6 Kommentare zu “Stadtbahn Berlin Linie 2 (Alexanderplatz-)-Wittenbergplatz-Heerstraße(-Falkenhagener Feld)

  1. Die Kantstr. ist zu eng, die Stadtbahn hätte keinen eigenen Gleiskörper. Dann wäre eine Linie von Hellersdorf/Marzahn nach Staaken/Falkenhagener Feld zu lang und verspätungsanfällig. Bitte Entfernungen und Reisezeiten beachten. Schon heute fährt man aus Marzahn und Hellersdorf ins Stadtzentrum nicht mit der Straßenbahn durch, sondern steigt in die S-Bahn um.

    Für die Anbindung Staakens, finde ich amadeos Vorschlag zur S-Bahn-Verlängerung besser, wegen niedrigerer Reisezeiten und höherer Zuverlässigkeit, bei vergleichbaren Kosten.

    Im Westen Spandaus reicht auch ein Bus als Zubringer zur verlängerten S-Bahn.

  2. Die Kantstraße ist nur dann zu eng, wenn man dem Autoverkehr den bisherigen Platz lässt. Eine dreispurige Straße in jeder Richtung, wovon eine Spur nur von Dauerparkern belegt wird, ist ja in dieser Form nicht unbedingt nötig. Es gilt das, was ich bereits bei der Vorstellung der unterirdischen Strecke unter der Leipziger Straße gesagt hatte: Solange man nicht bereit ist, den Autofahrern etwas mehr weh zu tun, wird das so nichts. Oder man baut überall nur U-Bahnen, finanziert durch eine PKW-Maut. Anderswo geht man diesen Weg: Speziell London, aber auch Stockholm, Göteborg, Oslo, Bergen, Bologna, Mailand,… Im Autofahrerland Deutschland schwer vorstellbar.

    Die von Dir angesprochene S-Bahn hatte sich ja seinerzeit schon als in dieser Form nicht durchführbar dargestellt. Wenn, dann hätte praktisch die ganze Strecke in einen Tunnel gelegt werden müssen, und für diesen gleiche Kosten wie für eine oberirdische Schnellstraßenbahnstrecke anzusetzen kann ich so nicht ganz nachvollziehen. Außerdem, wer will, der könnte ja an der Heerstraße auch in die S-Bahn umsteigen. So lange die und auch die Stadtbahn im 5-Minuten-Takt verkehrt, wäre diese Verbindung trotz Umstieg immer noch mindestens genauso schnell wie die U-Bahn(verlängerung), nur viel preiswerter als diese.

    1. Diese Anti-MIV-Maßnahmen lesen sich immer schön unter Straßenbahnfreaks wie uns. Aber wer lebendige Innenstädte mit Einzelhandel und Fachgeschäften will, will auch Anlieferverkehr und Kundenparkplätze.
      Bedenke auch die Kosten Deines Vorschlags, der U9-Tunnel muss verstärkt werden, mit mindestens 1 Jahr Sperre. Die Vorleistungen für höhere Fahrzeuge erweitert werden. Und CBTC hilft nicht gegen Türaufhalter, illegalen Wendern & Co.

      1. Ich orientiere mich bei meinem Vorschlägen an den Rahmen des momentan möglichen (und finanzierbarem…). Die fetten Jahre sind in dieser Hinsicht vorbei, die Ergebnisse früherer Jahre kann man noch heute z.B. in Steglitz begutachten. Dazu kommt übrigens auch noch ein Vorschlag von mir.

        Natürlich würde ich auch lieber einen Tunnel unter der Kantstraße bauen, aber finanziell ist das nicht drin. Und wohl auch nicht nötig: Die S-Bahn ist nur wenige Gehminuten entfernt. Apropos Parkplätze: Wie wäre es, nicht die Bahn, sondern zumindest einen Teil des ruhenden Autoverkehrs unter die Erde zu legen?

        Im östlichen Abschnitt der Kantstraße halte ich die oberirdische Planung von Pro Straßenbahn an dieser Stelle für völlig illusorisch. Selbst wenn man die Störungen durch den Autoverkehr kurz vor der Kreuzung mit der Joachimsthaler Straße außer Acht lässt, die Trassenführung Richtung Bahnhof Zoo könnte an dieser Stelle den Abriss der Eckbebauung nötig werden lassen. Und gerade die Kosten meines Vorschlags schätze ich noch als akzeptabel ein, verglichen z.B. mit einem Tunnel im Schildvortrieb noch unter dem U9-Tunnel am Bahnhof Zoo. Denn eine monatelange Sperrung des Tunnel dürfte bei meinem Vorschlag nicht nötig sein, wenn zuvor der Untergrund entsprechend verdichtet wird und der Neubau auf Pfählen abgestützt wird, damit nicht das ganze Gewicht auf den Bestandstunnel der U9 lastet. Außerdem komme ich auch nicht anders unter die Erde in den Tunnel unter dem Kudamm Richtung Wittenbergplatz – hinter der Kreuzung ist nicht mehr genug Platz. Da die neue Strecke am Wittenbergplatz über die beiden Außenbahnsteige geleitet werden muss – wurde 1913 so festgelegt, und im Osten ist ja auch bereits eine entsprechende Vorleistung vorhanden – kann der Anschluss eigentlich nur südlich der Gedächtniskirche erfolgen.

        CBTC ist natürlich auch kein Allheilmittel gegen diejenigen, die den Verkehrsfluss mutwillig zu sabotieren versuchen, da gebe ich Dir Recht. Da werden sich einige, besonders Autofahrer, an ein bisschen mehr Disziplin gewöhnen müssen. Das mit dem CBTC könnte übrigens auch in Köln auf der Ost-West-Achse nötig werden. Ist zwar bislang noch nicht zur Sprache gebracht worden, aber die BOStrab verbietet eigentlich die 90 m langen Züge, die dort – ebenfalls wie eine Vorrangschaltung für die Stadtbahn – geplant sind .

  3. Eine Straßenbahn vom Zoo entlang der Kantstraße, der Neuen Kantstraße, der Masurenallee und der Heerstraße würde ich sehr begrüßen. Platz ist dort auch überall ausreichend auf der Oberfläche vorhanden. Die Nutzung des Kleinprofiltunnels der U-Bahn halte ich dagegen für kaum möglich. Wie willst du da die Oberleitung unterbringen? Außerdem ist der zusätzliche Tunnelbau teuer und unnötig.

    In Spandau halte ich eine solch tangentiale Führung für unweckmäßig. Die Anwohner dort wollen in erster Linie ins Spandauer Zentrum, das du in großem Bogen umfährst.

    Außerdem handelt es sich bei dem Vorschlag um eine niederflurige Straßenbahn, keine (stets hochflurige) Stadtbahn! Bitte die Signatur korrigieren.

  4. Was die Einstufung als Stadtbahn betrifft, so werde ich das nicht korrigieren, sondern Ihr solltet meinen Kommentar unter der Linie 4 lesen. Eure Definition von Stadtbahn dürfte etwas veraltet sein.

    Was die Nutzung des Kleinprofiltunnels anbelangt, wieso Kleinprofil? Ihr hättet – wie schon bei der Vorstellung der Linie 1 – besser lesen sollen. Die immer noch gültige U-Bahnplanung des Berliner Senats sieht nach wie vor den Umbau der Relation Wittenbergplatz-Uhlandstraße auf Großprofil vor. Darauf hatte ich mich bezogen. Zudem der nachträglich im Rahmen des Baus der U9 errichtete Bahnhof „Kurfürstendamm“ – wie auch der Bahnhof auf Vorrat „Adenauerplatz“ – bereits im Großprofil gebaut wurde.

    Dass viele der Fahrgäste gerne nach Spandau möchten, hatte ich bereits bei der Planung berücksichtigt und erwähnt. Es wird noch eine zweite Relation Kladow-Gartenstadt Falkenhagen über Spaudau Bahnhof – mit Umstieg an der „Gatower“ Straße“ – geben. Eigentlich hätte ich hier im Forum ein bisschen mehr Sicht „fürs Ganze“ erwartet. Weshalb man auch die Verkehrsplanung eigentlich nicht den Politikern überlassen dürfte. Planung für ÖPNV funktioniert nun mal am besten „aus einem Guss“, etwas, was in der Vergangenheit schon oft genug missachtet wurde.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.