Beschreibung des Vorschlags
Der ÖPNV-Knotenpunkt Hattingen Mitte ist der zentrale Knotenpunkt der Stadt Hattingen (Ruhr). Alledings ist er städtebaulich und ÖPNV-technisch nicht gerade besonders gut aufgebaut, denn irgendwie halten S-Bahn, Straßenbahn und Bus in separaten Ebenen. Die S-Bahn hält unterirdisch im Tunnel, die Straßenbahn oberirdisch am Ausgang der S-Bahn-Haltestelle und die Omnibusse am Busbahnhof auf der anderen Straßenseite, doch dorthin kommt man nur über eine Brücke und damit über zwei zusätzliche Treppen. Gutes Umsteigen sieht anders aus.
Deswegen möchte ich den Knoten gerne einmal umbauen. Ein zentrales Hindernis beim Umsteigen ist die Martin-Luther-Straße, die aber großzügig ausgebaut ist: Mindestens zwei Fahrspuren für den MIV in beiden Richtungen und nahe dem ÖPNV-Knotenpunkt kreuzt sie die August-Bebel-Straße, welche ebenfalls so großzügig ausgebaut ist. Die Straßenkreuzung dürfte die Wichtigste in Hattingen sein. Um das Umsteigen nun zu verbessern, soll die jeweils äußerste Fahrspur der Martin-Luther-Straße zur Busspur werden und mit Bussteigen ausgerüstet werden. Am Ausgang der S-Bahn entsteht eine Fußgängerampel, die es erlaubt die Straßenseite zu wechseln. Im Bereich der Haltestellen wird eine 30er-Zone eingerichtet.
Als dieser Knoten erdacht wurde, war die Umstiegssituation etwas besser: der Busbahnhof lag direkt gegenüber der Bahnen, wo heute das Carré steht. Auch nur über die Brücke zu erreichen, aber besser in der Orientierung.
Deine Vorschläge finde ich allerdings zu teuer und umständlich (die Tunnelvariante) bzw. zu verkehrsbehindernd (dieser hier). Die Kreuzug war schonmal, wegen der Fahrbahnerneuerung, auf eine Spur je Richtung verengt. Resultat: 45-60 Minuten um drüber zu kommen. Es ist die meist befahrene Kreuzung im Landkreis.
Wie wäre es stattdessen, den Busbahnhof auf den Parkplatz am Bunker zu legen? Von dort gehen ebenerdige Ampelüberwege zur Innenstadt und zur S-Bahn (hinterer Ausgang am Tunnelanfang). Wenn die Straßenbahnstation vor die Kreuzung gelegt würde (oder auch nur ein zusätzlicher Bedarfshalt für die Fahrtrichtung Bochum, die Gegenrichtung wird ja nicht benötigt) hätte man den Knoten auch so erreicht. OK, zugegeben, nicht barrierefrei, da der Aufzug weiter vorne ist. Aber letztlich ist das nur relevant für mobilitätsbeschränkte Umstiege S-Bahn/Bus oder Bus/S-Bahn. Die betroffenen Personen müssten halt dann zwei Ampel queren statt wie bisher über die Brücke und durch das Carré. Im Gegenzug deutlich verbesserte Verknüpfung vom Bus mit den Bahnen ohne neue Verkehrsbehinderung und ohne größere Kosten. Wenn man möchte, kann man am Hinterausgang der S-Bahn auch einen (Treppen-?) Aufzug bauen, das ist immer noch günstiger als die Tunnellösung
Also wenn schon auf einen Parkplatz verlegen, dann doch auf den Parkplatz neben dem Bahnhof. Der dürfte zwar P+R sein, aber den kann man ja dann auf den Platz des ehemaligen ZOB verlegen.
Ja, der Parkplatz daneben ist P&R. Aber er ist meiner Meinung nach zu klein für einen Busbahnhof, hat eine schwierige (L-)Form und bietet auch keinerlei Ausbaumöglichkeit. Zumal eine Ein- und Ausfahrt nur über die Nierenhofer Straße oder über die enge und durch zwei Supermärkte bereits belastete Straße „Im Bruchfeld“ möglich wäre. Auch gibt es einen nicht zu vernachlässigenden Höhenunterschied auf dem Parkplatz, der Busbahnhof wäre also abschüssig.
Dein Vorschlag eines Mittelbahnsteigs für die Straßenbahn würde noch mehr Platz wegnehmen. Eine Spur aus dem MIV wegzunehmen funktioniert definitiv nicht. Das war schon mal zeitweise so, wie beschrieben, und sorgt für absolutes Chaos. Die Kreuzung wird viel zu stark genutzt für eine Einschränkung.