auch zeitraubend ist. Man muss Wege zurücklegen, auf den Anschlusszug warten usw. Außerdem ist es viel bequemer einfach sitzen zu bleiben. Da zudem die Haltestellendichte bei der Straßenbahn größer ist, blieben auch kürzere Fußwege als bei der U-Bahn. Alles Gründe die Straßenbahn für die gesamte Strecke zu nutzen. Deine Annahme, dass sie niemand für eine Fahrt in die Innenstadt nutzen würde, halte ich daher für falsch.

        „Natürlich besteht eine direkte Verbindung, aber wenn ich an der Kreillerstraße in die U-Bahn umsteigen kann, und selbst mit Umstieg am Sendlinger Tor noch schneller am Marienplatz bin, warum sollte ich dann mit der Tram fahren?“

        Zum Beispiel aus Bequemlichkeit. Man kann seinen Sitzplatz bewahren, anstatt nach dem Umsteigen vielleicht stehen oder ungünstiger sitzen zu müssen. Man kann ungestört weiter irgendwas lesen. Man erspart sich Treppen und weitere Wartezeiten. Usw.

        „Dass die Tram deutlich kostengünstiger ist, ist klar, aber wenn man bedenkt, wie sehr das Landschaftsbild entlang des Grünstreifens beeinflusst werden würde (das wurde unter meinem Vorschlag zur Tram dort bereits angesprochen), stellt sich eben doch die Frage, wie realistisch diese Strecke ist. Es müssten zahlreiche Bäume gefällt werden, d.h. es wird auf jeden Fall Widerstand geben, erst recht, wenn schon entlang der B304 geplant wird.“

        U-Bahnbau wird auch nicht ohne Beeinträchtigung an der Oberfläche möglich sein. Mindestens an den Stationen muss es Baugruben geben und eine Straßenbahn fügt sich mit Rasengleisen durchaus gut in eine Grünanlage ein.

        „Ich mein, versteh mich nicht falsch, ich wäre auch für eine Tram dort, deshalb hatte ich sie ja auch vorgeschlagen, aber wenn diese nicht umgesetzt werden kann, sollte man das Potential einer U-Bahn nicht außer Acht lassen.“

        Warum kann denn eine Straßenbahn nicht durchgesetzt werden? Wegen Widerständen aus der Bevölkerung? Die gibt es immer, die muss man bewältigen. Falls sich eine Straßenbahn aber nicht lohnen sollte, würde das für eine U-Bahn erst recht gelten.

         

  2. Ich finde hier dein zweites Bedienkonzept gut, da die U4 ja derzeit nur mit Kurzzügen verkehrt und somit noch reichlich Kapazität bietet. Diese Linie stellt eine sinnvollere Nutzung dieser Kapazität dar.

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