Beschreibung des Vorschlags
Ergänzend zu dem Vorschlag von HFC Chemie https://extern.linieplus.de/proposal/stadtbahn-bautzen/möchte ich eine weitere Linie einbringen, welche im wesentlichen der aktuellen Buslinie 3 folgt und den Nordosten mit dem Südwesten der Stadt verbindet. Da auf diesem Verlauf nahezu alle Hauptziele angefahren werden, sollte ein 20er Takt mit der Option auf eine Verdichtung zu einem 10er geplant werden. Daher verläuft die Strecke auch komplett zweigleisig.
Verlauf: Edisonstraße – Kornmarkt – Gesundbrunnen – Marktkauf/Stausee
Im Gewerbegebiet Wilthener Straße ist auch der Betriebshof samt Abstellanlagen vorgesehen, da hier die räumliche Nähe zu Bombardier sowie der vorhandene Platz von Vorteil sein werden. Am Stausee findet sich eine Gleisschleif mit Ausweichgleis, damit bei Bedarf 2 oder mehr Bahnen warten können.
Am Reichenturm biegt die Strecke, anders als bei HFC, nicht in die Steinstraße ab, sondern sie fährt in Richtung Klinikum um dort dann weiter auf der Muskauer Str. zum Gesundbrunnen zu fahren. Welcher Verlauf dort – entlang der Flinzstraße, auf dem Ring oder, wie eingezeichnet, parallel – mehr Potential hat, müsste man noch erörtern. Da hier aber die meisten Menschen wohnen, könnten beide Varianten ihre Berechtigung haben, auch um für Störfälle eine Ausweichstrecke zu haben. Der Stich zum Marktkauf ist, da die bei HFC angedachte Stelle nicht für eine Endstelle zur Verfügung steht, noch etwas verlängert und endet in einer Schleife analog zu der am Stausee – ihre genaue Position ist nicht sicher, sie sollte aber für die größtmögliche Wirkung fußläufig vom Marktkauf zu erreichen sein. Dafür muss dann ein Stück vom Parkplatz weichen, was aber nicht weiter tragisch sein sollte.
Da es sich um ein komplett neues System handelt, ist man bei der Wahl des Fahrmaterials relativ frei. ~30m Länge sollten aber, um bei guter Annahme nicht direkt Kapazitätsprobleme zu bekommen, gesetzt sein. Auch könnte man vom Start weg oberleitungsfrei bauen, was die Akzeptanz in der Bürgerschaft verbessern würde.
Von einer Linie 3 halte ich tatsächlich nicht viel in Bautzen. Für eine Stadt dieser Größe wären 2 Linien noch gerade so zu verkraften. Aber 3, nein!
Zudem möchte ich die angebundenen Bereiche kritisieren. Im Norden führst du die Trasse parallel zur Linie 1. Im Süden bindest du ein Gewerbegebiet an. Daher wäre die Trasse quatsch. Man kann vielleicht über eine Führung der Linie 1 zum Stausee nachdenken. Aber das wars dann auch…
Ich meinte nicht die Linie 1, sondern die Linie 2…-
Danke für den Kommentar. Ob eine dritte Linie vom Start weg notwendig wäre, ist sicher fraglich, aber man muss auch bedenken, das Bautzen einen enorm hohen Einpendleranteil hat – prozentual ist der sogar höher als in Dresden und Leipzig. Die meisten davon treffen auf den Hauptachsen aus den Himmelsrichtungen ein, d.h., wenn man an den jeweiligen Endpunkten P+R-Plätze einrichtet, könnte man diese mit der Tram weiter in die Stadt leiten und so den Autoverkehr und die Stauanfälligkeit signifikant reduzieren. Daher würde ein weiter südlich gelegener Endpunkt eben auch mehr Sinn ergeben als einer im relativ zentrumsnahen Bereich.
Da der Gesundbrunnen das mit Abstand größte Fahrgastpotential enthält, ist dort eine parallele Führung gar nicht mal so abwegig, um eine Verdichtung zu erreichen. Zumal ich ja bewusst angemerkt habe, das die genaue Route diskutiert werden kann. Die Anbindung des südlichen Gewerbegebiets erscheint nur auf den ersten Blick unlogisch, denn wie erwähnt sitzt genau dort der größte Arbeitgeber in Bautzen mit allein ~1000 zukünftigen Fahrgästen im Mehrschichtsystem und außerdem ist dort eben am meisten Platz für den notwendigen Betriebshof. So würde man sich eine reine Betriebsstrecken sparen und den K-N-Faktor erhöhen.
Man könnte aber auch die Linien flügeln und sie alternierend zu den jeweiligen Endstellen schicken.