S8X Mönchengladbach – Wuppertal – Dortmund

 

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Beschreibung des Vorschlags

Mit diesem Vorschlag möchte ich mehrere Probleme lösen:

  1. Die Linie S8 braucht von Mönchengladbach nach Hagen knappe 2 Stunden, davon jeweils 30 Minuten zwischen Mönchengladbach und Düsseldorf sowie Düsseldorf und Wuppertal. Den dazwischenliegenden Städten Korschenbroich, Erkrath und Haan wird keine schnellere Verbindung angeboten, da der RE4 und RE13 dort nur durchfahren. Zusätzlich muss die S8 dem starken Pendleraufkommen Herr werden und ist daher regelmäßig überfüllt – die S68 fällt häufig aus und die RE fahren durch, sodass die S8 entsprechend überfüllt ist.
  2. Zwischen Hagen und Wuppertal braucht die S8/S9 etwa 40 Minuten. Darunter leidet auch die Stadt Gevelsberg, da der nächstgelegene RE-Halt in Ennepetal liegt und nur mit Bussen erreichbar ist.

Daher soll eine S8X (Express-S-Bahn) eingeführt werden, welche häufiger durchfährt als die S8.

Ähnliche Ansätze bestehen zumindest abschnittsweise, wie z.B.:

Der größte Unterschied ist aber, dass die S8X die Linien S8 und S5 gänzlich abdeckt und in den meisten Vororten überall hält – die einzigen Ausnahmen betreffen die Halte Gevelsberg West und Gevelsberg-Kipp, da sie m.M.n. im Nirgendwo liegen und nicht gut mit dem kommunalen Busverkehr verknüpft sind.

Betriebskonzept:

Die S8X soll dabei folgende Stationen anfahren: Mönchengladbach Hbf, Mönchengladbach-Lürrip, Korschenbroich, Kleinenbroich, Büttgen, Neuss Hbf, Düsseldorf-Bilk, Düsseldorf Hbf, Erkrath, Hochdahl, Hochdahl-Millrath, Haan-Gruiten, Wuppertal-Vohwinkel, Wuppertal Hbf, Wuppertal-Barmen, Wuppertal-Oberbarmen, Schwelm, Gevelsberg Hbf, Gevelsberg-Knapp, Hagen-Westerbauer, Hagen-Heubing, Hagen Hbf, Wetter (Ruhr), Witten Hbf und Dortmund Hbf.

Dabei werden abschnittsweise verschiedene Gleispaare/Gleise befahren:

  • Fernbahngleise (Neuss Hbf – Gerresheim, Vohwinkel – Oberbarmen, Witten – Dortmund)
  • S-Bahngleise (Mönchengladbach – Neuss Hbf, Gerresheim – Vohwinkel, Oberbarmen – Witten)

Taktung und Fahrzeugeinsatz:

Als Taktung wäre ein T30 (M’gladbach – Hagen) bzw. T60 (Hagen – Dortmund) denkbar, sodass zwischen Mönchengladbach und Neuss ein T15 (mit der S8) angeboten wird. Zwischen Hagen und Dortmund bietet die S8X mit dem RE4 eine schnelle Verbindung im T30.

Die Taktung der S8, welche laut NRW-Zielnetz zum T15 verdichtet wird, soll sich nur auf wenigen Abschnitten verändern: Zwischen Neuss – Mönchengladbach sowie Oberbarmen – Hagen soll sie jeweils alle 30 Minuten durch die S8X ersetzt werden, sodass die wichtigeren Stationen in einem angenäherten T15 angefahren werden.

Auf der S8X sollen aufgrund der zahlreichen 76cm hohen Bahnsteige Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die eine Einstiegshöhe von 76cm und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h haben – in diesem Fall kann die S8X auch mit Alstom Coradia Continental bestückt werden, die bereits auf der S8 verkehren.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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3 Kommentare zu “S8X Mönchengladbach – Wuppertal – Dortmund

  1. Diese Linie gibt es doch bereits in ähnlicher Form: Den RE4

    Der Wechsel von den S-Bahn- auf die Fernbahngleisen ist auch nicht so einfach möglich, da die Gleise im Linienbetrieb angeordnet sind, du musst also das entsprechende Gegengleis kreuzen. Bei der dichten Zugfolge ist dies vermutlich unmöglich.

    die S68 fällt häufig aus

    Dann sollte man das einfach ändern, da braucht man doch keine extra Linie einführen.
    Und warum sollte diese Linie denn nicht oft ausfallen?

    1. Diese Linie gibt es doch bereits in ähnlicher Form: Den RE4

      Das ist mir schon bewusst, allerdings fährt er über Ennepetal (Gevelsberg) statt Gevelsberg Hbf. Der letztgenannte Halt könnte genauso gut einen Express gebrauchen, zumal gleich viele Fahrgäste (vor allem Ein- und Auspendler) einen ganzen Umstieg und viel Zeit sparen können.

      Der Wechsel von den S-Bahn- auf die Fernbahngleisen ist auch nicht so einfach möglich, da die Gleise im Linienbetrieb angeordnet sind, du musst also das entsprechende Gegengleis kreuzen. Bei der dichten Zugfolge ist dies vermutlich unmöglich.

      Der Wechsel betrifft primär die Abschnitte in Gerresheim, Vohwinkel und Oberbarmen – macht dann drei Kreuzungen auf das Gegengleis. Man könnte den Fernbahn-Abschnitt von Vohwinkel aus bis Schwelm verlängern, wobei dann allerdings ein neuer Bahnsteig zu errichten wäre – die RE werden gelegentlich über Gevelsberg umgeleitet und können dann nicht in Schwelm halten, weil sie über bahnsteiglose Gleise geführt werden.

      Wenn dann noch die S17 (hoffentlich als „normale“ S-Bahn) bis Wuppertal verlängert wird – die RB48 fiele weg – , dann wäre zumindest in Wuppertal das Problem mit der Zugfolge aus der Welt geschafft.

      Dann sollte man das einfach ändern, da braucht man doch keine extra Linie einführen.

      So schnell wird das nicht gehen, dem Betreiber (DB Regio) mangelt es mal wieder an Personal. Selbst wenn sich die Lage wieder normalisiert – die S68 soll laut NRW-Takt durch die S11 ersetzt werden, welche die S8 zum Beinahe-T5 verdichtet. Klar, es gibt eine starke Entlastung durch diese Erweiterung, allerdings bin ich nicht ganz mit einer bloßen Verdichtung zufrieden.

      1. Der letztgenannte Halt könnte genauso gut einen Express gebrauchen

        Und für diesen einzelnen Halt soll eine komplette neue Linie eingerichtet werden?

        macht dann drei Kreuzungen auf das Gegengleis.

        Dies bedeutet aber, dass auf gleich drei Gleisen freie Trassen sein müssen. Bei 3 Gleiswechseln (Gerresheim, Vohwinkel, Oberbarmen) und 4 Zügen pro Stunde (T30 in beide Richtungen) bedeutet dies ein Verbrauch von 3*3*4=36 Trassen pro Stunde.
        Würde man lediglich den Takt der S-Bahn verdichten, wäre man lediglich bei 4 Trassen pro Stunde.

        Zudem macht das den Fahrplan deutlich komplizierter: Zwischen Mönchengladbach und Neuss muss diese S-Bahn genügend Platz zwischen den RE finden, zwischen Neuss und Gerresheim muss die vorausfahrenden S-Bahn überholt werden, zwischen Gerresheim und Vohwinkel muss eine Überholung durch den RE erfolgen und in Wuppertal muss die nächste S-Bahn überholt werden.

        Wenn irgendeiner der Züge Verspätung hat, fällt das ganze Konzept in sich zusammen, dies bringt massig Verspätungen.
        Ich bin mal mit eine umgeleiteten Nonstop-S7 zwischen RS-Lennep und Düsseldorf Hbf gefahren, es sollten auf ganzer Länge die S-Bahngleise genutzt werden, da diese S7 kurz vor der S8 durch Oberbarmen fahren sollte um genug Zeit zum Aufholen bis Düsseldorf zu haben. Weil vor einer Eingleisigkeit auf einen verspäteten Gegenzug gewartet werden musste, wurde die S8 vorgelassen und ein Wechsel auf die Fernbahn war erst in D-Gerresheim möglich. Gab insgesamt knapp 20 Minuten Verspätung. Mit deinem Konzept wird ein solcher Fall zur Tagesordnung werden.
        Alle Pendler müssen sich auf die ganze Verspätung einstellen, dann bringt es aber kaum noch etwas, wenn man dann doch pünktlich ankommt.

        So schnell wird das nicht gehen

        Und diese zusätzliche Linie wäre schneller umgesetzt?

        dem Betreiber (DB Regio) mangelt es mal wieder an Personal

        Daher bin ich dafür, wenn in den Verkehrsverträgen deutlich höhere Strafen beim Nichterbringen von Leistungen vereinbart.
        Vertragsstrafen sind stets einkalkuliert. Wenn sie deutlich höher ausfallen würden, wäre das Controlling bemüht, die Anzahl dieser Vertragsstrafen deutlich zu senken.

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